im Flow zum Mariannenhubel


Publiziert von Janine , 16. Januar 2009 um 11:27.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Simmental
Tour Datum:10 Januar 2009
Zeitbedarf: 3:00
Strecke:Grimmialp-Würzi-Alpetli-Mariannenhubel

Morgens um halb acht holen mich Söne & Dres ab und wir fahren gemeinsam Richtung Diemtigtal. Bern steht noch etwas verschlafen und vernebelt da. Nachdem ich die letzte Nacht kaum ein Auge zugetan habe, fühle ich mich eigentlich doch ganz fit. Als Söne kurz vor Einfahrt auf die Grimmialp erwähnt, "itz müesse mr de afa loufe...brrrr" - ziehe ich mich auf dem Rücksitz nochmals kuschlig in meine Wärmeposition zurück.

Es existieren schon einige Berichte über diese Tour auf den Mariannenhubel (2236m). 

Wir packen Snowboards auf, schnallen die Schneeschuhe an und dann kann es losgehen. Alles an wärmenden Utensilien, haben Söne und ich angezogen. Wir befinden uns nämlich noch im Schatten und sind beide sehr "kälteempfindlich" - so heisst das schöne Wort.

Gemütlich gehen wir dem Weg entlang und mit uns tun es noch viele andere Skitourengänger. Daher achten wir uns auch gar nicht mehr, wo es eigentlich lang geht - sprich, keiner von uns schaut mal auf die Karte. Einige Abkürzungen führen uns durch Waldzonen und wir befiinden uns in einer beruhigenden Winterlandschaft. Ab und zu kreuzen wir wieder den Weg und gehen einfach immer gerade aus weiter - den Spuren nach. Wie Söne später so schön sagte: "im gemeinsamen Flow einfach immer weiter gegangen."

Ja - wer es in der Beschreibung nicht schon erahnte - wir haben im Rausch des gemeinsamen Flows eine Abzweigung verpasst, und liefen in die falsche Richtung - der Richtung zum Rothorn. Mein Bauchgefühl sagte mir irgenwann - hmm, nach einem "Hubel" sieht es hier nirgends aus - und Söne bestätigt nach: "ich glaube, da unten wäre es rechts abgezweigt." Ja - wir wissen alle genau wo die Stelle war :)
"Da unten" - das war etwa vor 3/4 Stunden.
Nun ja - wer sein Ziel aus den Augen verliert, heisst ja noch lange nicht - dass man es nicht mehr wiederfindet.
Kurz beschlossen schnallten wir unsere Brettchen an die Füsse und konnten so schon die erste Abfahrt machen, sehr zur Verwunderung der nachkommenden Skitourengänger "- seit ihr schon auf dem Rothorn gewesen..?"

Nachdem wir unseren richtigen Pfad dann aufgenommen haben, kam endlich auch die Sonne - Zeit für Thé & Znüni. Dann ging es ohne weitere Umwege Richtung Mariannenhubel.
Auf allen Nachbarsgipfeln hatte es berg- und sonnenhungrige Leute, es war ja auch ein Prachtstag seinesgleichen. Auf unserem Hubel wurde intensiv über all die Namen der Gipfel in der Umgebung sinniert und gefachsimpelt. Sogar, ob wir uns hier denn wirklich auf dem Mariannenhubel befänden - wurde gefragt... hä? Da ich wirklich nicht zu denen gehöre, die jedes Wochenende zum Bergstudium herkommt, halte ich mich aus den Diskussionen raus - und geniesse einmal mehr meinen Jasminthé. Ich liebe Gipfel-Thé - auch wenn ich angeblich nicht auf dem wirklichen Hubel stehe!? (Dres hat zur Beruhigung dann in späterer Folge bestätigt, dass wir gaaaanz in der Nähe des Mariannenhubels standen - also Schwesterhubel von Marianne :) Wie auch immer, die Tour war einfach,  und landschaftlich sehr schönes Bergerlebnis. 
Danke Söne & Dres fürs Mitnehmen - ich freue mich schon auf weitere "Flow-Erlebnisse". 

Tourengänger: Janine

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