Nutzungskonflikte in Schutzgebiete und Co. Natur vs Mensch?


Publiziert von Alpin_Rise, 11. Februar 2008 um 12:12. Diese Seite wurde 1562 mal angezeigt.

Bei meiner gestrigen Tour in einem Waldreservat bestand ein Weggebot, das heisst die markierten Routen sollten nicht verlassen werden. In Wildschutzgebieten gilt ähnliches, diese Kategorie scheint gut eingeführt und aktzeptiert zu sein. Auch einzelne Felsmassive sind von saisonalen oder permanenten Kletterverboten betroffen, deutsche Sportkletterer können ein Liedchen davon singen...

Was denkt ihr über Schutzgebiete, in denen der Bergsport zu Gunsten der Natur stark eingeschränkt ist, z.B. dem Nationalpark oder dem angesprochenen Waldreservat?
Wie sind eure Erfahrungen auf Touren?
Welche Regelungen findet ihr sinnvoll, welche weniger?
Wie sollen die rechtlichen Konsequenzen aussehen?

Weiterführende Infos zum Thema beim SAC, bei Mountain Wilderness und auf www.natursportinfo.ch/.
Ich wurde bei meiner Tour erst vor Ort mit dem Weggebot konfrontiert, kennt jemand weitere gute Ressource zur Tourenplanung bezüglich Schutzgebieten?



Kommentare (54)


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ABoehlen Pro hat gesagt: für mich ok
Gesendet am 11. Februar 2008 um 12:32
Finde ich grundsätzlich ok und heutzutage leider notwendig. Gerade das Schneeschuh-Wandern erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Boom und damit die Leute nicht einfach wahllos überall durchgehen (weil natürlich jeder die Einsamkeit sucht und den Rummel scheut), müssen solche Verbote halt sein, sonst haben Wildtiere in der ohnehin immer dichter besiedelten und immer stärker genutzten Schweiz bald keine Rückzugsgebiete mehr.

Mir sind solche Weggebote gestern im Gantrischgebiet auf der Strecke Selibüel-Schüpfenflue (Bericht folgt in den nächsten Tagen noch) auch aufgefallen. Auch dort herrscht an Wochenenden ein grosser Betrieb mit Schneeschuh-Wanderern, Tourenskifahrern und Langläufern, und gerade in solchen Gebieten finde ich es wichtig, solche Wegggebote zu definieren, damit das das nicht einfach ausufert.

Zaza hat gesagt: gute Sache...
Gesendet am 11. Februar 2008 um 13:46
Salut,

wir waren gerade gestern im Gebiet Hohgant-Lombachalp unterwegs, wo besonders die Schneeschuhgänger auf den Naturschutz sensibilisiert werden. Dort machen sie es sehr gut, es hat allerhand Infotafeln, meist ist eine Aufsichtsperson vor Ort und die erlaubten Routen sind mit Pfosten markiert. Vgl.: www.lombachalp.ch

Es bleiben vorderhand doch recht viele Zonen, in denen die Tourengänger keine Einschränkungen vorfinden. Unpraktisch finde ich, dass man in vielen Regionen (GR ist da eine Ausnahme, da gibts eine Website) schlecht an die geltenden Infos herankommt. Selbst Skitourenkarten aus dem Jahre 2004 scheinen da oft bereits überholt zu sein - man vergleiche zB die Blätter 253 und 263, Ausgaben 2004 vs. 2007.

Meines Wissens geht es oft auch nicht in erster Linie um den Schutz der gut sichtbaren Tiere wie zB Gemsen, sondern auch um unscheinbare Gesellen wie Auerhahn oder Schneehase.

Die rechtlichen Konsequenzen sind unklar. Da habe ich schon Aussagen gehört und gelesen von "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" bis zu "Keine Infotafel, keine Strafe"...bleiben wohl erste Verfahren abzuwarten.

Grüsse, zaza

Sputnik Pro hat gesagt: Naturschutz, eine gute Sache.
Gesendet am 20. Februar 2008 um 20:23
Für Wintersport:

Meiner Meinung ist es völlig in Ordnung dass bewaldete Gebiete für die Ruhephase während des Winters gesperrt sind. Wenn Vorhanden, kann man ja einen Forstweg für die Durchquerung (Ab- und Aufstieg) des Waldes nehmen. Ich verstehe sowiso nicht, was toll daran sein soll durch einen steilen Wald zu fahren, Hoch über der Waldgrenze gibt es ja genügend schöne Hänge für den Wintersport.

