Hocheisspitze 2523 m - Normalweg


Publiziert von loudstone , 4. Dezember 2015 um 23:21.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Berchtesgadener Alpen
Tour Datum:26 Juli 2015
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   D 
Zeitbedarf: 10:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bad Reichenhall - Schwarzbachwacht - Hintersee Parkplatz Klausbachtal an der Nationalparkgrenze - Weiterfahrt mit dem Almerlebnisbus bis Hirschbichlpass. Ab dort weiter zu Fuß.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Almerlebnisbus - wer will gehts auch zu Fuß - es zieht sich jedoch am Ende.
Unterkunftmöglichkeiten:keine
Kartennummer:AV-Karte BY 21

Die schlappste Möglichkeit der Hocheisspitze zu Leibe zu rücken bietet die Auffahrt
mit dem Almerlebnisbus bis zum Gasthof Hirschbichl.
Eine abwärts führende und markierte Querung bis kurz vor die Bindalm stellt quasi
die Einlaufphase der Tour dar. Man verfolgt den rechts steil aufwärts leitenden Weg
Richtung Mittereisalm/Kammerlinghorn. Dieser Weg zieht ohne an Steilheit wesentlich
nachzulassen auf den Almboden der Mittereisalm.
Die Alm ist noch nicht ganz erreicht, da geht halblinks ein markanter aber unmarkierter Weg in den Wald.
Man verfolgt diesen Weg in angenehmer Steigung bis zur Hocheisalm. 
Auf der Bergseite der Hütte verfolgt man den Weg zum Waldrand. Nun aufgepasst! 
Wer nämlich jetzt schläft und geradeaus läuft der kommt auf dem Vorderberghorn raus.
Man biegt also beim Waldrand die Pfadspur nach rechts ab (Alles keine 20 m hinter der Hütte!) 
Diese Pfadspur führt schön durch großartige Landschaft bis ins Hintereis.
Bis hierher ist das eine der schönsten Wanderungen in der Hochkaltergruppe.

Die Charakteristik der Tour kippt nun.

Nachdem man den grasigen Teil des Hintereises hinter sich gelassen hat folgt der alpine
und geröllige Teil der Tour.  Zuerst hält der Geröllpfad noch zusammen.
Dann wird´s steiler und artet in einen typischen Geröllschinder aus.
Dort wo das Geröll in eine Rinne auf der linken Seite einer riesigen Felszunge
zusammengedrängt wird, bietet eben diese Felszunge die Möglichkeit dem Geröll
zumindest vorerst zu entgehen.
Man verfolgt die Felszunge von links unten nach rechts oben. Ab da gibt´s kein Tricksen mehr.
Das Geröll hat einen wieder - Spuren gibt es viele.
Man hält auf die Scharte rechts vom Hocheisgipfel zu.
Kurz vor der Scharte gewinnt das "feste" Material wieder die Oberhand. 
Die  Pfadspuren leiten in die Scharte. Der Grat links führt in einfacher aber etwas heikler
Kletterei zum Gipfel der Hocheisspitze mit Ihrem interessanten Kreuz.
Die Aussicht ist bei guter Sicht gewaltig. Man ist noch in Deutschland aber quasi
gegenüber den Hohen Tauern mit dem Großglockner und dem Wiesbachhorn. 
Den Abstieg würde ich gleich wie den Aufstieg machen.
Die Felszunge kann man nun auch links liegen lassen und die Rinne runter rutschen
bis man wieder Festes und den Schuhen hat . Die schönen Wiesenwege kann man in der Sonne doppelt genießen. Die kulinarische Versorgung auf der Bindalm rundet die Tour ab.
Unterhalb der Bindalm ist die Haltestelle für den Almerlebnisbus.
Eine halbe Stunde später (ohne Wartezeit gerechnet) kann man seinen fahrbaren
Untersatz ansteuern und das Gebirge wieder verstänkern.

Anforderungen: 10 Stunden sollte man schon einkalkulieren vom gebührenplflichtigen
Parkplatz Klausbachtal am Nationalparkeingang. Einen Einser sollte man auch locker
bewältigen können und bei zweifelhaftem Wetter würde ich das nur
Gebietskennern nicht ausreden wollen. - Stöcke nicht vergessen!

 
 

Tourengänger: loudstone

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Kommentare (4)


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Erdinger hat gesagt: Schöner Bericht und willkommen!
Gesendet am 5. Dezember 2015 um 08:35
Servus,
schöner Bericht! Eine Gegend, in der ich leider viel zu selten unterwegs bin.

LG - Alex

Erdinger hat gesagt: Wegpunkt
Gesendet am 5. Dezember 2015 um 08:36
Ach genau,
setz doch noch den Wegpunkt für die Hocheisspitze. Sonst findet man die Tour nicht.

loudstone hat gesagt: RE:Wegpunkt
Gesendet am 5. Dezember 2015 um 20:42
Ich hoffe daß es nun stimmt.
LG Udo

Erdinger hat gesagt: RE:Wegpunkt
Gesendet am 5. Dezember 2015 um 21:04
Top! So findet man den Bericht! Wäre ja sonst schade drum. Lg


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