Glarner Führer 11. Auflage


Publiziert von justus, 27. Juli 2013 um 16:21. Diese Seite wurde 2107 mal angezeigt.

Schon in einigen Beiträgen hier auf hikr.org gab es einige Bemerkungen zum neuen Alpinführer (1, 2, 3). Um die Diskussion zu sammeln dachte ich wäre es besser in einer Community zu diskutieren, wo man auch die Möglichkeit hat sich die Kommentare per Mail schicken zu lassen. Zum Start eine kurze Kritik/Review. (ja ich weiss, ist etwas lang geraten...)

Um nicht total Off-Topic zu sein und einen besseren Grund für einen Eintrag in dieser Community zu haben (wo sonst würde es passen?), hier die neuen Beispieltouren für T6 aus dem Führer: Knobelroute am Vorder Glärnisch (http://www.hikr.org/tour/post53212.html) und Jägerweg (http://www.glclimbs.ch/Korrekturen.htm) auf den Vorab.

Der Führer für das Glarnerland ist in der 11. Auflage erschienen und heisst jetzt "Alpine Touren Glarner Alpen". Der Nachfolger der vergriffenen 10. Auflage von P. Straub wurde von den drei glarner Bergführern Hansueli Rhyner, Ruedi Jenny und Sämi Leuzinger erstellt.

Die Clubführer für das Glarnerland haben einiges an Geschichte. So war die erste Auflage von 1902 der erste SAC-Führer in der Schweiz. Die ersten sieben Auflagen versammelten viele neue Routen und erst in der achten Auflage gab es ein erstes Grossreinemachen, was etwas zu radikal ausfiel. Die zehnte baute wiederum auf der siebten Auflage auf.

Die wesentliche Neuerung in der 11. Auflage ist die Beschränkung auf Alpine Touren. Ausserdem hat es über hundert neuer aktueller Schwarzweissphotos, in die viele der beschriebenen Routen eingezeichnet sind (dies ist für mich die beste Neuerung). Auch gibt es neu eine grössere Anzahl Farbphotos.

Am Anfang von jedem Gebiet werden bis zu drei Highlights der Autoren aufgeführt. So unter anderem für die Glärnischgruppe die Knobelroute am Vorder Glärnisch oder für die Oberseegruppe das Schnüerli am Rauti. Dieser speziellen Auswahl kann ich natürlich nur zustimmen :-). Auf der anderen Seite hätte es solche Highlights nicht wirklich in einem Alpinführer gebraucht.

Nun zur Kritik.

Die erste triviale Kritik ist die erneute Renummerierung der Routen. Das macht jeden älteren Bericht, der auf die 10. Auflage verweisst für einen Besitzer der 11. relativ wertlos.

Der weitaus grössere Kritikpunkt ist aber folgender. Bisher versammelte der Führer jeden noch so unbedeutenden Berg und beschrieb die üblichen und auch unüblichen Routen. So konnte man ihn auch gut für die Planung einfacher Wanderungen nutzen, oder alte Wege neu entdecken. Durch die Beschränkung auf alpine Touren sind z.B. die Möglichkeiten in den Gebieten Obersee und Kärpf stark geschrumpft. In der Region Obersee sind unter anderm Hirzli Planggenstock und Fridlispitz Riseten oder Bärensolspitz und viele mehr gestrichen worden. Planung direkt nach der Karte ist ja schön, aber ein Führer mit relativ konsistenter Schwierigkeitsbewertung ist schon etwas wert.

Glücklicherweise wurden bei den alpinen Routen die ungebräuchlichen nicht so stark aussortiert. Zwar wurde auch in den ersten sieben Ausgaben manchmal etwas fallen gelassen, aber wesentlich selektiver. So zum Beispiel die beiden Vorsprünge Wiggisegg und Darliegg oder ähnliches.

Ich kann verstehen, dass so mehr Platz und Zeit blieb für die alpineren Routen, doch ist es auch schade, dass man nicht mehr zu jedem Hügel auf der Karte einen Beschrieb im Führer findert. Was ich keine Begründung finde ist, dass man so mehr Platz für Farbphotos habe. In der heutigen Zeit wäre eine begleitende Webseite mit noch mehr Photos, die einem die Gegend schmackhaft machen sollen, meiner Meinung nach wesentlich besser gewesen.

Und es gibt einfach keinen Ersatz, wo man die weggefallenen Routen (vollständig) nachlesen könnte. In Buchform bieten die diversen Wanderbücher mit einer kleinen Auswahl an "Highlights" (wie z.B. neu "Wanderland Glarnerland", oder "Gipfelziele Ostschweiz" aus dem SAC-Verlag?) keinen Ersatz.

Und zum letzten Punkt, es scheint mir, dass sich doch einige Fehler eingeschlichen haben. Bisher habe ich nur Formale gefunden (Titel Glärnischgruppe irgendwo mitten in der Spitzmeilengruppe und solch unwichtige Sachen, aber sind doch mehr als gewohnt).

Ich hätte mir von dem neuen Führer vielmehr erhofft, dass er mehr enthällt statt weniger.

Ich könnte mir vorstellen das gerade Nutzer dieser Webseite dies ähnlich sehen. Andere, mehr alpinistisch orientierte Foren, hätten vielleicht eine andere Präferenz.

Bin gespannt auf die Diskussion.