Nationalpärke:

Pärke wie der Nationalpark im Engadin wo der Mensch (fast) nicht eingreift finde ich gut, es sollten noch viele weitere Gebiete entstehen. Auch in einem solchen Gebiet lassen sich ja Gipfel besteigen auf einer offiziell erlaubten Route, ich denke da an den schönen Piz Quattervals.

K_Mar hat gesagt: Binntal
Gesendet am 22. Juni 2008 um 15:58
Kann einer genau sagen wie sich das Thema Wegegebot (Sommer) im Landschaftspark Binntal verhält. Auf der Gemeindewebseite ist nichts zu finden. Auf einigen Schildern gibt es den Hinweis des Wegegebots, diese wurden allem Anschein nach vom Verein Landschaftspark aufstellt, andererseits habe ich in einem Gemeindeblatt den Hinweis entdeckt, das der Verein Landschaftspark als Verein nicht berechtigt ist öffentliche Reglemente zu beschließen.
Weiß einer genaueres über die derzeitige Situation, da mir aus der Vergangenheit einiger Zwist zwischen den Interessengruppen im Binntal bekannt ist?

kopfsalat Pro hat gesagt: Karte Online
Gesendet am 18. Mai 2010 um 13:06
auf www.ecogis.ch lässt sich z.b. das BLN-inventar anzeigen, welches meist in der einen oder anderen form unter naturschutz steht.

einfach in die check-liste zur touren-planung aufnehmen und mal kurz reinschauen.

und als nebeneffekt lassen sich auf dieser karte auch distanzen messen.

***

zum thema "unwissenheit schützt vor strafe nicht". es ist (leider) keine bedingung, dass die entsprechenden vorschriften im internet stehen müssen. es reicht, wenn sie irgendwann mal im amtsblatt veröffentlicht wurden.

AD1980 hat gesagt:
Gesendet am 18. Mai 2010 um 15:02
NON A LA MONTAGNE INTERDITE
mehr gibts da nicht zu zu sagen. alle, die sich über "wegegebote" und ausweitung von nationalparks freuen, werden sich in ein paar jahren wundern, wenn man nur noch auf "offiziell" zugelassenen wegen gehen darf. die veröffentlichung von touren im internet scheint diese freiheitsfeindliche, ja zum teil ökofaschistische entwicklung eher noch zu befördern, da man den "feind" weckt, der sonst selig in seiner amtsstube schläft.

Alpinist hat gesagt: RE:amsstube
Gesendet am 18. Mai 2010 um 17:13
Hey, genau richtig erkannt.
Dies könnte dazu führen, dass man im Winter betimmte gefrorene Seeen nicht mehr befahren/begehen darf weil man ja evtl die Fische stören könnte, oder hat doch der Imker seine Bienenhäussschen im Wald stehen mit seinen vielen hübschen sympatschinen Bienen, dann dürfte man evtl sicht im Sommer nicht mehr frei im Wald bewegen, da man ja evtl die Bienen stören kann. Und der gleichen Wald darf man im Winter auch nicht betreten wegen dem Wildschutz. Also wo soll diese ganze schützerei noch hinführen??? Wir haben schon genug Gesetze und schütziges, denken wir an unsere blauen Skitouren Karte die mehr und mehr "GELB" wird! Und grad nochwas, kennt ihr den Gletscher Floh?? noch nie gehört??? doch doch auch dieser kleine nette Kobold existiert, es war mal ein Bericht in einer Alpen Ausgabe, man könnte ja auch für die Gletscher ein begehungs verbot erlassen, da man den kleinen Gletscher Floh bei seiner aktivität stören könnte. Im Winter kann man ja auf die Wildschutz Gebiete achten, die Tiere haben es ja wirklich nicht einfach, aber dort wo sich im Winter Freizeitsportler aufhalten, dort hat es sicher nicht viel Wildtiere, die sind auch schlau genug und verziehen sich die lernen auch.

