Skitour Zeiritzkampel Ostkar


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 25. Februar 2016 um 19:42.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Ennstaler Alpen » Eisenerzer Alpen
Tour Datum:25 Februar 2016
Ski Schwierigkeit: S
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 1065 m
Abstieg: 1065 m

Das Ostkar des Zeiritzkampels zählt zu den beeinduckendsten Skitouren der Steiermark. Von unten sieht es aus, als wäre es unmöglich hier Ski zu fahren, so steil und abweisend wirkt der Steilkessel. Der Aufstieg ist nur bei idealen Verhältnissen möglich, bereits ab der Achneralm bewegt man sich ständig unter gewaltigen Lawinenstrichen. Für den Aufstieg gibt es zwei Möglichkeiten: einerseits über den Brunnecksattel und den Ostgrat oder andererseits direkt durch das Ostkar. Wir entschieden uns für die Variante über den Sattel. Hierbei stellt die Steilstufe unterhalb des Brunnecksattels (45°, Einflussbereiche derzeit aper) eine erste Schlüsselstelle dar. Der weitere Aufstieg zu einer Gratschulter ist unschwierig. Ab hier jedoch geht es über den schmalen und häufig überwechteten Grat (mit Ski) weiter. Trittsicherheit ist hier unerlässlich. Der Grat wird bald wieder steiler und erfordert Spitzkehrentechnik. Kurz unter dem Ostgipfel versperrte uns eine Wechte den weiteren Aufstieg. In einer enorm steilen Querung erreichten wir aber das Ostkar (am Übergang häufig nur geringe Wechtenbildung). Durch dieses nun extrem steil (40°) aufwärts bis zum oberen Ende. Ab hier zu Fuß in wenigen Metern zum Ostgipfel. Der weitere Aufstieg zum Hauptgipfel über den schmalen Grat hätte heute (wie meistens) Steigeisen und Pickel erfordert. So genossen wir eine sehr schöne Abfahrt bei 5cm Pulverschnee durchs Ostkar!
Mit Sicherheit eine der kühnsten Skitouren der Steiermark! Tipp: Der Anstieg durch das Kar wäre wohl die bessere Wahl gewesen (weniger ausgesetzt, im unteren Teil recht flach und erst oben extrem steil)...

AUFSTIEG: Vom Jh. Thon (Kurzteichen) folgt man dem Wanderweg zur Achneralm und weiter taleinwärts. Am Ende des Tals nun zwischen zwei Baumreihen nach rechts queren (Sommerweg) und so auf einen flachen Boden. (Hier würde der Anstieg durch das Ostkar nach links abzweigen.) Weiter gerade aufwärts und über eine Rampe (unter etwa 45° steilen Wiesen, höchste Vorsicht bei Lawinengefahr) nach rechts in den Wald (ausgesetzte Querung). Nun durch den lichten Wald ohne Schwierigkeiten hinauf in den schönen Brunnecksattel. Links am anfangs breiten Rücken aufwärts, zuletzt sehr steil auf eine Gratschulter (ab hier Absturzgefahr in beide Richtungen). Am schmalen Grat bzw. leicht rechts davon bei einzelnen Bäumen weiter. Bald wird der Grat wieder breiter und steilt sich auf. Nun in Kehren aufwärts und hier, je nach Verhältnissen, weiter gerade hinauf am Grat (uns versperrte hier eine Wechte den Aufstieg) oder in einer extrem steilen Querung nach links ins Ostkar (je früher man nach der Aufsteilung des Grates quert desto besser). Durch das Ostkar sehr steil bis extrem steil (40°) hinauf und wenige Meter vor dessen Ende Skidepot (kleine Verflachung). Zu Fuß zum Ostgipfel und evtl. mit Steigeisen und Pickel über den schmalen Grat zum Hauptgipfel (ca. 45min vom Vorgipfel).

ABFAHRT: Durch das Ostkar abfahren, der markante Fels kann links oder rechts umfahren werden (und ist in Kürze auch noch einfach besteigbar!). Weiter wie Aufstieg.

LAWINENGEFAHR / SCHNEE: 2 (Meist geringe Lawinengefahr, nur in den Hochlagen teilweise mäßige Lawinengefahr durch Schwachschichten im Altschnee und Triebschnee.); Zwar von Beginn an Schnee, im dichteren Wald jedoch aper. Daher Ski etwa 80Hm getragen. Danach tragender Harschdeckel (besser verfestigt als gestern) mit 5cm Pulverschnee.

WETTER: Hohe Bewölkung, langsam einsetztender Schneefall

MIT WAR: Tanja

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering

Tourengänger: Matthias Pilz

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