Cima delle Cicogne (2201 / 2206 m) - von Carena auf die "Storchenspitze"


Publiziert von dulac Pro , 12. Oktober 2016 um 12:02.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:17 Juli 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Portola-San Jorio   CH-GR   CH-TI 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus Nr. 212 ab Giubiasco Bahnstation bis Carena
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dto
Kartennummer:map.geo.admin.ch

Tags zuvor hatte ich ihn längere Zeit im Blick, den attraktiven Bergzug auf der Nordseite des Valle Morobbia mit der Cima delle Cicogne als höchstem Punkt an seinem östlichen Ende. Da ich auch heute, an einem Sonntag, noch einmal die Möglichkeit hatte zu einer wohl etwas späten, aber immer noch akzeptablen Tageszeit Carena mit öV zu erreichen, wollte ich diese auch nutzen. Denn unter der Woche wäre es leider völlig illusorisch.

 

Von Carena also auf gut markiertem und angenehmen Steig zunächst durch lichten Wald in die Höhe. Der Weg war offensichtlich erst kurz zuvor gemäht worden, denn auf der Wegspur lag es nun als dicker Teppich, der die Tritte angenehm dämpfte. Erst im späteren Abstieg zeigte sich, dass dies auch eine Kehrseite hatte, gelegentlich war ein Absitzer nämlich fast unvermeidlich.

 

Nach knapp 2 Stunden war nicht nur die Alpe Croveggia passiert, sondern auch mit der Alpe di Gesero der vom Motto della Croce über Motto d'Arbino und den Sasso Guidà verlaufende, überwiegend sehr breite Grat erreicht. Ein kurzer Abstieg zum Fahrweg, an der Capanna Gesero vorbei bis zur Verzweigung kurz danach.

 

Hier nun der Markierung nach Biscia gefolgt und von dort über den steilen Grashang hinauf zum Gipfel. Doch zunächst hielt ich ein wenig mehr nach Norden auf den Grat zum Corno di Gesero zu. Denn eigentlich hatte ich auch dieses Horn heute als Ziel. Ein durchaus verlockender Grat, aber wie ich bald feststellen musste, leider nicht einfach nur Gehgelände, sondern deutlich zeitaufwändiger. War es doch mittlerweile kurz vor 2 Uhr und damit Zeit für die Mittagsrast. Die hielt ich drum besser gleich hier auf der Cima delle Cicogne.

 

Die Gipfelinstallation umfasste auch eine schöne Terrasse. Allerdings lag sie leider direkt im Strahlungskegel der diversen Sender. Für mich ein eher unangenehmes Gefühl, hier hätte ich mich nur ungern längere Zeit aufhalten wollen.

 

Überraschenderweise waren abgesehen von einer im hinteren Bereich sämtliche Metalltüren offen und gestatteten somit den Durchgang zum Südost-Gipfel. Dass ich bei dieser Passage einen Mungg aufgeschreckt habe, der offensichtlich seinen Lieblingsplatz auf einem der Metallgitter hier gefunden hatte, konnte ich zunächst kaum glauben. Doch es war tatsächlich so, wovon ich mich später auf dem Rückweg noch einmal überzeugen konnte. Leider war er beide Male schneller wieder verschwunden als meine Kamera aufnahmebereit :-(

 

Der wenige Meter höhere SO-Gipfel bot auf dem Betondach des Militär-Unterstands aus der Zeit des 1. Weltkriegs als Rastplatz eine schöne Alternative – ohne Strahlenbelastung.

 

Danach hatte ich kurz überlegt, ob der Abstecher zum Corno di Gesero zeitlich noch drin sein könnte. Leider war das Ergebnis negativ. Auch der Abstieg über den Südostgrat hätte eine Alternative sein können. Allerdings war von oben nicht ersichtlich, ob er tatsächlich durchgehend begehbar sein würde (er wäre es gewesen wie ich später anderen hikr-Berichten entnehmen konnte).

 

Eine kleine Abwechslung zur Aufstiegsroute habe ich mir aber dennoch gesucht, indem ich den Bogen über Biscia durch einen direkteren, weglosen Abstieg durch die Flanke etwas verkürzte.

 

Auf der Capanna Gesero anschliessend noch auf ein Bier eingekehrt – der Durst hätte zwar für zwei gereicht, doch den wollte ich mir aufheben für die Beiz unten in Carena mit der schönen Terrasse davor.

 

Umso grösser meine Entäuschung später dann als ich sehen musste, dass sie sonntags bereits um 18 Uhr schliesst – und das ohne Alternative in Carena
.

Ansonsten war es aber dennoch eine lohnende Tour. Und da sich der Mungg auf dem Gipfel offensichtlich häuslich eingerichtet hatte, sollte man vielleicht überlegen, ob nicht Cima della Marmotta ein passenderer Name wäre. ;-)


Tourengänger: dulac


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