Notruf per Handy auch in Gebieten ohne Empfang


Publiziert von rkroebl, 10. Juli 2013 um 12:28. Diese Seite wurde 1316 mal angezeigt.

Der TagesAnzeiger berichtet über eine innovative App mit deren Hilfe Notrufsignale von Handys auch in Zonen ohne Empfang weitergeleitet werden, also auch dort, wo die 'normale' Rega-App nicht funktioniert. Hört sich genial an, ist es auch!

Killerkriterium: möglichst viele Berggänger sollten die App (Kaufpreis CHF 2.00) in Betrieb nehmen wenn sie im Gelände unterwegs sind, um das System wirkungsvoll zu machen. Ich bin bereits dabei.

Uepaa! (so heisst die App im AppStore) wird unter anderen auch von der Rega unterstützt.

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/Zuercher-Tueftler-ueberbruecken-in-der-Bergrettung-das-Funkloch/story/24384983

 Gruess,

Ray



Kommentare (11)


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MaeNi hat gesagt:
Gesendet am 11. Juli 2013 um 08:07
Soeben installiert.

Alpin_Rise hat gesagt: Wunderapp
Gesendet am 11. Juli 2013 um 11:58
Da erscheinen mir viele Fragezeichen:

- Das WLAN habe eine maximale Reichweite von 400m, bei guten Bedingungen. Falls jemand mit der App in weniger als 400m Entfernung unterwegs ist, erreiche ich ihn/sie nicht auch mit lautem Rufen?

- Die meisten Gegenden, die eine solche Dichte an Wandersleuten aufweisen, haben Handyempfang (Skigebiete, Bergbahnen, Talnähe). Ich bin meist in Gegenden unterwegs, wo im weiteren Umkreis keine Personen zugegen sind, schon gar nicht solche mit der neusten (Überwachungs-)Technologie im Hosensack.

- Wenn eine möglichst hohe Verbreitung dieses Wunderapps das Ziel ist, warum dann kostenpflichtig?!
Und die Premiumversion scheint mir mehr als fragwürdig - welche Bewegung ist wann, wo und warum ein Unfall? Und will ich ein Gerät, das mich auf Schritt und Tritt kontrolliert?

Für mich ist die App unter diesen Voraussetzungen ganz klar eine Spielerei und nutzlos, wenn nicht gar gefährlich: Immer mehr an Alltagsfähigkeiten werden an die kleinen Kistchen abdelegiert. Und dabei wird Elementares wie Orientierung, Planung und Sicherheitsmanagement mit Plan A, B und C verlernt . Eine Alarmierung ist immer der Worst-Case im Sicherheitsmanagement, auch wenn diese dank einer Wunderapp noch so gut funktioniert, dürfen Grundregeln nicht vernachlässigt werden.

Viel sinnvoller erscheint mir die konsequente Kommunikation der Notrufnummer 112, die funktioniert in allen Netzen.
Nur scheint in der Schweiz mit 144, 1414, 112, 118, 117 etc. jede Organisation ihr eigenes Notrufnümmerchen zu brauchen...

G, Rise

Schneemann hat gesagt: RE:Wunderapp
Gesendet am 11. Juli 2013 um 17:33
Die Argumentation dass wegen neuer Sicherheitstechniken das Sicherheitsmanagement vernachlässigt wird, ist nur bedingt überzeugend. Das ist so ähnlich wie gegen den Airbag zu argumentieren, weil der Autos sicherer macht und deswegen schneller gefahren wird. Da ist sicher ein Funken Wahrheit dabei. Aber daraus die Schlussfolgerung zu ziehen deswegen besser keine Airbags zu verwenden scheint mir nicht aufzugehn...

Alpin_Rise hat gesagt: RE:Wunderapp
Gesendet am 11. Juli 2013 um 17:43
Ja, nur macht der Airbag das Autofahren nicht leichter, er nimmt dir nichts ab beim Fahren. Hat man sich erst mal an ein Gadget gewöhnt, ist es nacher schwierig ohne (Rückfahrwarnung, automatisches Licht oder Navi im Auto etc.).

