Polizisten gegen Wildcamper am Matterhorn


Publiziert von roger_h, 2. Juli 2014 um 10:04. Diese Seite wurde 2068 mal angezeigt.




Kommentare (13)


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83_Stefan hat gesagt:
Gesendet am 2. Juli 2014 um 10:44
Klar, man will sich ja das lukrative Geschäft mit der organisierten Zeltstadt nicht verderben lassen. Darüber dann noch das Deckmäntelchen des Umweltschutzes ausgebreitet und fertig ist die maßgeschneiderte Lösung. Traurig, wie sehr die Geldgeilheit in unserer Gesellschaft Einzug gehalten hat. Überall ist es dasselbe...

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Juli 2014 um 12:04
Eine Katasrophe! Ich frage mich ob es überhaupt gesetzlich verboten ist dort zu camperen. Vielleicht kennst ich ja jemand in den lokalen Gesetzten aus?

roger_h Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Juli 2014 um 12:16
Ich habe mal auf Twitter nachgefragt:




und das ist die Antwort (also eigentlich ist es keine...):



83_Stefan hat gesagt: RE:
Gesendet am 2. Juli 2014 um 12:24
Zermatt-Tourismus sollte sich vielleicht mal überlegen, eine Matterhorn-Luft-Steuer einzuführen. Ohne Geld keine Atemluft mehr... Solche Abzock-Regeln sorgen für schlechtes Image, hoffentlich bekommt man dort irgendwann mal die Quittung dafür! Dass man aus allem Geld machen muss ist schon schlimm genug, aber dass man denjenigen, die nicht bereit oder in der Lage sind, groß zu investieren, jegliche Möglichkeit nehmen will, ärgert mich richtig!!! Diesen Trend beobachte ich immer öfter, traurige Gesellschaft. Money makes the world go round...

bulbiferum Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Juli 2014 um 14:24
Ich habe schon Verständnis dafür, wenn bei einem Hotspot wie bei der Hörnlihütte das wilde Campieren verboten wird. Es geht hier ja nicht um einzelne Bergsteiger. Das wäre ja auch kein Problem.
Ich mag mir aber gar nicht vorstellen wie das dort nach der Saison aussehen würde, wenn jedes Wochenende z.B. 50 Leute campieren sollten. Jeder einigermassen von Blicken geschützter Platz wäre verschissen. Verrotten tut das auf dieser Höhe ja nicht so schnell. Und soll mir keiner erzählen, dass alle ihren Abfall mitnehmen, wenn niemand hinschaut. So naiv wird heute wohl auch niemand mehr sein.
Ich bin alles andere als ein Freund der Zermatter, aber ich habe für das Verbot Verständnis. Der Vorwurf der Abzocke ist hier fehl am Platz.

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Juli 2014 um 14:47
Und doch ist's Abzocke: An Stelle dass man die teuren Aluschachteln brauchen muss, hätte man die Alternative anbieten können, dort das Zelt gegen eine Gebühr (für z.B. 10.-/Tag) aufstellen zu dürfen.

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Juli 2014 um 14:45
Ein Verbot ist, so viel ich mich informiert habe, gar nicht Rechtens!

Man ese: Die allgemeinen Nutzungsrechte bestimmter Länder haben ihren Ursprung in den mittelalterlichen Rechten aller Bürger eines bestimmten Gebietes an gemeinschaftlichem Eigentum wie Allmenden oder herrenlosem Land (z. B. im Hochgebirge, öffentliche Gewässer etc.). Die Regelungen befinden sich in erster Linie im Schweizerischen Zivilgesetzbuch (ZGB). Einzelne Kantone regeln die Zutritts- und Nutzungsrechte von Personen ohne spezielle Nutzungsrechte noch detaillierter.[4][5][6]

Nach ZGB gilt, dass Wald und Weide für jedermann zugänglich sind, soweit dadurch keine übermäßige Nutzung verbunden ist. Außer in speziellen Fällen, wie z. B. zum Schutze von Jungwald oder Biotopen, darf auch Privatwald nicht eingezäunt werden, um den Zutritt fremder Personen zu verhindern. Besonders nutzungsintensive Aktivitäten mit möglichem Schadenpotenzial am Eigentum (z. B. Veranstaltungen im Wald, Zufahrt mit Wagen oder Motorfahrzeugen) können aber von Bewilligungen abhängig gemacht werden. Analoge Regelungen gelten auch für nicht nutzbares Land wie öffentliche Gewässer, Fels, Schnee und Eis - unabhängig davon, ob dieses tatsächlich herrenlos ist (d. h. der Hoheit der Kantone untersteht, so dass kein neues Privateigentum begründet werden kann) oder sich das unfruchtbare Land in Ausnahmefällen in Privateigentum befindet.