Freuen wir uns auf die Sonne über Pfingsten :-)

kopfsalat Pro hat gesagt: nur noch traurig,
Gesendet am 18. Mai 2010 um 18:30
peinlich und äusserst rücksichtslos, die ansichten von gewissen "naturverbundenen" hikrs. hauptsache das egoistische vergnügen darf gefröhnt werden. nach mir die sintflut.

AD1980 hat gesagt: RE:nur noch traurig,
Gesendet am 18. Mai 2010 um 18:57
Na ja, ich zitiere: "zum glück waren ab und zu schwache fussspuren oder ein leichtes trassee auszumachen. auch die wildspuren halfen bei der wegfindung"
"problemloser abstieg quer durch den lichten wald möglich"
Wer hat das wohl geschrieben?

Alpin_Rise hat gesagt: massenhaft Probleme
Gesendet am 18. Mai 2010 um 18:58
Für mich heissts: verlange ich einen Nationalpark, verlange ich auch meine persönliche Einschränkung.
Das Problem liegt meiner Meinung nicht in der Einzelperson oder Kleingruppe, sondern in der Masse. Sobald ein Gebiet (auf Grund Marketing (z.B. Nationalpark), bequemer Erreichbarkeit, alpinistischen Highlights oder Skigebieten) bekannt wird, soll und muss gelenkt werden.

Dem gegenüger sollen die letzten "wilden", abgelegenen Gebiete nicht mit Verboten zugepflastert werden, sondern für die Massen unattraktiv gehalten werden. Statt Verbot ein Gebot zur Anstrengung und Engagement: keine Strassen für niemanden, keine Parkplätze, keine ausgebauten, markierten Wege, keine Hütten, "keine" Publikation im Internet... Wo fast niemand ist, brauchts keine Verbote: wer kann mir das biwakieren z.B. auf dem Zanaihorn oder im hintersten Calanca übel nehmen?

Pointierter gesagt: sperrt winters z.B. die Strasse ins Bisistal, hinter Elm oder den Gurnigelpass für nicht Einwohner , dann kehrt dort Ruhe ein und es braucht keine Verbote mehr.

Apropos Wildschutz: wieso soll das Wild nicht gestört werden? Früher gabs Wölfe, Bären, Luchse, die den Wildbestand regulierten und keine Schongebiete kannten, heute wird im Winter gehätschelt und im Herbst geschossen, was davor vom Winter verschont wurde.

G, Rise


Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 18. Mai 2010 um 19:40
Hallo Rise,

Da hast Du einen interessanten Punkt im letzten Absatz angesprochen, wenn es sich um Wild handelt dessen Bestand in den Bergen nicht bedroht ist (Gemse, Hirsch, Reh) so braucht es meiner Ansicht nach keine Wildruhezone. Dagegen sollte man aber Zonen mit seltenen Tierarten gut ausgeschildert schützen so dass sich dessen Bestände wieder vermehren und ausbreiten können.

Der Winterschutz von häufigen Tierarten wie Reh, Hirsch und co. dient meiner Meinung nach nur dazu dass die Jäger mehr zum Schiessen haben. Schön wäre es wenn in Zukunft Wolf und Luchs wieder durch den winterlichen Alpenwald streifen und die schwächsten Tiere als Futterquelle nutzen können. Den Bär trifft man aber garantiert nicht im Winterwald an, denn der hält Winterschlaf ...


Henrik Pro hat gesagt: Noch wichtiger finde ich, dass
Gesendet am 18. Mai 2010 um 22:57
der Homo Outdoorsiensis einfach nicht überall hinmuss...aber das hängt wohl mit meinen angegrauten Jahren zusammen!

Irgendwann mal NEIN sagen können, das ist auch eine Lebenseinstellung, nicht nur in den Bergen oder im Nauturpark oder sonstwo, wo noch "Natur" ist...


kopfsalat Pro hat gesagt:
Gesendet am 18. Mai 2010 um 23:19
da stimme ich vollkommen mit euch überein. solange es bei den WILDRUHE-zonen hauptsächlich darum geht, die mordlust der jäger zu stillen, können diese, zusammen mit den jägern ersatzlos gestrichen werden.

bei den NATURSCHUTZ-gebieten handelt es sich aber um den schutz bedrohter tierarten. dieser schutz muss zwingend mit dem schutz ihres lebensraums einhergehen. so nützt es z.b. überhaupt nichts, wenn die waldfläche in der schweiz zwar von jahr zu jahr zunimmt, aber die qualität dieses waldes nicht stimmt.

