Baltschiederjoch und Älwe Rigg


Publiziert von Zaza , 11. Juli 2016 um 21:00.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:11 Juli 2016
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS-
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1850 m
Abstieg: 2150 m
Kartennummer:1268, 1288

Der erste Ferientag stimmt mit dem letzten Tag der längeren Schönwetterphase überein, schöner Mist! Aber weil die Gewitter möglicherweise erst am Abend daher kommen, lohnt es sich trotzdem, heute eine längere Tour (mit Abkürzungsmöglichkeiten) ins Auge zu fassen. Und dafür bietet die Bietschhornkette ja eine reiche Auswahl! 

Von Blatten geht es zunächst auf einem steilen, markierten Weg (im oberen Teil nur noch Spur) bis zum Aussichtspunkt mit dem wunderlichen Namen Juidas. Der gängige Führerlohn sind vermutlich dreissig Silberlinge. Auf bescheidenen Wegspuren steige ich nun zunächst über Gras, später über Schutt und Schnee zum Beginn des langen Couloirs, das zum P. 3154 hinauf zieht. Es ist auf etwa 400 hm im Mittel rund 36 Grad steil und war einst als schöne Skitour bekannt, die aber vor ein paar Jahren dem Wildschutz zum Opfer gefallen ist. Heute ist es zum Glück noch weitgehend schneegefüllt, so dass es mit Steigeisen gut zu begehen ist. Nur die obersten 30 Meter sind aper und sie lassen erahnen, wie mühsam das Gelände ohne Schnee wird. 

Nun geht es noch etwas aufwärts auf eine Firnkuppe und dann hinüber zum Südgrat des Älwe Rigg. Dieser ist zunächst problemlos, wird aber in Gipfelnähe etwas anspruchsvoller. Zuoberst wird mir die Kletterei zu exponiert, so dass ich etwas tiefer zum Westgrat quere und über ihn den Gipfel erreiche (Gipfelbuch mit gelegentlichen Einträgen). Im Abstieg gehe ich bald in die Westflanke, wo sich noch ein paar schöne Schneefelder halten und quere dann auf dem schwach geneigten Üssre Baltschiedergletscher bis zum Beginn des Wegleins, das zur Baltschiederklause führt (zunächst Steinmänner, später rote Markierungen). 

Nach der Einkehr in dieser sehr angenehmen Hütte bleibt noch der lange Abstieg - dies ist einer der längsten Hüttenwege der Schweiz, er ist aber auch landschaftlich sehr schön. Wenn das Wetter - wie heute - drückend heiss ist, lohnt es sich zuletzt, durch den angenehm kühlen Stollen zu gehen (statt auf dem schönen Suonenweg). 

Tourengänger: Zaza


Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»