Auch kann zum Schutze der Kultur durch den betreffenden Kanton eine Begrenzung der Ausübung des Jedermannsrechtes erlassen werden (z. B. zum Pflücken von Pilzen, Sammeln von Beeren und Holz im Wald).

Und für alle die biwakieren wollen: Einfach höher als die Hörnlihütte aufsteigen, dort kommt garantiert keiner mehr mit dem Bussenzettel vorbei.

Vonti* hat gesagt: 80-140 Matterhornbergsteiger / Tg.
Gesendet am 2. Juli 2014 um 14:57
Die Hörnli-Hütte zählt(e) 170 Plätze und in einem guten Sommer werden während den drei Monaten bis zu 4000 Leute beherbergt. Bei schönem Wetter besteigen täglich zwischen 80 und 140 Bergsteiger das Matterhorn.
Angenommen die Mehrheit würde wild Campieren und alle u.a. ihr "Geschäft" verrichten... Nein, ich möchte es mir lieber nicht vorstellen! Wild Campieren ist zu kurz gedacht.

kopfsalat Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Juli 2014 um 21:15
ist schon abzocke. denn es gäbe genügend beispiele, wie man campieren rund um die hütte in den griff bekommen kann, ohne dass es gleich in chaos ausartet. man müsste dazu nur den blick über die (landes)grenzen wagen. aber wir schweizer, die walliser und dann erst noch die zermatter wissen ja sowieso immer alles besser. wir haben die alpen (und das matterhorn) ja schliesslich erbaut!

sudorock hat gesagt:
Gesendet am 10. Juli 2014 um 09:07
Auch ich habe folgende Antwort erhalten:

Guten Tag Herr sudorock

Richtig, dass campieren/biwakieren bei der Hörnlihütte ist strikte
verboten. Dies war es eigentlich schon immer, jedoch wurde es bis anhin
geduldet. Ab sofort wird das gesetzliche Verbot konsequent umgesetzt.

Profitieren Sie doch dieses Jahr vom einmaligen Erlebnis im temporären
Base Camp Matterhorn unterhalb der Hörnlihütte:
http://www.hoernlihuette.ch/home.html

Besten Dank und freundlicher Gruss
Roman Haller

---

Matterhorn Group
Hotels & Gaststätten der Burgergemeinde Zermatt
Bahnhofstrasse 53
Postfach 399
CH-3920 Zermatt

Tel.: +41 27 966 67 60
Fax: +41 27 966 67 69
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kopfsalat Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 10. Juli 2014 um 09:55
vielleicht sollte mal jemand eine kopie des entsprechenden erlasses/verbots anfordern, dann könnte man ihn allenfalls anfechten.

sudorock hat gesagt:
Gesendet am 10. Juli 2014 um 10:15
und hier noch das Gleiche vom Alpincenter...

Guten Tag Herr sudorock,

ja, das gilt auch für das
Bivakieren und Campieren neben
der Hörnlhütte.

Liebe Grüsse aus Zermatt

Angelina Schwery



Zermatt Alpin Center
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Postfach 403
CH-3920 Zermatt

Tel. ++ 41 27 966 24 60
Fax ++ 41 27 966 24 69
alpincenter@zermatt.ch
http://www.alpincenter-zermatt
.ch/willkommen.html


jimmy Pro hat gesagt: was soll's
Gesendet am 14. Juli 2014 um 23:02
Das Mattertal mit seinem ewigen Heli-Geknatter ist mir eh seit einigen Jahren verleidet. Bergerlebnisse und campieren über der Waldgrenze mit garantierter Einsamkeit gibt es noch genügend anderswo.
Die Zermatter sollen die Gäste haben, die sie und an denen sie verdienen!


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