Sputnik Pro hat gesagt: Waldqualität?
Gesendet am 19. Mai 2010 um 05:34
Wenn der Wald wild drauflos wächst ohne grossen Holzschlag, wieso soll da die Qualität nicht stimmen? Seit der letzten Eiszeit bis etwa zur Zeit der Römer wurde kaum Waldwirtschaft betrieben, war damals der Wald in dem Falle auch von schlechter Qualität?

ABoehlen Pro hat gesagt: RE:Waldqualität?
Gesendet am 19. Mai 2010 um 06:50
Über solche Äusserungen gewisser "Experten" habe ich mich auch schon gewundert, so nach dem Motto "nur ein gepflegter Wald ist ein guter Wald". Ich bin überzeugt, dass die Natur selbst für eine "gute Qualität" sorgt, wenn man ihr nur genügend Zeit lässt. Wenn ich z.B. die Wälder im Val Grande betrachte, die seit über einem halben Jahrhundert ohne Einfluss des Menschen wachsen, so kann ich nichts feststellen, was daran schlecht sein soll.

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:Waldqualität?
Gesendet am 19. Mai 2010 um 06:51
sorry, da hast du mich falsch verstanden. bei den naturschutz-gebieten geht's darum z.b. ein bestimmtes stück wald im gebirge zu schützen, in welchem eine bedrohte tierart wohnt.

wenn dafür im mittelland oder im jura oder je nach dem nur schon im nächsten tal ein zusätzliches stück wald aufgeforstet wird, so nützt dies der bedrohten tierart überhautp nichts. zumal dieser neu wald jahrzehnte bis jahrhunderte brauchen wird, bis er einer spezifischen tierart als lebensraum dienen kann.

das meinte ich mit der qualität.

wobei der wenigste wald in der schweiz einfach so drauflos wächst. wald muss erträge liefern und wird somit auch nach ökonomischen gesichtspunkten bewirtschaftet, nicht (nur) nach ökologischen.

Gelöschter Kommentar

Berglurch hat gesagt: Und wer...
Gesendet am 18. Mai 2010 um 23:36
... nutzt die angesprochenen Strassen, die Skilifte, die Hotels? Wer isst das Wild, das die Jäger aus dem Wald schiessen.

Ich befürchte, die Probleme sind äusserst komplexer Natur....

Sputnik Pro hat gesagt: Es wäre einfach
Gesendet am 19. Mai 2010 um 05:41
- Nahezu alles Wild das im Verkauf landet kommt aus Neuseeland wo es von Helikopter aus abgeschossen wird.

- Bergbahnen haben wir meiner Meinung nach genug, wenn man neue Bahnen bauen will, sollte man dies in Gebieten machen die schon Touristenzentren sind. Diese sollten dann aber oberhalb der Vegetationsgrenze (zirka 3000m) gebaut werden wo im Sommer eh nur Geröll und Firn liegt. Damit müssen auch keine neuen Strassen gebaut werden und die weitere Hotels können im Touristenort entstehen. So wäre der Natur und den Skifahrer gedient.

kopfsalat Pro hat gesagt: @lurch
Gesendet am 19. Mai 2010 um 07:41
natürlich sind die probleme äusserst komplex, deshalb muss der staat/bund ja auch immer wieder eingreifen, da sich die menschlein mit ihrem kurzfristigen zeithorizont, selber den hahn zuzudrehen drohen.

dies ist auch nicht eine entwicklung des 20. jahrhunderts. schon seit jahrhunderten muss die obrigkeit immer wieder mässigend in die tätigkeit seiner bürger eingreifen so z.b. auch beim verantwortungslosen holzschlag. ansonsten würde z.b. der jura heute aussehen wie schottland (welches vor ein paar jahrhunderten auch einmal fast komplett bewaldet war!!!).

