Hochgern (1748 m) - über Hochlerch und Zwölferspitz + Abstecher auf Madonna und Luchsfallwand


Publiziert von Nic , 30. Mai 2016 um 11:36.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Chiemgauer Alpen
Tour Datum:25 Mai 2016
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Parkplatz - Windeck - Schnappenkirche - Madonna - Luchsfallwand Hauptgipfel - Hochlerch - Zwölferspitz - Hochgern - Hochgernhaus - Agersgschwendtalm - Parkplatz
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Über Bernau oder Grassau nach Marquartstein. Dort über die Brücke und in der Rechtskurve gerade aus hoch zum kostenfreien Wanderparkplatz.
Kartennummer:Kompass-Karte Nr. 10

Der Hochgern gilt als eine der Top-Aussichtslogen in den Chiemgauer Alpen. Vor allem der Blick zum Chiemsee ist beeindruckend. Während der etwas monotone Normalweg über das Hochgernhaus recht viel begangen wird, gibt es mit dem wesentlich seltener durchgeführten Anstieg über Hochlerch und Zwölferspitz eine einsame Alternative. Für trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer bietet sich zudem der lohnende Abstecher auf die sogenannte Madonna an. Hierbei handelt es sich um einen dem Hochgern vorgelagerten Felsen mit wunderschönem Tiefblick auf Marquartstein. 


Die Tour wurde von Chiemgauer bereits bestens beschrieben - *Madonna (1180m), Hochlerch (1560m), Hochgern (1744m) und Hasenpoint (1587m).

Im Gegensatz zu ihm habe ich den Hasenpoint weggelassen und dafür einen im oberen Teil weglosen Abstecher zum einsamen Hauptgipfel der Luchsfallwand gemacht.


Tourenbericht:

Die Tour startet am kostenfreien Parkplatz an der Burgstraße oberhalb von Marquartstein. Zunächst folgt man der Beschilderung hinauf zum Aussichtpunkt am Windeck. Der Weg lässt sich im unteren Bereich über gute Steigspuren etwas abkürzen. Anschließend geht es direkt am Kamm weiter über die Kindlwand hinauf zum Normalweg zur Schnappenkirche. Dort angekommen hält man sich rechts und wählt den Steig in Richtung Staudach-Alm.

Wer möchte kann gleich zu Beginn der Querung einen lohnenden Abstecher auf den Felsen der Madonna machen. Ihre Besteigung ist technisch unschwierig aber recht ausgesetzt. Vorsicht bei Nässe!

Dem Steig folgend, erreicht man nach kurzer Zeit ein kleine Lichtung. An dieser Stelle zweigt rechterhand der zunächst etwas undeutliche Steig zum Hochlerch ab. Die Spur wird im weiteren Verlauf aber immer deutlicher und führt in Serpentinen unterhalb der Luchsfallwand hinauf zu einem Wiesensattel.

Um zur Luchsfallwand zu gelangen ist nun etwas Aufmerksamkeit notwendig. In einer Kehre zweigt links eine schwache Steigspur ab, welche sich im oberen Bereich teilweise komplett verläuft. Mit etwas Gespür ist der Weg zum höchsten Punkt allerdings recht gut zu finden. Im Gipfelsteinmann ist eine demolierte Box zu finden. Vom Gipfelbuch fehlt leider jede Spur. Auf dem Rückweg bietet sich noch die Option dem exponierten Felsgipfel der Luchsfallwand (nicht höchster Punkt) einen Besuch abzustatten. Bei den heutigen Bedingungen habe ich den sehr ausgesetzten Übergang nach etwa der Hälfte abgebrochen. Gras und Fels waren nach den letzten Regenfällen leider noch nass und machten eine Besteigung extrem heikel. Die Schwierigkeiten liegen auf Grund der starken Ausgesetztheit meines Erachtens kurzzeitig im T5-Bereich. Beim nächsten mal dann!

Nach diesem kleinen Abenteuer folgt man den Steigspuren über weitere Serpentinen bis zum besagten Wiesensattel und gelangt im Anschluss recht steil hinauf zum Gipfelkreuz des Hochlerch. Der spannende direkte Übergang zum Zwölferspitz erfordert ein wenig Kletterei (II), ist aber wohl auch umgehbar. Der Weiterweg zum Hochgern bewegt sich dann wieder im Wandergelände und hat keine nennenswerten Schwierigkeiten mehr parat. Wem die ausgetretene Autobahn zum Gipfel zu langweilig erscheint, hält sich rechts und folgt den Spuren durch Blockgelände hinauf zum letzten Gipfelaufschwung. Hier treffen sich beide Wege wieder und führen unschwierig hinauf zum höchsten Punkt mit großem Gipfelkreuz.

Nach längerer Pause und kurzem Abstecher zur kleinen Gipfelkapelle, wähle ich im Abstieg dann den etwas monotonen Normalweg über das Hochgernhaus und die Agersgschwendtalm.


Schwierigkeiten:

Über das Windeck zur Schnappenkirche T3
Abstecher zur Madonna T4- (etwas ausgesetzt)
Abstecher zum höchsten Punkt der Luchsfallwand T3+ (teils weglos), optionaler Abstecher zum Felsgipfel T5 I
Weiterweg über den Hochlerch und Zwölferspitz zum Hochgern T3 II
Abstieg über das Hochgernhaus und die Agersgschwendtalm T2 (nur im oberen Bereich)


Fazit:

Ruhiger Anstieg auf einen wunderbaren Aussichtsgipfel der Chiemgauer Alpen. In dieser Form überaus lohnend!


Tourengänger: Nic

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Kommentare (7)


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Vielhygler Pro hat gesagt:
Gesendet am 31. Mai 2016 um 10:26
Schöne und so abwechslungsreiche Tour!

Wird Zeit, daß ich auch mal wieder in die Chiemgauer komme!

VG

Nic hat gesagt: RE:
Gesendet am 31. Mai 2016 um 12:35
Ja unbedingt. Ist ne sehr schöne Tour. Will bei besseren Verhälltnissen auch nochmal hin.

VG

Chiemgauer hat gesagt: Luchsfallwand
Gesendet am 2. Juni 2016 um 20:08
I kommt hin (Stelle evtl. I+/II-), aber T5+ ist sicher zu hoch gegriffen, da kaum ausgesetzter wie Madonna.
HDE

Nic hat gesagt: RE:Luchsfallwand
Gesendet am 2. Juni 2016 um 21:05
Reden wir auch sicher vom gleichen Felsen? Kurz vor dem höchsten Punkt stehen zwei kleine Bäume!? Pfadspuren führen nur bis auf einen kleinen "Vorgipfel"? Mag sein das die Bewertung bei trockenen Verhältnissen zu hoch gegriffen ist. Habs jedenfalls wesentlich anspruchsvoller empfunden als die Madonna.

Chiemgauer hat gesagt: RE:Luchsfallwand
Gesendet am 2. Juni 2016 um 22:50
Ich meine das hier:



Wobei es sein könnte, dass das Kreuz nicht mehr da ist

Nic hat gesagt: RE:Luchsfallwand
Gesendet am 3. Juni 2016 um 06:50
Danke für die Fotos! Scheint sich um den gleichen Felsen zu handeln. Ein Kreuz habe ich allerdings nicht gesehen.

Gruß Nico

Chiemgauer hat gesagt: RE:Luchsfallwand
Gesendet am 3. Juni 2016 um 19:58
Das hat mal einen Winter nicht überlebt, aber dachte RossiS hat es mittlerweile auf "seinem" Gipfel wieder aufgestellt.
Hans


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