rund um Brig, Juni 2016, 3|3: Ochsenhorn


Publiziert von Felix , 7. Juli 2016 um 20:59. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:28 Juni 2016
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 1650 m
Abstieg: 1070 m
Strecke:Visperterminen, P Talstation Sessellift - Kapellenweg - Waldkapelle - P. 1724 - Giw - Sänntum - P. 2145 - Kreuz Sitestafel - P. 2587 - (P. 2611) - (P. 2662) - P. 2766 - P. 2764 - Ochsehorn, nördlicher Vorgipfel, P. 2827 - Ochsehorn - P. 2764 - P. 2766 - (P. 2662) - (P. 2611) - P. 2587 - P. 2487 - P. 2374 - Rothorn - Gibidumpass - Gibidumsee - P. 2129 - Stafel, P. 2072 - Bergrestaurant Giw - Bergstation Sessellift Giw
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW von Brig-Ried, Bleike via Glis und Visp nach Visperterminen
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Sessellift Giw - Visperterminen; PW via Visp und Gampel-Steg nach Goppenstein, Autoverlad Lötschberg, Kandersteg, Autobahn Spiez - Kiesen, Konolfingen und Grünen nach Wyssachen
Kartennummer:1228/9, 1309

Der dritte unserer Bergtage rund um Brig beginnt wolkenlos; nach der Fahrt nach Visperterminen, Parkplatz Sessellift, können wir unter blauem Himmel via Kapellenweg (auf bekannter, erst letzthin wieder begangener, Route) über Matten, dann im Wald, zur Waldkapelle aufsteigen.

 

Meist im Wald steigen wir weiter an, wieder ans pralle Sonnenlicht heraustretend, erreichen wir Giw; nach kurzer Pause streben wir sogleich weiter, indem wir dem WW folgen, welcher uns - streckenweise wieder im Wald - über Sänntum zum Abzweig zum Sitestafel hochleitet.

 

Wenige Meter später treten wir auf eine grasige Ebene hinaus, auf welcher ein grosser Steinmann zum Direktaufstieg zum Kreuz Sitestafel hinweist. Nach etwas unklarer „Wegführung“ erweist sich jedoch der nachfolgende Hang, durch niederes Buschwerk, offenes Gelände und felsige und schuttigere Abschnitte hindurch, zwar gelegentlich etwas steiler, jedoch durchgehend sehr gut zu begehen. So streben wir, die ersten der herrlichen Roten Felsenprimeln sichtend, dem schlichten Holzkreuzchen zu - einen ersten Ausblick auf die noch sehr weite nachfolgende Gratbegehung ermöglichend.

Mal beinahe flach, dann wieder einen höheren Punkt etwas steiler erreichend - stets jedoch von einem fantastischen Rundumpanorama begleitet - wandern wir weiter, unser Gipfelziel scheint noch sehr entrückt …

Die Erhebungen P. 2487 und P. 2611 leicht unterhalb querend, P. 2587 jedoch auf steilerem, felsigem Untergrund gewinnend, wird der noch zu beschreitende Grat absehbarer, bald, etwas ruppiger, herausfordernder. Nach P. 2611 gilt es eine Felsstufe abwärts zu überwinden - eigentlich wäre ein dickes Tau zur Sicherung montiert, doch ist dieses, sowie ein Befestigungshaken, gerissen; das Felsband jedoch kurz, gestuft und ohne grössere Schwierigkeiten abzukraxeln.

Weiterhin wechseln nun sanfte, grasige, Abschnitte mit Felsstufen ab - hinzu kommen mit zunehmender Höhe nun auch beachtliche Restwechten zur Ostseite hinzu. Eine solche auf dem Aufstiegsweg erfordert ein mutiges, steiles Stufenschlagen im doch noch festen Schnee - der weitere Gang erfolgt nun mehrheitlich über attraktives Blockgestein und Felsweglein. Nach der Begehung von P. 2766 und P. 2764 - mit einem weiteren Schneefeld - erhebt sich vor uns nun bereits der nördliche Vorgipfel des Gipfelziels, Ochsehorn, nördlicher Vorgipfel.

Wir unternehmen vom südlich unter ihm querenden Pfad den kurzen Abstecher zum bereits aussichtsreichst gelegenen Gipfel - und stärken uns hier für den finalen Gipfelanstieg.

 

Schön erhebt sich in nächster Nähe unser für heute ins Auge gefasste Gipfelziel - unterwegs haben wir bereits einige Male weiter links hinter diesem Fletsch- und Lagginhorn sowie knapp auch die Gipfelkuppe des Weissmies’ erkennen können. Wir konzentrieren uns jedoch für die nächsten zwanzig Minuten auf den Gang durch Blockwerk und Geröll zum Ochsehorn - und sind hocherfreut, wie wir, nach einem letzten Schneefeld, den Gipfel, nebst einem jungen Paar, für uns in Anspruch nehmen können.

 

Nach langer, sommerlich angenehmer und von fantastischer Rundsicht geprägten Rast, machen wir uns auf den Abstieg - auf demselben Weg vorerst (ohne nochmaliges Besteigen des Vorgipfels); Fels- wie auch Schneepassagen bieten keine Schwierigkeiten, ebenso wenig wie das Felsband, welches ohne das zerrissene Tau mühelos zu erklimmen ist.

Während wir, wie beim Anstieg, P. 2662 und P. 2611 wieder westseitig queren, gelangen wir zurück zu P. 2587; den vormittäglich begangenen Weg beschreiten wir weiter, steigen diesmal jedoch die wenigen Meter zu P. 2487 hoch.

Relativ weglos setzen wir unseren Marsch fort zu P. 2374 - dazwischen ist ein doch steilerer Felsriegel (weglos, mit gutem Spürsinn jedoch unproblematisch) im Abstieg zu bewältigen. Im nun nur noch sanften Auf und Ab stromern wir der flachen Kuppe des Rothorns zu.

 

An der Skilift-Bergstation vorbei wandern wir weiter in nördlicher Richtung; bald einmal senkt sich der Gratrücken hinab zum Gibidumpass - über flache Alpweiden legen wir die letzten Meter zum Gibidumsee zurück.

 

Nach einem kurzen Überblick geht’s zum letzten Tourenabschnitt: via P. 2129 und Stafel folgen wir dem WW (auf dem letzten Abschnitt auf dem Skipistentrassée) hinunter zum Bergrestaurant auf Giw; von der Bergstation des Sesselliftes fahren wir, nach einem Trinkhalt auf der Terrasse, hinunter nach Visperterminen, Talstation Sessellift.

 

ñ 1 h 10 min bis Giw

 

ñ 1 h 5 min bis Kreuz Sitestafel

 

ñòñ 1 h 35 min bis nördlicher Vorgipfel Ochsehorn

 

ñ 20 min bis Ochsenhorn

 

ò 2 h 10 min via Rothorn und Gibidumsee nach Giw 


Tourengänger: Ursula, Felix


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