Kommentare (29)


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Pollux hat gesagt: Glarnerführer
Gesendet am 28. Juli 2013 um 15:22
Tschau Justus,

Gerne folge ich Deiner Einladung und versuche mal einige Gedanken einfliessen zu lassen.
Ich muss vorausschicken das ich nicht im Besitz des erwähnten Führers bin. Ich nenne nur die 9. Auflage, die Werner Luchsinger bearbeitet hat, aus dem Jahr 1992 mein eigen.

Die Tatsache, dass Du es unter T6 laufen lässt macht es auch nicht einfacher.

Grundsätzlich: Das Werk wurde anscheinend von drei lokalen Führern überarbeitet, das find ich schon mal im Ansatz wichtig und richtig.
Die Idee mit den drei „Favoriten“ zu Beginn eines Abschnittes – find ich auch gut.
Das die drei Herren nicht mehr ALLES in einem Guss in den Führer packen – ist für mich nachvollziehbar.
Das alles umnummeriert wurde...? Hmmh, kann man ja trotzdem noch nachvollziehen und sich im alten Exemplar was dazu herausholen.

In der mir vorliegenden 9. Ausgabe gabs schon damals – obwohl schon „gekürzt“ - einiges „grenzwertiges“. Dazu muss aber gesagt werden, dass ich erst nach vollbrachten Touren in den Glarner-Alpen mir überhaupt einen zulegte, aus reinem „gwunder“ also.

Bsp: Route 911 s. 250 mit sw Bild auf s. 318 aus dem Val Frisal – auch wenn da steht Val Russein (östliche Talflanke). Na ja, dafür steht da auf s. 319 Bifertenstock von Südosten obwohl es sich dabei wohl um die östliche Talflanke des Val Russein handelt  (grins...)!

Die Route war schon in der zweiten Hälfte der 1980er eher was für die Freunde des allersteilsten Rollsplitts und – gelinde ausgedrückt – „unfallverdächtig“. Bin da mal abgestiegen um via Val Frisal nach Brigels zurückzukehren.

Warum ich ausgerechnet diese Route erwähne? Die ist unter WS da drinn, passt aber in Dein Schema T6.

Sollte sich die Route also immernoch in der aktuellen Auflage finden, wäre es verdächtig... 
Sprich, da wurde noch zuwenig ausgemistet. Sei mal so gut Justus und schau nach ob dem so ist.
Ich persönlich denke sie müsste raus sein.

Freunde exotischer Touren (Selbsanft etc.) kamen und kommen in den Glarnern sicherlich immer auf Ihre Rechnung. Es müssen/sollten aber sicherlich nicht unbedingt Routen die Selbstmord-Charakter aufweisen in einem Führerwerk abgedruckt werden. Jene die trotzdem auf eine Route mit obig genanntem Charakter gehen wollen kriegen Ihre Infos die sie benötigen bestimmt, oder sind sattelfest genug um gänzlich auf Führerliteratur zu verzichten. Meist genügt die LK 1:25000 und solide erlerntes und angewandtes Bergsteigerhandwerk mit einiges an Reserve nach oben.

Salut



justus Pro hat gesagt: RE:Glarnerführer
Gesendet am 29. Juli 2013 um 20:08
Hoi Pollux,

Danke für Deinen Beitrag, ich hatte schon befürchtet die Diskussion würde einseitig. :-)

Ich weiss, dass der Beitrag hier nicht ganz das Thema (T6) trifft, aber ich habe keine Community mit ein paar Mitgliedern gefunden, wo es genau oder besser gepasst hätte.

Bei den Routen und ganzen Bergen, die weggefallen sind, ging es mir mehr um die Routen im T1-T4 Bereich. Das fast alle möglichen Routen beschrieben wurden machte ja einen "Gebietsführer" aus. Soweit ich das verstanden habe, ist die Beschränkung auf alpine Touren auch vom SAC-Verlag vorgegeben und nicht unbedingt eine Idee der Autoren.

Nun zu der von Dir erwähnten Art Routen. Ich hätte es schöner gefunden, wenn bei Routen, wie Du sie erwähnst vieleicht einfach ein Satz gestanden hätte wie "objektiv gefährlich wg Steinschlag" oder "unattraktiv wegen langer rutschiger Halden". Das wären dann hilfreiche Informationen, die man auch aus der Landeskarte nicht direkt herauslesen kann. Klar kann ich in einem alten Führer nachsehen, aber alle Informationen aus einem Guss sind einfach praktisch.

Wieso wäre es Dir lieber, wenn sie garnicht mehr beschrieben würden? Im neuen Führer sind diese aber soweit ich sehen kann nicht zusammengestrichen worden. Es gibt immer noch einige Routen, bei denen "kein Nachweis von Begehungen..." steht. In den älteren Führern steht auch höchstens mal "mit zum Teil ernsthaften Schwierigkeiten", was dann in die Neuzeit übersetzt "ganz üble Route" heisst.

