Fellihorn (2125m)


Publiziert von أجنبي , 7. November 2015 um 00:26.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 6 November 2015
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Aufstieg: 1420 m
Abstieg: 1420 m
Strecke:Gurtnellen Güetli (P. 711) – P. 786 – Unter Felliberg – P. 1138 – P. 1318 – P. 1362 – Treschhütte – Fellihorn – retour auf gleicher Route
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV bis Gurtnellen, Fellital
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV ab Gurtnellen, Fellital
Kartennummer:LK 1:25.000: 1212 Amsteg

Spätestens seit Felix' *Bericht vor zwei Jahren steht das Fellihorn auf meiner virtuellen Pendenzenliste. Und zwar auf jener für den Spätherbst. Aufgrund seiner verhältnismässig niedrigen Höhe und dem Ostaufstieg ist das Fellihorn zur Herbsttour prädestiniert. Nun fand sich endlich ein geeigneter Tag dafür.

 

Für einmal war ich alleine unterwegs. Aufgrund einer Erkältung und dreimaliger Fussgelenk-Überdehnerei hielt sich die Länge meiner letzten Touren meist in Grenzen. Viel mehr als 1000hm habe ich schon länger nicht mehr machen können. Deshalb sah ich die Tour aufs Fellihorn auch als Konditionstest und hoffte, deutlich weniger lang als die am Ausgangspunkt in Gurtnellen Güetli angegebenen 4h 30min auf den Gipfel zu haben.

 

Die Route führt zunächst entlang eines Waldsträsschens und verschwindet kurz nach dem Start in einem ziemlich dunklen Tunnel. Erst auf knapp 1000m führt der Wanderweg weg vom Strässchen (markiert als „Abkürzung Treschhütte“). Viel falsch machen kann man bis zur Treschhütte nicht. Nach knapp eineinhalb Stunden traf ich dort ein. Die Wanderwegtafel veranschlagte weitere 2h 15min bis zum Gipfel.

 

Der Abzweiger rund 50 Meter hinter der Hütte ist nicht zu verfehlen. Ging es bis dorthin relativ gemütlich zu und her, wurde es nun steil – und zwar so richtig. Auf etwa 1750 Meter sind sogar ein paar Drahtseile montiert, die bei nassen Verhältnissen durchaus hilfreich sein können. Der Weg ist auch dort nicht schwierig, aber sehr steil. Aufgrund der vielen Wurzeln würde ich die Route bei Nässe eher nicht begehen.

 

Auf rund 2000m wendet sich der Weg nach Süden und quert unter dem Gipfel zur Wildhüterhütte. Von dieser wechselte ich – wie im SAC-Alpinwanderführer „Gotthard“ beschrieben – auf die Westseite des Vorgipfels und traf auf ein weiteres Gebäude und viel Baumaterial. Auf einem unmarkierten Weg erreichte ich den Vorgipfel und deponierte meinen Rucksack. Wie ich bemerkte, hätte man problemlos auch direkt von der Wildhüterhütte auf den Vorgipfel aufsteigen können. Von diesem folgte ich einem Pfad in Richtung Gipfel. Diesen erkletterte ich auf einer relativ direkten Route. Es sind diverse Varianten möglich, auf allen muss jedoch kräftig zugepackt werden.

 

Nach insgesamt 2h 20min erreichte ich mutterseelenallein das Gipfelkreuz und stellte zufrieden fest, dass es um meine Kondition noch bestens steht. Vom Kreuz stieg ich zum markanten, grossen Steinmann ab und querte unter dem Gipfel zurück zum Vorgipfel. Im T-Shirt und kurzen Hosen genoss ich mein Zmittag und beschloss, die Rast deutlich zu verlängern. Es war ein Traumtag, der es verdiente, so richtig genossen zu werden. So blieb ich also mindestens eineinhalb Stunden dort oben, bevor ich wieder zur Treschhütte und nach Gurtnellen abstieg. Für den Abstieg hatte ich zwei Stunden eingerechnet. Den Bus nach Erstfeld erreichte ich auf die Minute genau. Auf der ganzen Tour habe ich keinen einzigen Menschen gesehen.


Tourengänger: أجنبي


Galerie


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