Puschlav - Schneeschuhparadies mit Saoseo-Hütte


Publiziert von Seeger Pro , 18. Februar 2016 um 21:51.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Val Poschiavo
Tour Datum:16 Februar 2016
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 3 Tage 15:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:23.5km: 1. Tag: Sfazu – Rifugio Saoseo. 2. Tag: Rifugio Saoseo – Plan di Giardin – Campisciol – Plan da Genzana – gleicher Weg zurück zum Rifugio. 3. Tag: Rifugio Saoseo – Camp 2064m – Plan da Val Mera – gleicher Weg zurück zum Rifugio Saoseo – Abstieg nach Sfazu
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Sfazu, Auto: Chur-Pontresina-Berninapass bis Sfazu. Wenige Parkplätze.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito
Unterkunftmöglichkeiten:Restaurant in Sfazu. Rifugio Saoseo. Familie Heis. Sehr zu empfehlen. www.saoseo.ch
Kartennummer:swisstopo

Die Hinreise mit der Rhätischen Bahn ist ein Erlebnis. Per Lautsprecher wird in drei Sprachen erklärt, dass der Abschnitt von Thusis bis Poschiavo ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde. Doch der absolute Höhepunkt ist die Gastfreundschaft der Familie Heis in der Saoseo-Hütte. Wenn dann der Schnee und das Wetter noch mitspielen, wird der Besuch des Val da Camp ein unvergessliches Erlebnis.
1.Tag:
Da im Winter keine Postautos fahren, führt uns der Rufbus (CasaCar Val Poschiavo 0800 125 125) von Poschiavo nach  Sfazu. Dort schnallen wir unsere Schneeschuhe an und steigen teils auf der gewalzter Strasse (Transporter-Weg des Rifugio), teils auf getrailten Pfaden zum Rifugio Saoseo. Herzlicher Empfang. Ausser uns ist eine sympathische Tourengruppe des DAV mit dem bekannten Bergführer Paul Nigg aus Pontresina einquartiert. Nach dem leckeren Nachtessen und eins, zwei Gläschen feinem Veltliner geht’s frühzeitig zu Bett. Ob der morgige Tag wohl nicht so grau ist wie der heutige?
2. Tag:
Ein erster Blick aus dem Fenster und Freude herrscht! Ein stahlblauer Himmel und kalt. Die besten Voraussetzungen für einen schönen Schneeschuhtag. Nach dem super Morgenessen mit Alpkäse und Müesli steigen wir vom Rifugio Saoseo (bei der Hütte rechts herum) im Wald in die Höhe. Der gute Trail folgt einem Paralleltälchen links des bekannten Saoseo-Sees. Noch ein kleiner Anstieg und wir erreichen die Ebene des Plan di Giardin , welche sich in den Violasee hinunter erstreckt. Der See ist total mit Eis und Schnee bedeckt und man kann ihn nur erahnen.
Bis hierher ist der Trail einigermassen angenehm, wenn auch dann und wann ein moderates Einsinken angezeigt ist. Vom hübschen Hüttchen von Plan di Giardin folgen wir Skispuren nach links hoch. Nun ist einerseits wegen den starken Verwehungen und andrerseits der brüchigen Tragschnee-Schicht das Fortkommen ziemlich mühsam. Immerhin macht das Wetter mit und die Sonne begleitet uns Tapferen. So stapfen wir uns hoch nach Campisciol. In einem grossen Rechtsbogen erreichen wir die Plan da Genzana. Immer mühsamer ist das Fortkommen und so entschliessen wir uns, nachdem wir einen Augenschein des Weiterweges genommen haben, für den gleichen Weg zurück zum Rifugio.Durch die Erwärmung sinke ich noch stärker ein. Doch beim Abstieg macht dies ja weniger aus. Nun lassen wir uns wieder verwöhnen und erholen uns von den Strapazen der Tour.
3. Tag:
Wieder begrüsst uns ein schöner Tag. Nach dem reichhaltigen Morgenessen starten wir mit dem Ziel „Val Mera“, einem Seitental des Val da Camp. Vom Rifugio Saoseo nun über die Brücke zum gewalzten Weg. Nach rechts entlang diesem erreichen wir die Ebene von Camp 2064m mit einer kleinen Abkürzung. Skispuren von besserer Qualität ermöglichen ein leichteres Vorwärtskommen mit den Schneeschuhen wie gestern. Wir folgen dem Wanderweg (wenige Markierungen sichtbar), überqueren den Bach über eine halsbrecherische Brücke und queren die Ebene, um auf der rechten Seite (Laufrichtung) des Bachgrabens im Tälchen aufzusteigen.
Nun öffnet sich der nächste Talboden der Plan da Val Mera. Wunderschöne, märchenhafte Rundsicht in den oberen Kessel des Val Mera und talauswärts auf die Bergkette auf der andern Seite des Val da Camp. Da wir heute noch heimreisen wollen, geben wir uns mit dem Resultat zufrieden und kehren zum Rifugio Saoseo zurück. Zum Mittagessen gibt’s eine feine Minestrone mit Würstchen. Herzlicher Abschied und los geht der Abstieg nach Sfazu. Rechtzeitig erreichen wir den Rufbus um 14 00 Uhr, um 14 22 Uhr fährt die Rhätische Bahn.

Einmalige und wenig begangene Schneeschuhwanderungen in einem eindrücklichen Gebirgs-Tal.
Dank des Rifugio Saoseo ein doppeltes Erlebnis.

Tourengänger: Seeger


Galerie


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