Die 9. (sowie die 4.) Auflage besitze ich leider nicht, aber wenn die Route 911 wie in der 8. Auflage Webers Weg auf den den Biferten ist, dann ist sie immer noch drin (ZS in 8. 10. und 11.). In der Region kenne ich mich leider nicht so gut aus, daher kann ich zu diesem Teil des Führers nicht viel sagen.

ciao
/justus

Pollux hat gesagt: RE:Glarnerführer
Gesendet am 29. Juli 2013 um 22:03
Tschau Justus,

Ich bin ein entschiedener verfechter von Auswahlführern, dies hab ich unteranderen auch hier schon mehrfach betont und durchaus schon die eine oder andere „Schlacht“ geschlagen.
Ob siegreich oder nicht? Ich weiss es nicht.
V.a. sehe ich in Skizzen oder gut gemachten und entsprechend bearbeiteten Fotografien einen sinnvollen Ersatz zu meist noch gängigen Textbeschreibungen, die halt meist missverstanden werden.

Sollten also in der 11. Auflage gute Fotos mit eingezeichneten Routen alte Texte ersetzt haben kann ich nur sagen Daumen hoch.

Ich hab dieses Beispiel an anderer Stelle schon mal erwähnt und benütze es halt wieder da passend – auch wenn nicht aus den Glarnern.

Clubführer Berner Alpen II 7. Auflage von Jörg Müller aus dem Jahre 1982
Schau Dir mal die Skizze von Alfred Oberli (und natürlich auch alle anderen die er je gezeichnet hat...) auf Seite 45 an. Balmhorn und Altels (Gasterenseite). Da brauchst keinen Text dazu, alles ist sonnenklar!
Der z.Z. einzige der sowas heutzutage noch zustande kriegt und dessen Werke käuflich sind ist Daniel Silbernagel  Die Zukunft liegt in Topoführern – nicht in meist nur sprachlich gehaltenen Werken. Worte werden oft fehlinterpretiert, wer Skizzen fehlinterpretiert kann ich nicht sagen, die Gefahr dafür schätz ich aber weitaus geringer ein.

Zurück in die Glarner und somit zum eigentlichen Thema:

Wieso Biferten R. 911 (Ja, es ist Webersweg – mit der kleinen eingezeichneten Variante hinauf in den Sattel zwischen Haupt und Vorgipfel) aus Auflage 9.

ES FOLGT EINE KLEINE GESCHICHTE DIE EINIGE LANGWEILEN KÖNNTE –BITTE HALT EINFACH ÜBERLESEN.

Wir (damals 5 Jungspunte...) wollten im Sommer 1987 ab der Bifertenhütte via Bänderweg auf den Gipfel. Wir hatten die Beschreibung im Kopf und nen heissen Tipp für den Abstieg von nem anderen Kumpel – eben „Webersweg“.
Am Beginn des Bänderweges kamen uns Zweifel über den Wert und Sinn eben dieses Bänderweges.
Also gaben wir dem Ostgrat den Vorzug. Das bot so die eine oder andere Schwierigkeit und erforderte Zeit. Nie aber fühlte sich man an Leib und Leben bedroht.
Der Abstieg jedoch hatte ein ganz anderes Gesicht. Eben steilste, feine Geröllhalde vom feinsten. Ich kann mich noch an zwei etwas festere Zonen erinnern in denen je ein alter Schlaghaken steckte (rostig natürlich...). Am zweiten von denen war dann schluss mit lustig. Die zwei Seile reichten im Doppelstrang nicht um über die unten lauernde Randkluft zu kommen. Ergo blieb nur noch eines: Vier Mann am zusammengeknoteten Einfachstrang ablassen, den letzten fressen die Geier... (kleiner Scherz).
Unten vergruben wir zwei Pickel als T-Anker. Einen für Zug nach oben (für den Fall das Kamerad x in die Kluft stürzt) einen für Zug nach unten für den wahrscheinlicheren Fall das er den Sprung schafft sich aber auf dem Firn nicht selber halten kann. Der gute Mann stieg noch soweit und sogut es ging zu Fuss ab, wurde dann immer schneller (da Gelände immer steiler...) und setzte zuletzt zu nem fullminanten Weitsprung an der an jedem Leichtathletik Wettbewerb von Weltruhm podestwürdig wäre.

Wir kamen allen heil unten in Brigels an – SOMIT ENDE DER GESCHICHTE.

Also: Wenn 5 (fünf...!) Alpinisten die soeben via den Ostgrat auf den Biferten kamen im Abstieg um Leib und Leben fürchten mussten – ist das für mich ein Argument, so ne Route sicherlich nicht mehr in nem Führer zu haben. Ist übrigens tatsächlich als WS drinn (in Ausgabe 9...)! Komischerweise ist der Ostgrat mit S bewertet (was schon hinkommt...)

Mir schein, Du bist auf der Suche, bzw. interessiert an (Alpinen-) Routen die reinen Historischen Wert haben. Na dann schmöckere ruihg in Alpinerliteratur die historisch ist, kriegst in fast jedem Antiquariat.

Da Du aber eher auf Alpines Bergwandern Wert legst, jaja, eben macht die Sache zumindest für mich nicht einfacher.

Da gibts höchstens noch die Lösung: Alpines Wandern strikte von Alpinen Touren (jaja, ich weiss, wo liegt da die Grenze...?) zu trennen und auch für das relativ kleine Gebiet der Glarner-Alpen diverse Führer für diverse Benutzer herauszugeben.

Was Alpine Routen im von mir geschilderten Stil angeht: Bitte ganz aus neuauflagen entfernen. Ich hab ja auch schon mit Hüttenwarten etc. disskutiert. Zumindest Teile von Ihnen sehen das auch so.