naturschutz ist im endeffekt nichts anderes als (egoistischer) menschenschutz. das aussterben einzelner arten (tiere wie pflanzen) führt immer zur beeinträchtigungen des menschlichen daseins. geographisch oder zeitlich jedoch oft weit entfernt.

um beim beispiel jagd zu bleiben, hat die ausrottung der grossraubtiere möglicherweise und kurzfristig zu einem ertragsanstieg bei den nutztieren geführt, dafür steht man heute dem problem der rassant überhandnehmenden wildschweinpopulationen und den daraus entstehenden schäden am ackerland völlig hilflos gegenüber. die nötigen abschussquoten werden von den jägern seit jahren bei weitem NICHT erfüllt!

dabei offenbart sich auch der egoismus und die reine vergnügungslust der jäger. statt auf die anstrengende wildsaujagd zu gehen, morden sie viel lieber füchse, dachse, schneehühner oder eben den wolf und bären, wenn dann die möglichkeit besteht. die eidg. jagdstatistik (on-line verfügbar) ist hier ein makaberer augenöffner.

bulbiferum Pro hat gesagt: Zuviele Wildsauen
Gesendet am 19. Mai 2010 um 08:02
Neben dem Fehlen der Grossraubtiere ist vorallem das übergrosse Nahrungsangebot schuld an der starken Vermehrung. In Maisfeldern die bis an die Waldränder reichen, fühlen sich die Sauen wie im Schlaraffenland. Im Blauengebiet laufen mir beim Joggen mehrmals pro Jahr Wildsäue über den Weg.
Die Wildsaujagd ist sehr Zeitintensiv und die Tiere sind sehr schlau und schnell. Den zeitlichen Aufwand können fast nur noch pensionierte Jäger erbringen.


Sputnik Pro hat gesagt: Mit Wildsauen lässt sich kein Geld machen
Gesendet am 19. Mai 2010 um 08:10
Wenn sich die Jagt finanziell lohnen würde, dann wären sicher mehr Jäger auf Wildschweinjagd. Leider schmeckt den meisten Menschen das Wildschweinfleisch wegen dem herben Geschmack nicht (obwohl gut zubereitet es sehr lecker ist). Somit kann man dieses Fleisch auch kaum so teuer wie jenes vom Kalb verkaufen... mit der Wildsau lässt sich nichts verdienen.

bulbiferum Pro hat gesagt: RE:Mit Wildsauen lässt sich kein Geld machen
Gesendet am 19. Mai 2010 um 12:43
Hallo Sputnik
Da teilen wir offenbar die Vorliebe für Wildsau auf dem Teller. Für ein Ragout, Kotelett oder Bratwurst von der Wildsau, zusammen mit einer Flasche Nebbiolo bin ich immer zu haben :-)
Viele Grüsse, Bulbiferum

kopfsalat Pro hat gesagt: RE:Zuviele Wildsauen
Gesendet am 19. Mai 2010 um 09:09
natürlich ist das übergrosse nahrungsangebot schuld an der starken vermehrung, NUR, gäbe es einen natürlichen fressfeind, würde sich dieser ebenso stark vermehren und die sauenpopulation damit in schach halten.

dass man von schmerbäuchigen jägern, welche im 4x4 zu ihren hochsitzen karren, um von dort die extra angefütterten (!!!) sauen abzuknippsen, eine ähnliche fortpflanzungsrate erwarten kann, bezweifle ich dagegen stark.

MaeNi hat gesagt: RE:Zuviele Wildsauen
Gesendet am 19. Mai 2010 um 12:06
Hallo kopfsalat

So wie's aussieht weisst Du offenbar sehr gut Bescheid über die Jagd und die Beweggründe der einzelnen Jäger.... Wie kommt das? Bist Du jeweils mit dabei? Oder bist Du einfach ein militanter Vegetarier?

Wir unsererseits bezweiflen doch stark, dass die Jägerei nur mit Vergnügungs- und Mordlust zu tun hat. Vielleicht gibt's wirklich solche, die Freude am Töten haben, mag sein...wir kennen auf jeden Fall keinen einzigen Jäger, bei dem das so ist. Und in unserer Gegend ist die Jagd doch noch ziemlich populär...und wir geniessen auch gerne mal ein Stück Fleisch aus heimischer Jagd.

