Auf dem Glacier de Corbassière - und nicht auf dem Petit Combin und dem Tournelon Blanc


Publiziert von monte_rosa , 3. Oktober 2015 um 01:00.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Unterwallis
Tour Datum:16 August 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 3 Tage

Flexibilität war gefordert! Geplant hatten wir zwei Touren auf Fluchtkogel und Hochvernagtspitze, aber der Wetterbericht hatte uns davon überzeugt, dass dies nicht der richtige Zeitpunkt für die Ötztaler Alpen war. Wir haben daher kurzerhand das Unterwallis angesteuert und sind von Fionnay (1491 m) im Val de Bagnes zur Cabane de Panossière (2641 m) aufgestiegen, mit dem Ziel, am zweiten Tag den Petit Combin (3663 m) und am Tag darauf den Tournelon Blanc (3700 m) zu erklimmen.

Wir sind am Morgen zeitig von der Hütte aufgebrochen, hatten dann aber doch einige Schwierigkeiten, den Zugang zum Gletscher zu finden. Der Glacier de Corbassière lag tief unter uns, und am Ende war es die Direttissima durch grauen Schlamm, die uns mehr schlecht als recht hinunter aufs Eis gebracht hat.

Der Gletscher überraschte uns dann mit deutlich mehr Spalten als erwartet, die auch alles andere als parallel zueinander verliefen. Das war nach der Wegsuche zum Gletscher dann der zweite Faktor, der uns einiges an Zeit kostete. Bald waren wir uns einig, dass wir unser Ziel, den Petit Combin, nicht erreichen werden, jedenfalls nicht in einem vernünftigem Zeitrahmen, der eine frühzeitige Rückkehr zur Hütte möglich gemacht hätte, und so war es eine Felskuppe im oberen Teil des Glacier de Corbassière, am Fuß des Combin de Boveire, wo wir nach wunderbarer Rast den Rückweg angetreten haben.

Während wir anfangs durchweg den Grand Combin vor Augen hatten, war auf dem Rückweg dann stets der Tournelon Blanc im Blick, und wir hatten uns eingehend mit der Überlegung befasst, was wohl am nächsten Morgen der beste Aufstiegsweg über die mächtige Flanke sei. Als tückisch erschien uns letzten Endes nicht der Weg als solcher, sondern die Lufttemperatur: es war viel zu warm und damit der Schnee viel zu weich, als dass auf der nicht gerade flachen Eisflanke - angegeben ist sie mit 30 Grad - ein zügiges Vorankommen denkbar gewesen wäre. Wir haben beschlossen, auch dies ein andermal zu versuchen, und sind am nächsten Morgen von der Cabane de Panossière über den Col des Otanes nach Mauvoisin abgestiegen.

Übrigens: Wir haben uns erlaubt, der Felskuppe unterhalb Combin de Boveire, von der aus wir kehrt gemacht haben, einen Namen zu geben. Da in dieser Gegend nahezu alle Berge "Combin" heißen, fanden wir "Combin Heidelberg" für diesen Felsen ganz passend, im Andenken an uns, seine Besteiger.   haben wir , von der aus wir , von , von,

Tourengänger: monte_rosa


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