Stäfeliflue-Feeling


Publiziert von surfy , 3. Januar 2009 um 17:13.

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum: 1 Januar 2009
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: Pilatusgebiet   CH-LU   CH-OW 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Zgragenwald - Franzosenweg - Lütoldsmatt - Märenschlag - Stäfeliflue
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Luzern - Alpnach - Parkplatz Zgragenwald
Zufahrt zum Ankunftspunkt:derselbe
Kartennummer:Stans

Diese Tour habe ich am Neujahrstag, Donnerstag, 1. Januar 2009 unternommen.
X- Mal habe ich mich geärgert, sie mit Schneeschuhen und nicht mit den Tourenskis gemacht zu haben, - egal... bester Powder, da schmerzt das Herz eines Tourenfahrers...

Hier berichte ich von meinem Stäfeliflue-Feeling

Eigentlich sollte es ja das Mittagsgüpfi werden. Und eigentlich wären die Tourenski absolut angepasst gewesen. Und... Doch der Reihe nach...
Der Neujahrsmorgen 2009: Oben blau, unten grau... Also ab in die Berge!
Um ca. halb elf lief ich bei meinem Auto am Rande des Zgragenwaldes (?) auf ca. 740m.ü.M. ab. Bis hier hinauf war die Strasse tiptop von den nächtlichen Neuschneefällen befreit. Schon auf den ersten paar Metern realisierte ich: Dies hier war Powder von bester Qualität... Doch mit zunehmendem Alter sickt die Bereitschaft zur Flexibilität und so watschelte ich schniefend und gegen meinen Erkältungsinfekt ankämpfend weiter... Franzosenweg. Lütoldsmatt, - die übliche Route halt um Höhe zu gewinnen. Der Franzosenweg wie auch der ganze Weg bis Märenschlag war ungepfadet und ich trottete in reinstem Weiss und hinterliess meine Schritte im tiefen Neuschnee. Ab der Lütoldsmatt riss die Wolkendecke auf, die Sonne flutete durch und gab den Blick frei auf einen tiefblauen Himmel. 2009 begann gut! Ich durchlief diese tiefwinterliche Märchenlandschaft, staunte und dankte. Obschon ich im Skitourenführer die Route auf das Mittagsgüpfi nachgelesen hatte, liess ich mich von - falschen - Spuren verleiten, weiter nach Westen zu marschieren. In der Hütte auf Märenschlag hatten Leute offenbar den Silvester gefeiert und waren dann schon sehr früh morgens auf eine Tour gegangen. Als ich so um ca. 12.30Uhr dort vorbeikam, hockten sie in ihrer Tourenausrüstung auf den Holzbänken vor der Hütte und genossen die Sonne, winkten und erfreuten sich des Lebens...
Und so bestieg ich halt dann schlussendlich - um's kurz zu machen - nicht das Mittagsgüpfi, sondern die Stäfeliflue, immerhin auch fast 2000 Meter hoch. Der Gipfelhang hatte es in sich. Ich kämpfte gegen ca. 50-60cm unverfestigten Neuschnee... rutschte immer wieder...
Auf dem Gipfel wechselte ich die Kleider, schrieb mich im Gipfelbuch ein und genoss die Ruhe bis... bis ich ein Keuchen und Stampfen vernahm, immer näher kommend... und da war er auch schon...: JONAS!
Weit und breit hatte ich heute während meiner Tour keine Menschenseele angetroffen, ausser die Skitourengänger auf Märenschlag und da kommt doch tatsächlich Jonas, - der Solobesteiger des Matterhorns und zahlreicher anderer Viertausender, ein alter Bekannter. Und Jonas trägt nicht etwa Schneeschuhe, auch keine Skis, - sondern einfach bloss Wanderschuhe. Er sei bei jedem Schritt praktisch hüfttief - Jonas ist ca. 1.85m gross - versunken, erzählt er. Ich biete ihm von meinem Tee an, denn er hat nichts dabei...
Um ca. 14.15Uhr machen wir uns auf den Rückweg: Er Richtung Gfellen, ich Richtung Alpnach.
Der Abstieg verläuft gut und ohne Probleme. Um ca. 17.00Uhr bin ich zurück bei meinem Auto.
 


Tourengänger: surfy

Galerie


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