Hochiss und Dalfazer Kamm


Publiziert von steinziege , 3. November 2015 um 23:14.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Rofangebirge und Brandenberger Alpen
Tour Datum: 3 November 2015
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   A-T 
Aufstieg: 865 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplatz Rofanbahn-Talstation
Kartennummer:AV 6 Rofan, AV 5/3 Karwendelgebirge Ost

Eine Woche frei und herrlichstes Spätherbstwetter, aufgrund Hüttenruhe schönste Tourenzeit in den kleineren Bergen - das musste genutzt werden, also 4 Tage Achensee, da fährt man nicht gar so lang. Und heute stand ein Wiedersehen mit dn Dalfazer Wänden auf der Tagesordnung.

Eine ausführliche Beschreibung von 2013 hat Tef eingestellt, ich fass mich also eher kurz.

Erstmal am Gschöllkopf mit seinen blödsinnigen Aufbauten (links liegen lassen) vorbei, dann unterm Spieljoch gequert (Klettersteig rechts liegen lassen), schräg die Südflanke der Hochiss hoch, am Klettersteig vorbei (die haben vor einigen Jahren das halbe Westrofan mit Klettersteigen zugenagelt) und dann den Westrücken rauf zum heute nur moderat bevölkerten (Spätherbst, Montag, Hüttenruhe) Gipfel.
Das letzte Stück retour, ostwärts, noch den Grasrücken des Streichkopfs mitgenommen und runter (versicherte Rinne, bei Nässe sehr unangenehm - heute war es trocken)  zum Streichkopfgatterl.

Hier beginnt der Spaß.
Ein Schild weist südwärts zum Dalfazer Kamm, und wer will (ich wollte), bewegt sich die meiste Zeit auf schmalem, meist markiertem Pfad oben auf demselben (man kann die Gipfel meist auch umgehen). Ein namenloser Grasbuckel musss noch mit, bevor es auf den Höchsten geht, das Dalfazer Joch. Das rückt schon die Steinrigen Manndln ins Blickfeld, die in der Tat nicht sonderlich stabil wirken, wie echtes Achenseegebrösel halt. Ich habe zunächst das Manndl mit Gipfelkreuz umrundet und bin gemütlich auf das dahinter gekraxelt. Auf dem Rückweg zum Pfad hat mich der rote Kamin (II, milde bewertet) aufs erstere doch gejuckt - der Aufstieg hat sich durchaus gelohnt, und es war gar nicht so bröselig.
Ein Kletterversuch auf den nächsten Hügel scheiterte daran, dass alle Tritte und Griffe im eigentlich gutgestuften Felssattel abschüssig waren, das war mir in der Senkrechten zu heikel. Schade, es ging um höchstens 2 Meter. Also von Süden über die Grasflanke hoch.

Danach kommt die versicherte und weit sichtbar markierte Kraxelei auf die Gelbe Wand (Dalfazer Roßkopf), von der man gemütlich über Gras und durch Krummholz auf die Rotspitz schlendert. Beim Abstieg habe ich den Linksabzweig ins Gschöllkar nicht gesehen - entweder zugewachsen oder Tomaten auf den Augen. Dabei bin ich den schon einmal gegangen - aber nicht allein (wie heute), und wo man hinterhergetrottet ist, das bleibt leider nicht so gut im Gedächtnis haften. Also untenrum.

Von allen Gipfeln herrlichste Fernsicht auf dn Alpenhauptkamm (Glockner, Venediger, Olperer et tutti quanti), ins Karwendel und ins Alpenvorland. Fantastisch. Außer mir insgesamt 8 Leute hier unterwegs.

Tourengänger: steinziege


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