Kronberg - Hoch Petersalp - Spitzli - über dem Nebelmeer


Publiziert von alpstein Pro , 31. Oktober 2015 um 18:55.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:31 Oktober 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AI   Alpstein   CH-AR 
Aufstieg: 470 m
Abstieg: 1260 m
Strecke:11,1 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über Herisau - Waldstatt - Jakobsbad
Kartennummer:map.geo.admin.ch

Raus aus dem Nebel war heute die Devise. Wenn die Verfassung auch noch nicht für eine richtige Tour ausreichte, konnte eine moderate Bewegegungstherapie nicht schaden. Diese habe ich heute ausnahmsweise mal oben auf dem Kronberg (1663 m) begonnen und bin in einigem Auf und Ab nach Jakobsbad (869 m) zurückgewandert.

Ein lauwarmer Südwind hat mich beim Verlassen der Bergstation empfangen. Ein riesiges Nebelmeer legte sich von Norden an die Alpen und kroch weit in die Täler hinein. Aus der Tristesse des Nebels in das Sonnenlicht zu treten, ist an so einem Tag schon mal die halbe Miete. Eile beschlich mich nicht, nach den paar Metern auf den Gipfel, gab es erst mal eine Kaffeepause auf der Terrasse an der Bergstation, wo sich ein paar wenige Sonnenhungerige tummelten.

Am liebsten wäre ich dort hocken geblieben, aber 11 km Strecke lagen vor mir, die mich auf einer abwechslungsreichen Route zunächst Richtung Hoch Petersalp (1589 m) führte. Verdient hatte ich die Brotzeit dort noch nicht wirklich, aber die Bank an der Hüttenwand lud förmlich zu einer Rast ein, die sich länger hinzog. Während der Pause konnte ich das tolle Panorama bewundern, das bis zu den Gipfeln im Berner Oberland reichte.

Nach einiger Zeit machte ich dann den nächsten Wanderern Platz und machte mich auf den Weg zum Spitzli (1519 m). In das Gipfelbuch eingetragen ging ich auch schon weiter. Die Wanderung wurde nun etwas anspruchsvoller, geht es zur Alp Spitzli (1388 m) und im anschließenden Waldstück doch steil bergab, was auch die Einstufung T3 rechtfertigt. Ein Dank an die Wegbauer, die einige Passagen neu mit Holzstufen ausstatteten, was den Abstieg auf dem laubbedeckten Waldboden doch erleichtert.

Wieder aus dem Wald draussen, kam die Bergwirtschaft Blattendürren (1080 m) ins Blickfeld, die ich beim Gang hart an der Nebelgrenze erreichte. Ein Quöllfrisch gab mir den nötigen Schub, um nochmals 140 Hm nach Herrendürren aufzusteigen. Von dort ging es über den Höhenrücken, bis auf die letzten 10 Minuten nebelfrei, nach Jakobsbad zurück.

Fazit: Was für ein schöner Tag im Appenzellerland. Das tolle Herbstwetter in den Bergen könnte, wenn's nach mir ginge, ruhig bis Ostern anhalten. Hinweis: Die Uhrzeiten der Fotos zeigen noch die Sommerzeit ;-)

Route: Nach Wegpunkten und dem Karteneintrag von chaeppi unter dem folgenden Link


Tourengänger: alpstein


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