Hoff ich konnt noch was beitragen

Pollux







justus Pro hat gesagt: RE:Glarnerführer
Gesendet am 29. Juli 2013 um 23:01
Hoi Pollux,

Deine amüsante Beschreibung eurer Bifertentour ist auf jeden Fall lesenswert, wenn es auch ziemlich abenteuerlich tönt.

Ich habe überhaupt nichts gegen Auswahlführer, die gibt es ja auch in grosser Menge. Auch finde ich die neuen SW-Photos mit den Routen sehr gut, weil man dort auch die aktuellen Verhältnisse sieht. Photos hatte es ja in der vorherigen Ausgabe auch schon. Die Texte gibt es aber schon noch.

Auch das textuelle Beschreibungen viel schlechter nachzuvollziehen sind als ein Photo mit eingezeichneter Route, da stimme ich dir voll zu.

Das ist aber alles garnicht mein Thema. Der Glarnerführer ist ja jetzt auch in der neusten Ausgabe nicht wirklich zum Auswahlführer geworden und hat mit Absicht auch die lange nicht begangenen (aber eben nur die alpinen) Routen drin. Einen schönen Auswahlführer herauszugeben, wäre sicher viel einfacher.

Warum meinst Du sollte man die einfachen T1-T4 Wanderungen heraustrennen und alleine veröffentlichen? Das wäre ja im Prinzip Ok, aber die Notwendigkeit sehe ich nicht. Das wäre ja einfach nur erhöhter Aufwand.

ciao
/justus

Pollux hat gesagt: RE:Glarnerführer
Gesendet am 29. Juli 2013 um 23:53
Nun Justus,

Es scheint mir, dass Du mich schon verstanden hast.

Die Trennung von T1-T4 macht aber zu T5 bis AS+ oder EX schon Sinn. Das Angebot T1-T4 ist für den Alpinisten reines Zustiegsgelände, dazu braucht er keinen Führer zu kaufen. Die Mehrheit der sich in eben dieser Skala bewegenden "Nutzer" wär aber sicherlich dankbar für einen Führer in eben dieser Bandbreite.
Der Alpinist (denk jetzt eben mal an T5 - S) wäre sicherlich dankbar für n' Werk das Wandern auslässt (braucht ein Alpinist eine Beschreibung für den Hüttenweg? Wohl kaum - oder...?).
Somit hast ein Tummelfeld verschiedener Autoren die auf verschiedene Bedürfnisse abzielen können. Voilà!
Und glaube mir, nö ich weiss, das Du es weisst, wer sich über S bewegt braucht keine Führerliteratur.

Salut


justus Pro hat gesagt: RE:Glarnerführer
Gesendet am 30. Juli 2013 um 06:21
Hoi Pollux,

ich glaube ich habe Dich verstanden, aber als nicht so starker Bergsteiger wie Du es bist, geniesse ich auch einfache Wanderungen und lese sie auch gerne im Führer nach.

Ich habe jetzt einmal Google verwendet und gemerkt, dass ich dem "feeding the trolls" aufgesessen bin. Daher werde ich nicht zu weit vom Thema abweichen.

lieber gruss
/justus

Zaza hat gesagt:
Gesendet am 28. Juli 2013 um 16:30
Ich war mit der 10. Auflage sehr zufrieden und fand das ein Beispiel eines gelungenen SAC-Führers (ähnlich z.B. denjenigen von Giuseppe Brenna oder Maurice Brandt). So gesehen erstaunt es mich (aber nur auf den ersten Blick...), dass der Verlag nicht einfach einen Nachdruck dieser Auflage machte, denn arg viele Neurouten wird es in der Zwischenzeit wohl nicht gegeben haben, wenn man von den Sportklettereien absieht.

So habe ich den neuen Führer denn auch nur kurz im Laden durchgeblättert und dann von einem Kauf abgesehen, weil ich für mich keinen grossen Mehrwert erkennen konnte.

LG, zaza

PStraub hat gesagt: Zur Geschichte der SAC-Führerliteratur
Gesendet am 29. Juli 2013 um 09:45
Zum Thema selber will ich mich - da Partei - nicht äussern. Aber ein Rückblick auf die Geschichte der SAC-Führerliteratur würde vielleicht nicht schaden.

Als der SAC vor 150 Jahren gegründet wurde, war es eine Vereinigung von sozial arrivierten Männern, die im Geist des liberalen Staatsverständnisses einen Teil ihrer Freizeit der Erforschung der heimatlichen Berge widmen wollten.
Es ging um eine vorbehaltlose Suche nach Wissen; die Vorstellung, dass es "bessere" Berge oder "schlechtere" Routen geben sollte, war ihnen fremd.

Mit der Zeit wurde immer dringender gefordert, das so gesammelte Wissen allen Interessierten zur Verfügung zu stellen. Nun gab es damals schon 'Climbers Guides' und 'Itinerarien' zuhauf. Diese entsprachen dem, was wir heute als 'Auswahlführer' bezeichnen würden: Die gängigsten Routen mit ausführlichen Beschreibungen dazu.
Davon sollten sich die SAC-Clubführer klar abheben. In einem Reglement wurde festgehalten, dass diese Führer alle bekannten Routen einer Region "enzyklopädisch" (= vollständig und ohne Wertung) aufzuführen habe.
Grundsätzlich gälte diese Regelung bis heute.
Bewusst beschränkte man sich auf die nackte Beschreibung der Routen; auf jegliches Beiwerk wurde verzichtet. Das ging soweit, dass nur schon die Erwähnung der Schwierigkeit einer Route verpönt war.