Und von wegen Schutzgebieten - es gibt sicherlich solche, die Sinn machen. Vorallem wenn es darum geht, wirklich bedrohte Arten, wie z.B. Auer- und Birkwild, vor den Menschen zu schützen. Schutz vor Fressfeinden zu bieten, wird in freier Wildbahn doch etwas schwieriger...

Aber eben, man kann alles übertreiben und das wird wohl auch das Problem der heutigen Gesellschaft sein. Übertriebenes Handeln bringt übertriebene Verbote.

Nun, wir für unseren Teil haben das Glück an einem Ort zu wohnen, wo sich Fuchs und Hase noch Gute Nacht sagen. Das ist kostbar! Wir hatten auch schon das Glück, Auer- und Birkwild beobachten zu können...interessanterweise fernab irgendwelcher Schutzzonen...

Und sind wir mal ehrlich..wie viele von uns hikrs sind gerne auch abseits von ausgetretenen Wegen unterwegs und haben da schon etliche (bedrohte und nicht bedrohte) Tiere aufgescheucht? Da wird ja vermutlich auch das Problem liegen und nicht dort, wo die Massen unterwegs sind. Denn dort haben sich die Tiere daran gewöhnt oder haben sich bereits sonst wo hin verzogen..

kopfsalat Pro hat gesagt: Jäger
Gesendet am 19. Mai 2010 um 12:41
da du ja einige jäger kennst, kannst du uns sicher sagen, was die wirklichen beweggründe sind?

***

apropos fuchs und hase. sind beide in der schweiz jagdbar und es werden auch tatsächlich jedes jahr etliche geschossen und im falle des fuchses auch vergiftet, obwohl dazu weder ein ökonomischer noch ökologischer grund bestünde. im falle des hasen (2008: 2348 abschüsse) sogar sehr bedenklich, da er mittlerweile in weiten gebieten vom aussterben bedroht ist.

rotfuchs: 2008: 33'387 abschüsse !!!

kopfsalat Pro hat gesagt: hase
Gesendet am 19. Mai 2010 um 12:46
dazu kommen noch 1488 schneehasen!

www.wild.uzh.ch/jagdst

kopfsalat Pro hat gesagt: eidg. jagdstatistik ist wirklich sehr aufschlussreich
Gesendet am 19. Mai 2010 um 13:09
so wurden 2008 u.a. geschossen:

400 birkhühner (die wir gemäss MaeNi ja vor dem Menschen schützen wollen)

482 schneehühner
2608 waldschnepfen !!!
5905 stockenten
441 blässhühner
77 haubentaucher und
1496 kormorane

3039 dachse
1536 steinmarder und 128 baummarder

dazu kommen all die tiere, die von autos überfahren werden und als fallwild gelten.

Gelöschter Kommentar

marvel hat gesagt: RE:eidg. jagdstatistik ist wirklich sehr aufschlussreich
Gesendet am 19. Mai 2010 um 20:49
Die 400 geschossenen Birkhühner haben mich auch etwas irritiert, zumal ich bei meinen Touren im Winter oft lange Umwege in Kauf nehme, um diese Viecher nicht zu stören.

Allerdings: wenn man sich die Statistik im einzelnen anschaut, stellt man fest, dass die Abschüsse praktisch alle in den Kantonen Wallis, Graubünden und Tessin stattgefunden haben, wo die Bestände vermutlich noch etwas umfangreicher sind. Bei uns im Kanton Bern wird das Birkhuhn nicht mehr bejagt. D.h. die Ruhezonen und Schutzempfehlungen kommen zumindest in diesem Fall den Tieren und nicht den Jägern zugute. (Bei anderen Arten/Kantonen kann man aber durchaus darüber diskutieren, wer wirklich profitiert.)

kopfsalat Pro hat gesagt: Schneehühner, Füchse, Hasen
Gesendet am 19. Mai 2010 um 22:20
somit ist alleine die tatsache, dass es (noch) genug davon hat, eine begründung/rechtfertigung, wieso man diese tiere aus traditionsbewusstsein (oder eben spass an der freude) töten soll/darf/kann?!?

marvel hat gesagt: RE:Schneehühner, Füchse, Hasen
Gesendet am 19. Mai 2010 um 23:27
Nein, darüber habe ich ja kein Urteil gefällt. Ich versuche, mit meinem persönlichen Verhalten die Tiere möglichst zu schützen. Wir Winterberggänger sind wohl alle zumindest zu einem gewissen Grade "schuldig" am Leid der Tiere, können aber Massnahmen ergreifen, um die Folgen für die Tiere zu reduzieren. Diese Massnahmen sind teils aufwendig und können den Erlebniswert einer Tour reduzieren, werden aber von mir und vielen anderen gerne in Kauf genommen.

