Smolikas


Publiziert von DJPapa , 23. Juni 2016 um 22:35.

Region: Welt » Griechenland
Tour Datum:15 Juni 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: GR 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Am besten von Konitsa aus in ca. 40 Minuten nach Palioselli.
Unterkunftmöglichkeiten:Smolikas-Hütte, Hotels in Konitsa. Evtl. auch Privatunterkünfte in den Bergdörfern.
Kartennummer:Smolikas 1:25.000

Der Smolikas darf sich mit seinen 2.637m mit mehreren Attributen schmücken: Höchster Berg des Pindosgebirges, zweithöchster Berg Griechenlands, höchster Berg Westgriechenlands etc.
Dennoch erhält der Berg relativ wenig Besuch, wohl deutlich weniger als z. B. die Astrakahütte am Ausgang der Vikosschlucht. Dies mag an seiner Abgeschiedenheit, der beschränkten Infrastruktur und den relativen weiten Wegen liegen. Am Berg selber wohl kaum, denn dieser ist definitiv einen Besuch wert.
Auch hier bei hikr gibt es bisher noch keinen Bericht, weswegen ich ein paar Informationen vermitteln will.
Grds. gibt es zu dem Berg drei Anstiege: Von Norden (Agios Paraskevi) mit ca. 1.700 HM, von Osten (Samarina) mit ca. 1.500 HM und von Süden (Palioselli oder Pades) mit ca. 1.600 HM. Der Weg von Süden ist wohl der kürzeste und meistbegangene. Außerdem gibt es hier die Smolikashütte auf rund 1.700m Meereshöhe, von wo aus sich der Anstieg auf angenehme 1.000 HM verkürzt. Die Hütte ist von Palioselli aus in ca. 1,5h erreichbar, die meisten Griechen fahren aber mit dem Auto über eine Forstpiste bis zu einem Parkplatz kurz unterhalb der Hütte oder mit dem Jeep des Hüttenwirts bis ganz hinauf zur Hütte. Auch wir haben von letzterem Angebot Gebrauch gemacht, den Kontakt haben wir über eine örtliche Trekkingagentur erhalten. Die Hütte ist nur nach Voranmeldung bewirtschaftet, so dass man sich vorher informieren sollte.
Man könnte natürlich auch im Tal übernachten, aber die wirklich sehr gemütlich eingerichtete Hütte ist definitiv einen Besuch wert. Die Auffahrt mit dem Jeep hatte auch den Vorteil, dass die Begegnung mit ca. 10 kläffenden Hirtenhunden relativ entspannt war. Hier im Pindosgebirge gibt es noch viele Bären und Wölfe, weswegen auch die Hirtenhunde hier größer und zahlreicher sind als an anderen Orten.
Der Aufstieg am nächsten Tag zum Smolikas gestaltete sich trotz des durchwachsenen Wetters unproblematisch. Der Weg ist - für Griechenland eher unüblich - ganz hervorragend markiert und eigentlich nicht zu verfehlen. Zunächst geht es durch schönen Wald, später über Steine und steile Wiesen stets unschwierig hinauf zum Gipfel. Auf halber Strecke kommt man noch am sehr schön gelegenen Drachensee vorbei. Der Name kommt wohl von den hier vorkommenden Salamandern, wir haben aber keine gesehen.
Der Abstieg erfolgte auf gleicher Route, eine Überschreitung ist logistisch eher schwierig, weil die einzelnen Talorte sehr weit auseinanderliegen.
 

Tourengänger: DJPapa


Galerie


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