Ende der 70er-Jahre wurde von dieser eher sturen Haltung erstmals abgewichen, die Routen bekamen Schwierigkeitsbewertungen (Wanderskala B, EB, BG).

Seither sind die SAC-Clubführer immer mehr zu illustrierten Auswahlführern geworden, welche die jeweiligen Hobbies der Autoren spiegeln. Dass dabei ganze Regionen und Bergzüge dem Rotstift zum Opfer fallen, wird in Kauf genommen.

Damit könnte man leben, wenn der SAC die Routen und Informationen der vergriffenen Ausgaben irgendwo im Internet der Öffentlichkeit zugänglich machen würde - ein Vorschlag, den ich dem Verlag schon vor vielen Jahren gemacht hatte. Doch dafür bräuchte es dort Sachkompetenz und das Wissen um Geschichte und Tradition dieses Vereins ..

barbara2 hat gesagt:
Gesendet am 29. Juli 2013 um 16:54
Zaza hat voll Recht.
Im 11. Auflage sehe ich Problem mit Menschlickkeit und Kultur.
Nur 3 Beispiele:
1) kein Wort für Peter Straub und seine grosse und sehr schöne Arbeit (s. auch die magere 9. Auflage);
2) Panixerpass/Pass dil Vepga, Seite 546 im Buch von Straub: alles verschwunden;
3) Planzen-Tierwelt, Bergnamen: alles werschwunden.
Barbara

Bergmuzz hat gesagt: Schnappt euch die 10. Version von Peter Straub
Gesendet am 30. Juli 2013 um 02:10
Vor 8 Wochen dachte ich mir, dass ich mir nun endlich mal den Alpinführer Glarner Alpen anschaffe da ich viel in der Oberseegruppe unterwegs bin. Spontan beim SAC im Shop nachgesehen und Voila sogar eine Neuauflage. Diese habe ich dann auch bestellt und mit Sehnsucht erwartet.

Nach dem ersten Durchblättern war dann meine Ernüchterung gross. Genau wegen den Gebieten wegen diesen ich den Führer bestellt hatte bringt er mir nun wenig bis nichts da die Beschreibungen einfach sehr mager sind oder sie mir nicht weiter helfen.

Meine nächste Aktion war dann die halbe Schweiz nach der älteren Version von Peter Straub abzusuchen. Diese habe ich dann tatsächlich noch in einem Laden in Luzern entdeckt und gekauft und bin damit sehr happy! Die 10. Version ist sehr gut beschrieben, verständlich und äusserst umfassend.

Wie bereits erwähnt wurde fehlen im neuen Führer die Gipfel nördlich des Niederuner Tals gänzlich. Ebenfalls Riseten und Fridlispitz. Einige Beschreibungen sind so extrem kurz gehalten, dass ich sogar aus einer Landkarte mehr Infos erhalte. Wie das bereits Bergamotte und Nobis geschrieben haben empfinde ich die Alpinführer und Clubführer als Referenzkompedium und habe in diesen bis jetzt immer Antworten auf Fragen zu Routen gefunden.

Einer meiner liebsten und schon ziemlich abgenutzt vom vielen Blättern ist der "Clubführer Zetralschweizerische Voralpen". Einfach ein super Führer. Der Führer von Peter Straub erweckt auf mich den selben tollen und extrem gut recherchierten und beschriebenen Eindruck.

Also schnappt euch noch die letzten Exemplare der 10. Auflage von Peter Straub.. ;-)

Steven

CampoTencia Pro hat gesagt: RE:Schnappt euch die 10. Version von Peter Straub
Gesendet am 8. August 2013 um 22:17
Dann holt sie doch! Hier bei:
http://www.gyro-bau.ch/pdf.htm
Peter Straub hat noch ein paar Exemplare.

LG Herbert

Bergamotte Pro hat gesagt:
Gesendet am 30. Juli 2013 um 21:34
Hallo justus & Freunde des gepflegten Alpinwanderns

Meine persönliche Meinung hab ich ja bereits in zwei Berichten kundgetan. Sie deckt sich grösstenteils mit den von Dir und PStraub hier gemachten Aussagen.

Gerne steuere ich zur Diskussion jedoch eine Stellungnahme des SAC bei, erhalten als (umgehende) Antwort auf eine kritische E-Mail an SAC Verlag und Geschäftsleitung hinsichtlich zukünftiger Ausrichtung der Serie "Alpinführer".

[…] Selbstverständlich beschäftigt uns auch die Überschrift Ihres Schreibens [„Alpinführer quo vadis?“, Anmerk.], denn die Reihe ist arg defizitär und im Rahmen unserer Vorarbeiten zum Projekt „Leitbild/Strategie 2020“ […] haben wir nun Leitplanken um auch die Verlagspolitik zu überdenken. Wir können Ihnen leider noch keine konkreten Ergebnisse präsentieren, zuerst wird sich die Verlagskommission mit dem Thema beschäftigen.