Ein GPS Track kann dazu verführen, sich weniger mit dem Gelände auseinanderzusetzen, ein Navigationssystem nimmt die Kartenarbeit ab, dank SBB App muss ich zuhause keine Verbindungen mehr Vorbereiten etc.

Das sind alles keine Argumente gegen die Verwendung der App, vielmehr Warnungen für einen bewussten Umgang damit.

G, Rise

rkroebl Pro hat gesagt: RE:Wunderapp
Gesendet am 11. Juli 2013 um 19:41
Mit der Präzisierung am Schluss kann ich gut leben, sehe das doch sehr ähnlich. Nützt's nüüt so schad's nüüt. Ich habe das Handy ja eh dabei und das Gewicht der Software hält sich in engen Grenzen. ;-)

Gruess, Ray

xaendi hat gesagt:
Gesendet am 11. Juli 2013 um 13:05
Ich finde das Konzept auch spannend, sehe auch die Nachteile, wie Alpin_Rise sie dargelegt hat. Dazu kommt, dass Gebiete ohne Empfang meist abgelegen sind, und abgelegene Orte erreicht man oft nur auf längeren Touren. Auf Mehrtagestouren bringen Smartphones wenig, da die Akkulaufzeit meist nicht über einen Tag hinausgeht. Es sei denn, man schaltet GPS, WLAN etc. aus - was jedoch die besagte App wieder nutzlos macht. Ein Versuch ist es aber trotzdem wert.

MaeNi hat gesagt:
Gesendet am 11. Juli 2013 um 13:53
> Immer mehr an Alltagsfähigkeiten werden an die kleinen Kistchen abdelegiert. Und dabei wird Elementares wie Orientierung, Planung und Sicherheitsmanagement mit Plan A, B und C verlernt . Eine Alarmierung ist immer der Worst-Case im Sicherheitsmanagement, auch wenn diese dank einer Wunderapp noch so gut funktioniert, dürfen Grundregeln nicht vernachlässigt werden.

Ganz klar - darüber müssen wir nicht diskutieren. Das gehört u.E. zum Thema "Eigenverantwortung". Und dazu gehört auch das Erlernen u/o Anwenden erwähnten Elementaren. Gar keine Frage.

> Ein Versuch ist es aber trotzdem wert

Daher mal installiert. Kann ja vielleicht mal eine Unterstützung sein. Regafunk ist für den Notfall so oder so auch immer dabei.

Nicole hat gesagt: RE:
Gesendet am 11. Juli 2013 um 13:57
....genau :-)...immer dabei

Nicole hat gesagt: Nachtrag...
Gesendet am 16. Juli 2013 um 12:28
Ich hatte gleich das App installiert, die zwei Stutz vermag man oder eben nicht.

Bloss - am WE hatte ich tatsächlich kein Netzempfang. Üblich stelle ich mein IPhone auf Flugmodus um somit die Batterie zu schonen. Dies tat ich auch, nur diese App saugt derart Saft, dass der Akku bereits am Samstagabend nur noch auf 26% war (immer noch im Flugmodus) und am Sonntagvormittag knappe 6%.

Fazit - ich habe das App sofort wieder deinstalliert :-(. Leider kann ich somit keine positive Bilanz ziehen.

MaeNi hat gesagt: RE:Nachtrag...
Gesendet am 16. Juli 2013 um 13:00
Genau so ist es mir auch ergangen. App ade!

rkroebl Pro hat gesagt: RE:Nachtrag...
Gesendet am 16. Juli 2013 um 13:22
Dito. Voll geladener Akku hat eine Tour auf den Dejenstock nicht überstanden, war im Abstieg leer.

Ironie des Schicksals: Ich habe selten einen Berg bestiegen, der so guten Swisscom-Empfang hatte, wie der Dejenstock. ;-)



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