Ich persönlich kann zwar mit der Jagd überhaupt nichts anfangen, respektiere aber zu einem gewissen Grad diese Aktivität. Problematisch wird es, wenn ich und viele andere Bergbegeisterte freiwillig weiträumige Gebiete meiden, um die Tiere zu schützen, und dies nur dazu führt, dass nachher genug Jagdwild vorhanden ist. Für die Tiere tue ich so etwas gerne, für die Jäger hingegen weniger. Insofern finde ich es sinnvoll, dass man sich darüber Gedanken macht, ob die Schutzbestimmungen den Tieren oder den Jägern nützen (ohne dabei gleich ein Urteil über die ethischen Aspekte der Jagd fällen zu müssen).

Ich persönlich wäre dafür, die Jagd auf das Birkhuhn schweizweit oder sogar international zu verbieten. Schliesslich ist es eine potenziell gefährdete Tierart. Worum es mir ging, war klarzustellen, dass die Schutzmassnahmen gerade beim Birkhuhn in weiten Teilen der Schweiz nicht "für nüüt" sind, weil die geretteten Birkhühner offenbar sowieso nachher abgeschossen würden.

kopfsalat Pro hat gesagt: Jagdverbot
Gesendet am 20. Mai 2010 um 06:53
ich bin auch nicht für ein gänzliches jagdverbot, solange die jagd dazu dient, das eigene überleben zu sichern oder um dadurch grössere schäden abzuwehren.

was aber grundsätzlich verboten werden sollte, ist die jagd auf arten, welche die obigen kriterien nicht erfüllen.

wenn man nämlich erst wartet, bis eine art gefährdet ist, ist es meist schon zu spät, um sie wirksam und ohne grossen aufwand zu schützen.

das paradebeispiel hier ist die "versehentliche" ausrottung des steinbocks. das wollte eigentlich niemand, aber plötzlich hatte jemand die letzten geschossen und schwupps war fertig.

MaeNi hat gesagt: RE:eidg. jagdstatistik ist wirklich sehr aufschlussreich
Gesendet am 19. Mai 2010 um 14:15
Nun, werter Kopfsalat..für viele Jäger ist die Jagd eine Tradition, der bereits Väter, Grossväter und Urgrossväter nachgegangen sind. Es spielen relativ spezielle Beziehungen unter den Jagenden und zum Wild eine Rolle, was aber für einen Nichtjäger relativ schwer zu verstehen ist. Es ist einfach ein Völklein für sich..es wäre übrigens auch nicht unser Ding, auf die Jagd zu gehen..wir sehen die Tiere auch lieber, wenn sie noch leben.

Fakt ist aber, dass in der Schweiz die kontrollierte Jagd nun einmal erlaubt ist und wir uns daran auch nicht weiter stören..da kannst Du noch so viele Zahlen aus der Eidg. Jagdstatistik abschreiben..

Aber so wie wir das sehen, können wir da noch lange miteinander diskutieren. Wir haben da doch zu unterschiedliche Ansichten...vielleicht ist es der Unterschied von Stadt zu Land, schlicht und einfach die Grundeinstellung oder was auch immer.