Bitte erlauben Sie uns noch ein paar Worte zu momentanen Verlagsstrategie: Natürlich haben Sie Recht, wenn Sie sagen, dass die Reihe Alpine Touren Hybriden sind, aber gemäss unserer Club-Politik richten sich diese ehemaligen Clubführer an ein Publikum, welches die clubeigene Ausbildung absolviert haben, also nicht primär an die Alpinwanderer. Für diese letztgenannte Gruppe entwickelten wir die Reihen „Alpinwandern“ und, vor allem, „Alpinwandern/Gipfelziele“, die vom allgemeinen Publikum äusserst positiv aufgenommen wurden. […]


Erstens, offenbar ist die Reihe defizitär. Mir stellen sich folgende Fragen:
1) War sie das nicht schon früher?
2) Welchen Wert hat Wissen um Routen und Gipfel?
3) Sollen die 95% SAC Mitglieder, welche bloss Modeberge besteigen, das ausgefallene Hobby der restlichen 5% subventionieren?
4) Weshalb wird der Glarner Führer nicht (günstig) nachgedruckt, wenn die Reihe doch defizitär ist?
Ob und wie defizitär die Reihe in Tat und Wahrheit ist, kann ich nicht beurteilen. Doch gegen das Argument der Profitabilität ist in der Realität kaum ein Kraut gewachsen.

Zweitens, der enzyklopädische "Clubführer" wird ersetzt durch die Reihen "Alpinführer" (Fels/Eis) und "Alpinwandern". Der Entscheid trägt wohl auch politische Züge und ist bloss ein logischer Schritt in der Entwicklung, die PStraub oben erläutert. Kann man das dem SAC vorwerfen? Ich denke nicht, er trägt bloss dem Zeitgeist Rechnung. Aber schlussendlich ist es wohl vor allem ein ökonomischer Entscheid - und der Erfolg scheint dem SAC recht zu geben.

Wo liegt dann das Problem? 1 + 1 = 1.75. Das ist die Arithmetik des SAC und der heutigen Zeit.

Hydrant hat gesagt: RE:
Gesendet am 31. Juli 2013 um 07:32
zu 1) früher war viele defizitär -post, kleine bahnhöfe und dgl. es wurde mitgezogen.
zu 4) möglicherweise weil sich die routen, das gelände und dgl. verändert hat?

Zaza hat gesagt: RE:
Gesendet am 31. Juli 2013 um 12:33
Soviel ich weiss ist es für den Verlag auch sehr schwierig, Autoren für die traditionellen Clubführer zu finden. Ein erfahrener Clubführerautor sagte mir mal, dass er für seine quasi von Null auf erarbeiteten Führer je etwa zwei Jahre investierte.

Gut schreibende, regional gut vernetzte und motivierte Alpinisten, die soviel Zeit für eine eher bescheidene Entlöhnung aufwenden können, sind halt heutzutage eher rar. Das trägt wohl mit dazu bei, dass sich der SAC-Verlag eher in die Richtung der Auswahl-, Alpinwander- und Kletterführer entwickelt.

Darum mache ich es wie bergamotte und kaufe die älteren Ausgaben, wenn ihr sie antiquarisch finde (was in der Regel leicht möglich ist).


Alpin_Rise hat gesagt: 11. Auflage vs 10. Auflage
Gesendet am 31. Juli 2013 um 13:13
Danke für die Rezension, justus.
Eine Community dafür wäre übrigens Lesen statt Klettern.

Zur 11. Auflage: ich hab mir diese im Laden kurz angeschaut und sie dann nicht gekauft. Während des kurzen Schmökerns sind mir doch ein paar Fehler, die oben auch schon erwähnt wurden, aufgefallen. Zusätzlich scheint die geänderte Nummerierung fehlerhaft und im Band selbst inkonsistent zu sein. Gerade im Austausch über Routen als eindeutige Referenzen oder bei Bearbeitung einer Neuauflage sind die Nummern essentiell. Warum da etwas geändert oder wenigstens die Fehler entdeckt wurden, ist mir schleierhaft.

Die "Highlights" kann man ja bezüglich des Mehrwerts noch diskutieren. Einfach Gipfel zu streichen, finde ich fragwürdig aus vielen Aspekten:

- Dass sich die SAC Clubführer nicht mehr als "Enzyklopädie" für ein Gebiet verstehen, finde ich persönlich schade. Die leichteren, voralpinen Routen mit dem Argument zu streichen, sie seien offensichtlich und aus der Karte lesbar, kann ich nicht nachvollziehen. Jeder, der sich intensiv mit Alpinwandern und "neuen" bzw. alten, vergessenen Routen auseinandersetzt, wird das bestätigen. Es ist unmöglich, nach Karte einen begehbaren 55° Schrofenhang von einem "unbegehbaren" zu unterscheiden, ebenso Durchschlüpfe durch Felsbänder oder Schwierigkeiten einer (Gras-)Gratüberschreitung. Ich schätze auch den Mehrwert der kurzen Charakterisierungen einfacher(er) Routen bzw. der markierten Wege: oft feucht, zunehmend überwachsen, schlecht markiert, bei Nebel schwierig, viel auf und ab, etc. Die zwei, drei Sätze zu jedem Voralpenhügel brauchen kaum Platz (im Gegensatz zu ausfürlichen Topos, Farbfotos auf dickem Papier) und stören auch "ernsthafte" Alpinisten kaum, welche den Führer für ihre grossen Touren benutzen.
Die zentrale Frage bleibt, warum von der 10. zur 11. Auflage derart viel Wissen gestrichen wurde, anstatt geschickt zu redigieren.

