Traumtag im Schanfigg: Arflinafurgga - Spitzenbüel


Publiziert von CampoTencia Pro , 19. März 2016 um 22:15. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Schanfigg
Tour Datum:17 März 2016
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 5:45
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 1150 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit der RhB nach cff logo St. Peter-Molinis
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Ab cff logo Langwies GR mit der RhB
Unterkunftmöglichkeiten:Skihütte Hochwang
Kartennummer:1196 Arosa

Die Arosabahn bietet uns erst einen gemächlichen Stadtbummel durch Chur, um sich dann bald als Gebirgsbahn der Plessur entlang ins Schanfigg hoch zu kämpfen. Über Brücken und durch Tunnels durch die wilde Landschaft hoch über dem Fluss, Kurve reiht sich an Kurve. Ob es da überhaupt ein gerades Schienenstück gibt?
 
Der Skibus steht schon beim schmucken Bahnhofgebäude in St. Peter-Molinis bereit. In unzähligen Kurven geht es hoch nach Fatschel im Skigebiet am Hochwang. Wie gewohnt werden wir freundlich begrüsst, als wir die Bergfahrt nach Triemel kaufen. Gute Wünsche für einen schönen und genussreichen Tag kommen wie selbstverständlich aus den fröhlichen Gesichtern.
 
Auf einer präparierten Spur laufen wir uns gemütlich ein. Ist die Skihütte Hochwang offen? Da geniessen wir jeweils gerne den zweiten Kaffee. Ja, es ist geöffnet. Freundlich werden wir herein gebeten.
 
Steil geht es vorerst 200 Hm der Skipiste entlang hoch nach Eilisch. Wir werden wohl bald die Jacken ausziehen müssen, die Sonne und der wolkenlose Himmel scheinen einen Traumtag zu versprechen. Unter dem Cunggel hindurch queren wir den Hang und gewinnen immer mehr Höhe. Es ist eine reine Freude, an einem so herrlichen Tag durch den Schnee zu wandern. Über uns saust ein Speedflyer vorbei, der die südlichen Winde ausnützt und schnell an Höhe zum Schwiloch hoch gewinnt. Wir sind nicht so schnell, aber erreichen aus eigener Kraft den Faninpass. Die nach Norden gerichteten Wächten am Grat hinauf zum Mittagspitz zeigen, dass in letzter Zeit vorallem südliche Winde am Werk waren. Auch heute ist es mit dem Südwind zugig und recht kalt, trotz vollem Sonnenschein. In diesem präsentieren sich in voller Grösse Astser Höreli und Mattjisch Horn. Herrlich sind sie anzuschauen.
 
Bald stehen wir auf der Arflinafurgga. Zeit für eine Entscheidung. Abstieg zum Fideriser Heuberg war mal eine der Alternativen. Wir verwerfen sie, zu locker sind wir unterwegs und das sonnige Wetter lockt für die zweite Alternative, den Spitzenbüel. Der kleine Bruder unter dem Mattjisch Horn, das wir schon 2014 beschrieben haben, reizt uns. Unscheinbar, aber unserer Meinung nach ein lohnenswertes Aussichtsgipfelchen. Durch den jungfräulichen, ungespurten Westhang ziehen wir unseres Weges. Am Schluss ein kurzer Aufstieg und wir stehen auf dem Spitzenbüel. Die Freude und Ausgelassenheit ist meinen Begleiterinnen ins Gesicht geschrieben! Wir geniessen einmal mehr bei schönstem Wetter die Aussicht, im Westen Ratoser Stein und Hochwang, im Süden Mederger Flue, Tiejen Flue und Furggahorn.
 
Unsere Nachmittagspause geniessen wir vor einem Stall. Ein Brett in den Schnee gelegt und wir sitzen gemütlich an der Sonne. Wir könnten noch stundenlang hier sitzen, aber RhB und Bier dürfen wir ja nicht verpassen. Zum Abschied setzt sich eine Alpenbraunelle auf den Kamindeckel und lässt sich durch uns nicht beirren.
 
Der Weg hinunter nach Langwies ist nicht mehr zu verfehlen. Das Gehen auf den verblasenen Schneeschuh- und Skispuren ist aber eher mühsam, weicher und festgetretener Schnee lässt uns wie Betrunkene wackeln. Gerne würden wir im Skihaus Pirigen einkehren und den Abend geniessen, dazu reicht aber die Zeit leider nicht. Durch den schönen Wald gehen wir auf gutem Weg hinunter, bis wir in Schluocht auf die Aroser Strasse treffen. Wir sehen den Zug im Bahnhof einfahren. Keine Chance, ihn noch zu erreichen. Also folgen wir der Strasse nach Langwies, wo wir mit einem feinen Bier auf den herrlichen Traumtag anstossen! Dass wir erst eine Stunde später mit dem Aroserzug heimfahren können, hat auch sein Gutes: wir dürfen mehr als ein Dutzend Hirschkühe beobachten, die unterhalb der Bahnlinie ruhen oder äsen.

Tourengänger: CampoTencia, Krokus


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Kommentare (2)


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Gelöschter Kommentar

CampoTencia Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 21. März 2016 um 11:01
Danke, Ruedi. Mit oder ohne Schnee, es ist eine sehr schöne Ecke, empfehlenswert für jede Art von Tour, ostwärts gegen das Mattjisch Horn oder nordwärts zum Hochwang

LG Herbert + Ella


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