Red Rocks - Klettern in den roten Felsen von Las Vegas und Sightseeing durch bis Moab.


Publiziert von Janine , 19. Januar 2009 um 14:00.

Region: Welt » United States » Nevada
Tour Datum:29 September 2006

28. Sept. 06 - Death Valley
Geilo! Gratis Camping mit Wasser und richtigem Klo! Sonne ohne Moskitos. Wir haben den Yosemite hinter uns gelassen und fahren Richtung Las Vegas/Red Rocks. Gestern hatten wir beide etwas Heimwehgedanken ausgetauscht. Es fällt uns immer schwer, sich von einem tollen Ort wie den Yosemite und all den guten Erlebnissen und neuen Freunden zu verabschieden. (Danke nochmals an Roger & Stef, Rini & Buetz, es war schön und lustig mit Euch zusammen zu sein). Die drei Basler, Tom, Jonas und Max sind happy und gesund von der Big Wall zurück am Boden. Tom kam per Base-Jump in die Meadows - wir haben die letzte Nacht unter freiem Himmel dort gepennt. Frühmorgens um 06.00, 3 Base-Jumpers landen - einfach irre die Jungs! Adi lässt sich vom Adrenalin-Fieber anstecken: er will dann beim Windsurfen nochmals voll durchstarten mit Vorwärts-Loop + anderem Freestyle-Spektakel.
Nun sitze ich hier im Death Valley, nebendran kocht der Rataouille (frisch in unser Essens-Buch aufgenommen, dank sei Rini + Buetz für die Inspiration). Wir trinken ein Bierchen, und es passt uns sehr, hier im Death Valley.
Ich freue mich auf Las Vegas. Vielleicht eben gerade deshalb, weil es eine ungewöhnliche Stadt ist. Bin zwar nicht spielverrückt, aber auf den Rummel und das ganze Theater freue ich mich - zur Abwechslung tut das sicher gut. Stelle es mir vor wie eine grosse Bühne...schöne & teure Hotelanlagen, Ästhetik zum bestaunen - Luxus - ? Tja, ich bin gespannt!

06.10.06 / Las Vegas, Red Rocks:
 
Seit ein par Tagen sind wir hier auf dem Campground bei Las Vegas. Die Stadt hat mir beim 1. Besuch bereits super gefallen. Die Hotels sind wunderschön eingerichtet, tolle Dekorationen. Es sind überall Fantasiewelten und man bewegt sich ständig in einer Neuen.
 
Ganz *allein* sind wir nicht geblieben, nein - wir sind schon wieder mit Besuch verwöhnt. Aus Chile ist Antonio  (19 Jahre) zu uns gestossen. Er war auch im Camp 4/Yosemite. Er hat nur eines im Kopf: Klettern, Klettern, Klettern. Und er klettert hervorragend (so um die 8a im Sportclimben). Die Nose hat er zusammen mit seinen Freunden in einem Tag (!) gemacht, auch Salathe kann er abhaken...Heute kletterten wir an den Sportrouten in den RedRocks. Nebst dem klettern, teilen wir mit ihm den Camping-Platz und unterstützen ihn ein wenig mit Seife :)). Beim gemeinsamen Kochen erzählen wir uns aus unserem Leben. Seine Mutter sei Lehrerin für Spirituelles - hat er mir erzählt. Man müsse mit dem Bauch atmen, und Prana gäbe es überall. Das sei gut für das Leben & für die Gesundheit. Prana, sagt er, seien Lichter in der Luft - ob ich sie auch sehen könne?- fragt er mich. "Ja Antonio" - ich sehe sie auch. So reden wir eine Weile über Spiritualität, Medizin & Indianer, und Naturheilwissenschaften.
 
Da Antonio auch in die ähnliche Richtung weiterreisen will, entscheiden wir - zu Dritt weiterzufahren, in unserem Mini-Van. Wir werden nochmals in die Red Rocks zurückkommen - zum Abschluss der Klettertour.

