Mürren Klettersteig


Publiziert von D!nu , 4. Oktober 2015 um 10:08.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Voralpen
Tour Datum: 3 Oktober 2015
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Klettersteig Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 3:00
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Lengwald-Mürren
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Stechelberg-Lengwald

Eigentlich wäre heute der Tällistock an der Reihe. Als wir dann aber in Meiringen in eine Regenwand fuhren, musste ein Plan B her. Ich las schon öfter vom Mürren Klettersteig. Da das Wetter Richtung Interlaken besser aussah, konnte ich alle beteiligten umstimmen.

In Lengwald parkierten wir unser Auto und nahmen die Seilbahn hinauf nach Mürren. In Mürren schlenderten wir mit uralten, schwachen Erinnerungen durch's Dorf. Beim Tennisplatz des Sportchalets montierten wir unsere Klettersteigausrüstung und marschierten in den Eingangstollen. Mit dabei mein Vater und meine zwei Söhne (9 + 11 Jährig). Beide Jungs klettern aus eigenem Interesse sehr gerne und auch gut (In der Halle bis 6a). Vom Sportchalet geht es gemütlich durch den Wald hinunter zur ca. 600 Meter hohen Felswand. Plötzlich überholt uns ein Base Jumper!

Der Weg nähert sich langsam dem Abgrund. Stetig gesichert am Stahlseil kraxeln wir kleinen Höhlen entlang. Hie und da liegt ein Fixseil im Gras, Richtung Felswand, welche wohl von Basejumpern platziert worden waren. Plötzlich sehen wir die Fix montierte Plattform, von welchem sich die Base Jumper stürzen. Der junge Mann der uns soeben überholt hatte steht nun in Vollmontur auf der Plattform, macht das Kreuzzeichen und stürzt sich anschliessen Kopfüber in die Tiefe. Meinen Jungs stockt der Atem, doch die Neugier ist gross und so gestatte ich Ihnen einen kurzen Blick, gesichert von der Plattform die Felswand hinunter. Mit grossen Augen geht's dann auch weiter, der Klettersteig führt mitten auf die senkrechte, cirka 600 Meter Hohe Felswand hinaus. Unter unseren Füssen ist viel Luft. Mit meinem Erstaunen meistern alle die kurze Passage von wenigen Dutzend Eisenbügeln mit Bravour.

Der Klettersteig geht nun mehr in ein Wanderweg über. Vorbildlich lassen wir die Klinken am Stahlseil, auch wenn der Weg sicher ist und bewegen uns dem Klettersteig entlang talwärts. Eine spezielle Richtung, ich hätte den Klettersteig in Umgekehrter Richtung freigegeben, mit Möglichkeiten zum Ausstieg, da der Klettersteig mehrere Charakteren hat und sicher bei der einen oder dem anderen Klettersteig-Begeher zum Verhängnis wird, obwohl - oder vielleicht auch - weil er "nur" als K3 deklariert ist (Was für den grössten Teil sicher zutrifft). 

Der Klettersteig wartet nun mit mehreren Seilbrücken auf. Diese führen jeweils über verschiedene Bäche welche mit wunderschönen Wasserfällen geschmückt sind. Die grosse Felswand bleibt fern, bis wir zur Nepalbrücke gelangen. Die Brücke hat im Gegensatz zu den anderen Brücken einen breiten Boden, ist aber wie in Klettersteigführern erwähnt, ziemlich wackelig. Die Brücke spannt sich über eine tiefe Schlucht. Kurz nach der Nepalbrücke gelangt man zur Seilbahnstation.

Auf den Photos sieht man bei einem meiner Söhne ein gelbes Seil. Dieses hat mehrere Funktionen: Da er als vorderster laufen möchte sieht man vielfach nur noch die Schuhsohlen in der Ferne. Mit dem Seil gebe ich eine maximale Distanz vor. Zusätzlich kann ich die Person ans kurze Seil nehmen was in einem höheren "Sicherheitsgefühl" resultiert. Das Seil ersetzt KEIN Klettersteigset, es ergänzt dieses lediglich.

Tourengänger: D!nu


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