- Die Differenzierung zu Auswahlfürern verschiedener Sparten ist ja seit längerem im Gange und für mich persönlich sinnvoll. Denn wenn ich z.B. Klettern will, kauf ich einen Kletterführer, Grastouren interessieren mich dann nicht. Das ist aber kein Argument, die Clubführer auf all diejenigen Touren auszudünnen, die in keinem Auswahlführer drin sind. Zu Ende gedacht bedeutet dies, dass nur noch "unlohnende" bzw. ungebräuchliche historische Routen im Clubführer zu finden wären, da die Mehrheit der lohnenden Touren in den Auswahlführern nachzulesen sind. Wer kauft sich dann noch einen solchen "Clubführer"?
Die Auswahlfüher decken naturgemäss nur einen ganz kleinen Teil der Alpinwandermöglichkeiten ab; beispielsweise der Band "Alpinwandern Gipfelziele Ostschweiz" mit seinen etwas über hundert Routen - da fehlt doch noch eine ganze Menge.
Sinnvoll wären allenfalls Hinweise auf die Auswahlführer direkt in den Routenbeschrieben der Clubführer. Oder gleich gekürzte Versionen in zeitgemässer Sprache übernehmen.

- Und wie Zaza schrieb: Nebst der "Rentabilität" der Clubführer wird auch die Suche nach Autoren in Zukunft sicher nicht einfacher. Auswahlführer, wo ein Autor seine Disziplin leidenschaftlich ausbreiten kann, sind leichter und oft mit einem Bruchteil an Zeitaufwand zu schreiben. Grossen Respekt und Dank gebührt darum Autoren wie Peter Straub, Maurice Brandt oder Giuseppe Brenna - wer tritt in ihre Fussstapfen? Da ist der SAC Verlag gefordert, da solche Neuauflagen nicht zuletzt eine finanzielle Knacknuss sind - seitens Verlag und seitens Autorenschaft.

G, Rise

PS: all die Möglichkeiten, das Problem "online" zu entschärfen, sind noch gar nicht angesprochen. Diese Entwicklung hat der SAC gründlich verpennt und er dämmert immer noch vor sich hin. Selbst ein simples Rückmeldeformular spezifisch für jedes Führerwerk und die Verwaltung/Veröffentlichung dieser Infos gibts meines Wissens (noch?) nicht.

Zaza hat gesagt: RE:11. Auflage vs 10. Auflage
Gesendet am 31. Juli 2013 um 17:04
Hey Rise

In Anlehnung an dein PS - jetzt wird’s ja ziemlich off-topic, aber was soll’s... Vielleicht wäre jetzt der rechte Moment für ein alpinistisches Manifest:

Der SAC wurde ja vor 150 Jahren gegründet und in den ersten Jahren waren seine Mitglieder sehr systematisch bei der Erweiterung des Wissens aktiv, indem neue „Excursionsgebiete“ definiert und dann systematisch erforscht wurden. Heute ist das nicht mehr aktuell, aber einerseits ändern sich die Verhältnisse in den Bergen, andererseits die technischen Möglichkeiten, mit denen man das Wissen erweitern und verbreitern kann.

In der Anfangszeit von Hikr hatte ein Teil der User den Anspruch, etwas in dem Sinn für die digitale Welt zu machen. Teile davon gibt’s ja heute noch – so sind mehrere Leute daran, die wenigen Lücken im Alpstein zu füllen. pstraub macht Ähnliches fürs Glarnerland, sputnik hat das für Nidwalden und andere Gebiete gemacht, usw. Vielleicht wäre es möglich, diesen Gedanken wieder etwas stärker aufzuwerten. D.h.: Dass Leute, die eine Gegend sehr gut kennen, gezielt daran arbeiten, dass die Region auf dieser Plattform irgendwann möglichst vollständig abgedeckt wird. Im Idealfall dann auf dem Niveau der einstigen SAC-Clubführer, aber mit mehr Fotos...

LG, zaza

justus Pro hat gesagt: RE:11. Auflage vs 10. Auflage
Gesendet am 2. August 2013 um 15:38
Ich denke hikr.org bietet schon einen ganzen fundus an informationen. wenn man eine webseite hätte, die schon sozusagen vorgefüllt mit den routen aus dem führer wäre, dann könnte das richtig etwas werden, dafür müsste der sac aber hand bieten.

aber sonst denke ich ist es illusorisch, dass in den nächsten paar jahren auch für so ein kleines gebiet alle routen einmal begangen werden (manche sind ja auch wirklich eher aus dem verrückten bereich).

ciao
/justus

Zaza hat gesagt: RE:11. Auflage vs 10. Auflage
Gesendet am 4. August 2013 um 10:35
Das hätte man vermutlich in den Anfangszeiten von Wikipedia auch gedacht und heute gibt es praktisch keinen Markt mehr für Brockhaus und Meyer, weil sie viel zu spät in die Online-Welt eingestiegen sind...

Schon nur aus dem Glarnerland stellt man doch fest, dass manche Touren, die im Führer von Peter Straub noch als kNabelJ galten, unterdessen hier dokumentiert sind. Das ist doch ein gutes Beispiel der "Schwarmintelligenz".

