auf alten, vergessenen, Pfädlis im hinteren Hornbach unterwegs


Publiziert von Felix Pro , 21. April 2016 um 14:34. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Emmental
Tour Datum:17 April 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-LU 
Aufstieg: 415 m
Abstieg: 415 m
Strecke:Riedbad - P. 992 - P. 1073 - N-Grat (zwischen Länder- + Schwandgrabe) - Oberlushütte - P. 1288 - (Hochänzi) - Rotschwandflue - Eggstall - Krähenbühlalp - Waldecke WNW - P. 992 - Riedbad
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Fritzeflue-Tunnel nach Riedbad
Kartennummer:2522 (oder 1148, 1168)

Oft sind wir bei schlechtem Wetter - wie heute - in unserer näheren Umgebung unterwegs; heute haben wir uns die Erkundigung weiterer alter Pfädlis verschrieben …

 

Auf dem grossen Parkplatz in Riedbad beginnen wir die zwar kurze, doch wegmässig interessante Runde im hinteren Hornbach(graben); nach P. 992 erkennen wir den möglichen Einstieg zum alten Weglein zum Wasserfall hoch, welches wir auf dem Abstieg auf dem Rückweg finden und begehen wollen.

 

Am hier - nach dem letzten grossen Unwetter - neu angelegtem Fahrweg und ebenfalls neuen Bachverbauungen vorbei schreiten wir zum Beginn des auf der LK noch angegebenen Weges im Wald hoch zur Lichtung mit Stall auf P. 1073.

Wieder in den Wald eintretend, folgen wir nur wenige Meter dem bis hier weit ausgeholt habenden WW, und erkennen einen Durchlass und eine schmale Spur. Diese benutzen wir nun für den nachfolgenden, teils steilen Aufstieg ungefähr dem nördlich verlaufenden, ausgeprägten Gratrücken (zwischen Länder- und Schwandgrabe). Mehrmals ist die Wegspur kaum mehr zu erkennen; die Richtung jedoch bleibt gemäss alten Kartenwerken vorgegeben. So erklimmen wir, zuletzt etwas mühsam - um ein abschüssiges Restschneefeld am Waldrand zu umgehen - die letzten Meter in der weglosen, steilen, und rutschigen, Böschung unterhalb der offenen Fläche der Oberlushütte. Die Alpwirtschaft Lushütte eröffnet am 1. Mai die Sommersaison; die (neuen) Gastgeber sind am Einrichten - wir werden freundlich zur Einkehr an die Wärme und möglichen Getränken eingeladen. Doch ziehen wir es jedoch vor - mit unserer Zwischenverpflegung im Rucksack - und angesichts der heranziehenden Wolkenfront - unverzüglich weiterzuwandern.

 

Über den höchsten Punkt (1339 m) der sich anschliessenden Erhebung ziehen wir weiter; alsbald geht’s doch wieder ein halbes Dutzend Meter hinunter bis zum WW und Eintritt in den Wald. Via (den auf alten Karten noch verzeichneten) P. 1288 ob Tritt - wo am Südhang maschinell massiv ausgeholzt wurde, und an der nördlichen Hangseite ein Sturm für ein grösseres Baumsterben sorgte. Nach dem Abstieg im Wald zur WW-Verzweigung (auf ca. 1262 m) zum Schwandgrabe, steigen wir wiederum etwas an bis an den Fuss des Hochänzis. Hier holt uns die Schlechtwetterfront definitiv ein - so verzichten wir auf eine Besteigung dieses Gipfels, und marschieren unverzüglich weiter. Dabei folgen wir dem unteren, etwas sumpfigen Fahrweg zur Rotschwandflue;

 

Für den weiteren Weg hoch zum Eggstall wählen wir zuletzt die ostseitige, windgeschütztere, Wegvariante - direkt unterhalb des Wegweisers und Vermessungspunktes beim Stallgebäude hilft uns ein grösseres, steileres, Restschneefeld, direkt zum Stall hoch zu gelangen. Hier, auf dessen Leeseite, verbringen wir unsere kurze Mittagsrast.

 

Auf dem ausgeschilderten WW steigen wir anschliessend ab zur Krähenbühlalp; hier gilt es nun, erst auf den feuchten Alpweiden den alten Weg ausfindig zu machen: im unteren Abschnitt sind wenige, schwach ausgeprägte, Serpentinen zu erkennen, welche zur NNW-Ecke der Lichtung führen. Hier besteht jedoch - entgegen unserer Vermutung und Hoffnung - kein Durchgang in den Wald; einmal mehr ist ein von uns so geschätzter Stacheldrahtverhau zu überwinden.

Danach ist jedoch - wie stets in waldigem Gelände - die Fortsetzung relativ augenfällig; auf steilem, etwas überwachsenem, Weglein steigen wir ab zum Bach, welchen es nun zu überqueren gilt - dieser hat die Uferböschungen im Lauf der Zeit unterspült und „angefressen“. So bedingt es - nach einem Ausflug und Blick zum lauschigen Bachverlauf im oberen Abschnitt - mit einer etwas akrobatischen Einlage die Traverse zu bewältigen. Danach führt ein ebenfalls leicht überwachsener und mit umgestürztem Baum zusätzlich ausgestatteter Pfad auf eine Rampe zum Hornbach hinunter. In dessen Bachbett suchen wir bachabwärts stapfend den bestmöglichen Übergang zum Ufer bei P. 992.

In Kürze erreichen wir auf dem Strässchen wieder Riedbad - erfreut über unsere „Neuentdeckungen“. 


Tourengänger: Ursula, Felix


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