Von Frastanz auf den Goppaschrofen


Publiziert von goppa , 4. Januar 2009 um 17:04.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Rätikon
Tour Datum: 3 Januar 2009
Ski Schwierigkeit: S
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1500 m
Strecke:Frastafeders - Bazora - Bazoraalpe - Goppaschrofen - Bazora
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Frastanz, direkt bei der Pfarrkirche vorbei nach Frastafeders. Bei guter Schneeauflage beginnt die Tour 100m nach der Pfarrkirche, der PKW kann beim Kirchplatz oder unterhalb beim Gemeindeamt (Bushaltestelle) abgestellt werden.
Kartennummer:SLK 1116 und 1136 oder Wanderkarte FL

Tourenstart im Neuen Jahr - Schitour auf den Goppaschrofen.

Von Frastafeders 600m, ziehe ich über die verschneiten Wiesen - immerhin 15 cm Neuschnee - meine Spur hinauf, vorbei beim Bauernhof am Stutz. Von hier sausen Rodler die schneebedeckte Straße hinunter. Sattblauer Himmel überm weißen Schnee, die Sonne steht tief über den Baumwipfeln. Kurz durch den Wald und über die Stutzwiesen auf die Bazora. Der Schilift läuft, es herrschen optimale Bedingungen. Am Pistenrand steige ich höher und quere auf 1200m den Bazorahang und Schlepplift, tauche unterhalb des Steilhangs auf 1260m dem Sommerweg folgend hinein in den Wald. Bald ist durch die Bäume die Schihütte oberhalb zu sehen, ein willkommener Zwischenstopp dann bei der Abfahrt! Der Weg führt weiter zur Bazoraalpe auf 1416m, wo ich nach 1:30 Std eintreffe. Üblicherweise fährt man von hier über die Alp zur Lift-Bergstation hinüber und genießt die gut 800 Hm Abfahrt - mit dem erwähnten Zwischenstopp bei der Schihütte - hinunter nach Frastanz.

Ich habe heute anderes vor, steige weiter hinauf in den Brandwald, folge anfangs den Spuren jener, die von der Gurtisspitze durch den obersten Gavaduratobel bis zum Sommerweg auf 1519m abgefahren sind. Danach liegen unberührt die verschneiten, steilen Grasflanken und dunkler Wald vor mir. Der Weg ist mir bekannt, nur die Querung der Tobel bis zum Hinteren Gätterle sorgt auf der, mit 20 cm Pulver bedeckten, harten Altschneedecke für Nervenkitzel. Bald sehe ich die Nordwand des Goppaschrofen vor mir, quere den Sommerweg hinein bis vor den Bremenstall, wo ich in die Mulde unterm Goppasattel abfahre. Aufstieg zum Goppasattel, heute sind auf dem mit Pulverschnee bedeckten harten Untergrund sogar die Harscheisen notwendig. Etliche Spitzkehren sind erforderlich, bis ich oben am Sattel stehe und die Schi deponiere. Tiefer Schnee empfängt mich hier auf der Südseite des Grats. Mühsam grabe ich mich durch den Neuschnee, versinke bei jedem Schritt bis zur Hüfte. Wo es steiler und felsiger wird, wird's mit dem Schnee besser, nach 4:05 Std stehe ich endlich beim Gipfelkreuz auf 1781m.
Der Rückweg in meinen Spuren ist etwas einfacher. Ein Genuß die Schiabfahrt hinunter vom Goppasattel!! Danach wieder die Fell an die Schi, Aufstieg zum Weg und hinaus zur Bazoraalpe, wo mich die Dunkelheit einholt. Nach 6 Stunden stehe ich vor unserer Hütte auf der Bazora. Wenn es nicht schon dunkel wäre, könnte ich noch gut ins Tal abfahren, so lasse ich es für heute und freue mich aufs Bier.

Tourengänger: goppa

Galerie


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