LG, zaza

kopfsalat Pro hat gesagt: im zeitalter des internets ...
Gesendet am 4. August 2013 um 11:27
... dürfte es wohl das einfachste sein, aus der 10. auflage ein e-book zu machen, welches dann bis ans ende des internets für jederman einsehbar ist.

der SAC kann seine 11. auflage dann zu dämmstoff oder sonst was nützlichem verarbeiten lassen.

justus Pro hat gesagt: RE:im zeitalter des internets ...
Gesendet am 6. August 2013 um 07:05
Ja das wäre nett, habe mich schon gefragt, wie das copyright bei führerliteratur aussieht, aber denke, dass da der schutz eher noch länger sein wird. ich habe immer eine gescannte version der 7. auflage auf dem natel dabei.

/justus

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:im zeitalter des internets ...
Gesendet am 6. August 2013 um 07:13
Der SAC-verlag könnte das e-book ja ins netz stellen (falls er dazu rein technisch überhaupt in der lage ist, was ich eher bezweifle) und einen Preis fürs runterladen verlangen?

Zaza hat gesagt: RE:im zeitalter des internets ...
Gesendet am 6. August 2013 um 11:01
Immerhin für Kletterführer gibt es dieses Angebot bereits, auch mit der sinnvollen Möglichkeit, nur einzelne Kapitel zu kaufen. Allerdings noch nicht flächendeckend. Offenbar gelten die Kletterer den neuen Techniken gegenüber als aufgeschlossener als Alpinisten und Wanderer ;-)

Klick

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:im zeitalter des internets ...
Gesendet am 6. August 2013 um 11:48
also wenn ich beim SAC-shop auf e-book klicke, kommt die meldung:

"Es stehen keine Artikel entsprechend der Auswahl bereit."

[www.sac-cas.ch/de/shop.html?q=aHR0cDovL2ZqMTA1cDA0LnRyZW5kaG...]

???

justus Pro hat gesagt: RE:11. Auflage vs 10. Auflage
Gesendet am 6. August 2013 um 07:01
ja, das stimmt natürlich, die tourenbeschreibungen, die im führer noch als kNaBeIJ (kein nachweis von begehungen in den letzten jahren?) geführt werden, gehören zu den interessantesten auf hikr.org (fronalpstock nordwand oder ähnliches). vielleicht entwickelt sich das ja noch, aber eine struktur, die die verschiedenen berichte verknüpft, wie es der führer macht, wäre äusserst nützlich.

so zum beispiel welche beschriebe für dieselben routen sind (das routenfeature auf hikr ist ja ein bisschen auf halbem wege stecken geblieben), oder welche routen voneinander abzweigen, oder sich kombinieren lassen. aber das kann sich ja auf jeden fall noch entwickeln. ein wiki on top of hikr.org vielleicht?

momentan ist's ja zum teil eher ala facebook und man liest von "hikr-erstbesteigungen", was ich immer etwas grotesk finde.

ciao
/justus

kopfsalat Pro hat gesagt: Da hab ich ja nochmal Glück gehabt, ....
Gesendet am 1. August 2013 um 22:29
... bin ich doch stolzer Besitzer des Werks von P. Straub.

Verstehe ich das also richtig, solche Trouvaillen wie der Laubenweg - Route 1055 fehlen in der neuen Ausgabe komplett und dürften meines bescheidenen Erachtens wohl auch kaum je in irgend einem Wanderführer auftauchen.

Schade.

ps: da ja vorallem die leichteren Routen gestrichen wurden, gehörte diese Diskussion eigentlich überall hin, nur nicht hierhin.

justus Pro hat gesagt: RE:Da hab ich ja nochmal Glück gehabt, ....
Gesendet am 2. August 2013 um 15:31
hoi kopfsalat,

ja als eigene Route ist er verschwunden. als zugang zum weg ueber leist oder den t6 aufstieg auf die raessegg ist noch halb drin.

>ps: da ja vorallem die leichteren Routen gestrichen wurden, gehörte diese Diskussion eigentlich überall hin, nur nicht hierhin.

ja, das steht ja schon ganz zuoberst.

aber die weggefallenen routen sind ja nicht die einzige entwicklung. die "tips" sind zum grossen teil T6 routen.

ciao
/justus


PStraub hat gesagt: Hinweis auf Link
Gesendet am 6. August 2013 um 14:27
Diese Seite meiner Homepage handelt von der 10. Auflage des Alpinführers "Glarner Alpen".
Dort sind Hinweise auf die Vorgänge rund um die Neuauflage aufgeführt.
Zu Testzwecken sind dort auch meine "unbrauchbaren" Layouts als .PDF abrufbar.
Kein ebook, aber besser als nichts ..

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:Hinweis auf Link
Gesendet am 6. August 2013 um 14:45
auch wenn die links zu den briefen auf deiner seite nicht mehr funktionieren, muss hier wohl einiges schiefgelaufen sein ... uiuiui ... an den pdfs ist aber nichts auszusetzen, sie entsprechen, so wie ich das sehe, exakt den seiten der 10. auflage.

besten dank, auch wenn ich ja schon die print-version habe.

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:Hinweis auf Link
Gesendet am 6. August 2013 um 14:46
sorry, die links funktionieren nun doch. mein kompi hatte wohl gerade einen black-out.


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