Bretagne: Rennes - Vannes - St. Nazaire - Nantes


Publiziert von PStraub , 22. Mai 2016 um 14:27.

Region: Welt » Frankreich » Bretagne
Tour Datum:19 Mai 2016
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: F 

Auf unserem Welterbe- und Hotyoga-Trip haben Irène und ich auch ein paar Städte am Weg besucht.
 
Rennes
Am Pfingstmontag haben wir auf der Durchreise nach Mont-Saint-Michel in Rennes einen Halt gemacht. Trotz des Feiertages wirkte die Stadt irgendwie leer und leblos. Die paar Sehenswürdigkeiten sind rasch besucht und hauen einen nicht aus den Schuhen.
 
Im Zentrum haben ein paar Riegelhäuser den Brand von 1720 überlebt. In deren Nähe steht das 'Parlement' aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ein französisches 'Parlement' war ein Gericht, dieses hier war das höchste Gericht für die Bretagne.
 
Wir haben uns zur Gewohnheit gemacht, in Gasthäusern, wo wir uns nicht angemessen bedient fühlen, aufzustehen und zu gehen. Das war an diesem Tag gleich zweimal erforderlich, am Abend in Mont-Saint-Michel (Hotelzone) und am Mittag hier in Rennes - beide Mal in eher besseren (= teureren) Restaurants. Auch das hat nicht dazu beigetragen, dass mir die Stadt in besonders guter Erinnerung blieb.
 
 
Vannes
In Vannes haben wir beim Gare Maritime übernachtet. Von hier aus braucht man etwa 20 Minuten in die Stadt, der Weg führt den Jachten des Sporthafens entlang. Interessant für Binnenländer ist, wie aufwendig an dieser Küste die Pegelstände der Inland-Häfen mit Schleusentoren von den Gezeiten des Meeres abgekoppelt werden.
 
Vannes ist eine sehr angenehme Stadt mit einem sehenswerten Zentrum und schönen Gärten bei der ehemaligen Stadtbefestigung (Remparts). Wie Dol-de-Bretagne, Rennes und Nantes war auch Vannes irgendwann Hauptstadt und/oder Sitz des Herzogs der Bretagne.
Wem vom Städtewandern die Füsse schmerzen, kann sich an der Place Gambetta einen Drink genehmigen und dem Treiben im Jachthafen zuschauen. Oder beim Gare Maritime eines der Schiffe besteigen, die von hier aus die Inseln im Binnenmeer Golfe du Morbihan (mor bihan = bretonisch für kleines Meer) ansteuern.
 
 
St. Nazaire
Auf der Fahrt nach Nantes haben wir auch den Hafen von Saint-Nazaire angeschaut. Es ist der viertgrösste Frankreichs und der wichtigste am Atlantik.
Hier hatte die deutsche Marine gewaltige Docks und einen U-Boot-Stützpunkt errichtet, dessen Überreste heute als Anschauungsmaterial für und von Touristen genutzt werden.

In der Nähe von St. Nazaire baut Airbus Rumpfteile für ihre Flugzeuge. Diese grossen Teile werden mit 'Belugas' zu den Endmontagewerken geflogen. Wir sahen gerade eine starten, das sieht aus, als hätte eine gigantische Blutwurst zu fliegen gelernt. 
 
 
Nantes
Nantes ist die bei weitem grösste Stadt der Region. 1941 wurde das Departement Loire-Atlantique vom Vichy-Regime von der Bretagne abgetrennt. Von offizieller Seite wird es zwar hartnäckig bestritten, doch sind noch heute viele Bretonen überzeugt, dass das ein Racheakt wegen der in der Bretagne besonders aktiven Résistance war.
 
Trotz aller Zerstörungen der Vergangenheit hat Nantes ein reiches kulturelles Erbe. Besonders eindrücklich sind natürlich das herzogliche Schloss und die Kathedrale mit ihrer verworrenen Baugeschichte. 
Auf dem Weg vom Zentrum zur Loire kommt man am Tour LU vorbei, einer Art-Déco-Kuriosität.
 
Nantes liegt am Ästuar der Loire, hier sind die Gezeitenhübe noch viele Meter hoch. An den Ufern finden sich Tabellen, wann und wie hoch die Höchst- und Tiefststände sind.

 
Link zu Irènes Hotyoga-Blog Vannes.

Tourengänger: PStraub


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