10.10.06 / Bryce Canyon, Richtung Moab:
 
Es regnet! Leider hat es mir meinen Favoriten-Park (Bryce-Canyon) völlig verregnet. Gerne wäre ich mit einem Pferd durch den Canyon geritten. Nun fahren wir hoffentlich ins Trockene. Gestern traf ich auf dem Camping ein lustiges Paar. Sie arbeiten für die Bewohnung auf dem Mars! Damit die Menschen überleben könnten, wenn z.b. ein Meteorolit od. eine andere Katastrophe auf die Erde eintreffen würde. Voller Ernst: die arbeiten daran!

Strecke ab Bryce Canyon:
 
Die vergangenen Tage reisten wir vom Zion - Bryce Canyon - Capitol Reef, bis nach Moab. Dort regnete es auch und war kalt. Den Arches NP sahen wir zumindest nicht im Regen, aber Fotos konnten wir nur mit bewölktem Himmel machen. In der zweiten Nacht regnete es nochmals tüchtig und vermatschte den Boden. Alles war feucht und nass. Langsam stinkte mir es, und auch der Platz im Van wurde zu dritt mühsam. Direkten Weges steuerten wir nach Durango - dazwischen noch ein Muss-Stop im Indian Creek, um den Super/Crack zu schauen. AUTSCH, ist alles was man dazu sagen kann. Super Fels mit geraden Rissen, und ebenso schöne Landschaft. In Durango konnte sich Antonio auch erleichtert zu seinen Kollegen absetzen. Alle drei sind wir etwas müde von der Reiserei.
 
Eine Nacht verbrachten wir in Durango, mit Frühreif am morgen. Adi hatte das 1. Mal so richtig kalt, während ich mich mit der Kälte schon abgefunden hatte, und einfach ALLES angezogen habe. Wir steuerten den Grand Mesa NP an, wo alte Felsruinen von Indianern zu sehen sind. Clever - der Standort, unter Felsvorsprüngen, geschützt vor Regen. Dann gings zum Monument Valley. Vom  Camping aus, sahen wir direkt ins 8. Weltwunder - superschön, vorallem bei Sonnenuntergang! Am nächsten Morgen regnete es schon wieder....durch bis Flagstaff. Dort kauften wir einen Climbing-Guide für Arizona, wir liessen sightseeing + frieren hinter uns, und wollten endlich wieder an die Felsen. In der Nähe von Phoenix suchten wir uns dumm und dämlich nach einer geeigneten Campingmöglichkeit, leider ohne Erfolg, alles zu weit weg von den Klettereien.
 
Entscheid: dann fahren wir halt direkt in den Joshua Tree. Tiptop! Und von dort gibts dann den nächsten Bericht, hier schon mal ein Auszug:

18.10.06 / Hidden Valley Campground, Joshua Tree:
Endlich wieder Sonne, warmes Klima und eine reizvolle Umgebung inmitten von Felsblöcken. Hier haben wir uns sofort wieder besser gefühlt. Die Climbs liegen direkt um uns herum. 5 Dollar pro Nacht, inkl. Picnic Tisch, Toiletten, Firering....mehr braucht es nicht. Was ich im Moment noch nicht weiss: im Joshua Tree werde ich meine persönlichen Kletter-Highlights erleben!

 

 

Tourengänger: Janine

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Kommentare (2)


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Saxifraga hat gesagt: was soll man da noch sagen?
Gesendet am 19. Januar 2009 um 19:02
fantastisch!

markom hat gesagt: Stimmt...
Gesendet am 19. Januar 2009 um 21:57
...der glatte Wahnsinn diese ewig hohen spiegelglatten Felswände.diese Natur dort ist schon unglaublich...freu mich schon auf die nächsten Berichte aus demLand wo alles n weng größer zu sein scheint( bzw ist)...grüße aus Basl


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