Dossen - Ränfenhorn


Publiziert von leuti , 13. Juli 2016 um 21:58. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Oberhasli
Tour Datum:11 Juli 2016
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 2000 m
Strecke:Dossenhütte - Dossengrat - Dossen - Ränfenhorn - Rosenlauigletscher - Rosenlaui

Das Wochenende war bereits vorüber, doch statt zur Arbeit pendeln zu müssen, hatten wir heute das Vergnügen den schönen Montag an der frischen Luft verbringen. 

Nachdem wir gestern bereits um 2:45 aufgestanden sind um über das Willsgrätli und das Wetterhorn zur Dossenhütte zu gelangen (siehe Bericht von xaendi), schliefen wir heute aus, bis 5:00. Nach einem kurzen Frühstück torkelten wir noch etwas unsicher aus der Hütte und erreichten gleich hinter dem Wasserbehälter den ersten Teil des Dossengrats. Die Route führt dem Grat oder deren Ostseite entlang. Drahtseile entschärfen die schwierigeren Passagen, doch uns verunsicherern diese Sicherungen eher, da nicht der Klettersinn sondern v.a. die Greifmuskeln und der Bizeps gefordert wurden. 
Nach knapp einer Stunde waren wir bereits auf dem ersten Vorgipfel des Dossen, der einen eindrücklichen Blick auf das freigab, was noch folgen soll. Aus dieser Perspektive türmt sich der Dossen fast senkrecht vor uns auf und der untere Teil der Route sieht recht brüchig aus.
Wieder unten beim Dossensattel, dem Einstieg zum Hauptgipfel sieht die Sache dann doch recht viel freundlicher aus. Im unteren Teil ist vieles Gehgelände und wir seilen uns erst etwa auf halber Höhe an. Die Routenfindung ist problemlos und es bestehen viele Möglichkeiten. Auch die Schwierigkeit kann variiert werden, wobei die einfacher wirkenden Passagen eher brüchig erscheinen. Auf unserer Route haben wir nur einen Bohrhaken gefunden, diesen allerdings an einem Ort, welche nicht wirklich gesichert werden müsste. Generell ist dieser 2. Teil kaum gesichert und der vorher noch nicht erwachte Klettersinn wurde endlich gefordert.
 
Nach ca. 2 Stunden erreichten wir den Gipfel des Dossen, von welchem wir die Aussicht auf die gestrige Route und die umliegenden sonnenbestrahlten Gipfel genossen.
 
Nun balancierten wir auf dem einfachen und spassigen Dossengrat Richtung Ränfenhorn. Der Abstieg auf den Gletscher führte an einer richtigen Ansammlung von Biwakplätzen vorbei. Da hat wohl eine halbe Schulklasse unter dem Sternenhimmel genächtigt.
Über eine lose Geröllhalde führt der Abstieg dann auf den Gletscher und in einer meditativen Stunde auf den Gipfel des Ränfenhorn. Hier hat man einen schönen Einblick auf den riesigen Gaulikessel, dessen Eis noch allerlei Überraschungen versteckt hält. 
 
Den ursprünglichen Plan via Gaulihütte und Urbachtal nach Innertkirchen abzusteigen verwarfen wir hier. Statt dem langen Abstieg und dem Risiko in ein Gewitter zu geraten, entschlossen wir uns, die alpinistisch spannendere und kürzere Variante via Rosenlauigletscher unter die Steigeisen zu nehmen. Dank dem vielen Schnee und den noch knapp sichtbaren Spuren vom Vortag fanden wir einen guten Weg durch die Spalten und erreichten nach knapp 7h Stunden das Hotel Rosenlaui und bekamen ein kühles Bier und ein feines Mittagessen aufgetischt.

Tourengänger: xaendi, leuti


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T3 ZS- III

Kommentare (2)


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xaendi hat gesagt:
Gesendet am 14. Juli 2016 um 10:43
Danke für den Bericht! Freue mich auf das nächste gemeinsame Bergabenteuer!

Primi59 hat gesagt:
Gesendet am 22. Juli 2016 um 19:35
Hoi ihr zwei, wenn ihr das nächste mal in der Dossenhütte logiert dann grüsst doch bitte die Hüttenwartin ganz herzlich aus ihrem Heimatkanton....danggä vilmal :-))
Lg Martha Jud, Kurt u.Priska Michel aus Näfels


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