Alpin_Rise hat gesagt: RE:eidg. jagdstatistik ist wirklich sehr aufschlussreich
Gesendet am 19. Mai 2010 um 14:29
Eine veritable Jagddiskussion, mit Jägern und Gejagten (wenigstens in der Statistik).
Schlussendlich soll nach dem Prinzip der Gleichheit jeder so Tiere töten dürfen, wie er will, sei es mit Flinte, Ski, Snowboard, Automobil oder seiner Privatresidenz im Grünen! ;-)

Lieber wär mir eine Diskussion über *sinnvolle* Schutzregelungen... oder ist das ein Oxymoron?
G, Rise

MaeNi hat gesagt: RE:eidg. jagdstatistik ist wirklich sehr aufschlussreich
Gesendet am 19. Mai 2010 um 14:57
Ja Rise, Du hast recht..wir sind da etwas vom eigentlichen Thema abgekommen und haben uns da auch festgefahren, da wir einfach zu unterschiedliche Ansichten haben. Kann ja vorkommen..

Und da sind wir auch schon beim Thema sinnvolle Schutzregelungen. Auch das ist wieder Ansichtssache...

Für uns gilt eigentlich im Grossen und Ganzen das, was Du unter Deinem Kommentar "massenhaft Probleme" bereits erwähnt hast. Je mehr Mensch, desto nötiger ist die Kontrolle. Dort wo sich kaum einer aufhält, brauchts auch keine Regulierung.

Schlussendlich ist alles eine Frage des Ausmasses - auch beim Grün-Sein!

Alpin_Rise hat gesagt: RE:eidg. jagdstatistik ist wirklich sehr aufschlussreich
Gesendet am 19. Mai 2010 um 15:40
Genau, eine Frage des Ausmasses und des "wie".
Wenn Lenkungsmassnahmen, dann solche, die von allen Seiten akzeptiert werden können. Dazu gehört, keine Wildschutzzonen in beliebten Abfahrten zu errichten wie z.B. am Gonzen.
Ich würde mich auch als "Grüner" bezeichnen, nerve mich aber ob schlecht oder einseitig umgesetzten Massnahmen wie die oben im Thread erwähnte - es versteht kein Mensch, warum der Schneeschuhgänger sich an Wege halten soll und die Forstequippe mit schweren Maschinen ackern darf.

Wenn man etwas verbietet, muss man immer Alternativen anbieten anstatt die Totalsperre zu verhängen. Sonst wird das Verbot ignoriert (siehe Gonzen). Im Nationalpark ist die Regelung klar: niemand darf abseits der Wege gehen, ausser Ranger und wenige Forschungsprojekte.

"Leider" ist der Bergsport zum Massenphänomen geworden, aber da gehören ich und du auch dazu - und ich will es auch niemandem verbieten.

Wie Axi sagt, sollte man lieber den Grossen mal auf die Finger schauen, bevor man viele Verbote für Wanderer in die Welt setzt. Das wäre sowieso einfacher umzusetzen. Kein Geld mehr für die Flieger, weg sind sie. Damit liessen sich auch 100e Projekte für die Natur umsetzen.

G, Rise

MaeNi hat gesagt: RE:eidg. jagdstatistik ist wirklich sehr aufschlussreich
Gesendet am 19. Mai 2010 um 16:10
Ganz Deiner Meinung - mal den Grossen auf die Finger schauen, das wäre höchste Eisenbahn!

Es nützt nämlich herzlich wenig, wenn unsereins für eine Skispur in der Wildschutzzone bestraft wird und im Gegenzug BP den halben Golf von Mexico mit Rohöl füllen kann...

MaeNi hat gesagt: RE:eidg. jagdstatistik ist wirklich sehr aufschlussreich
Gesendet am 19. Mai 2010 um 16:15
...oder unsere Armee immer noch eine Menge an Munitionsschrott in den Bergen verrotten lässt..

kopfsalat Pro hat gesagt: traditionen sind etwas sehr wichtiges
Gesendet am 19. Mai 2010 um 15:26
nur sind sie keine begründung, sondern beschreiben lediglich, dass etwas weitergegeben wird. den sinn einer traditionen muss sich jede generation wieder selber geben, ansonsten wird die tradition zur leeren hülle, zum alten zopf, den es abzuschneiden gilt.

somit bleibt meine frage bestehen, was ist der sinn dieser tradition? wieso sollte sie vom vater auf den sohn weitergegeben werden? was ist daran so wichtig?

MaeNi hat gesagt: RE:traditionen sind etwas sehr wichtiges
Gesendet am 19. Mai 2010 um 15:54
Nun, die Jägerei ist eine der speziellen Traditionen deren Sinn wirklich nicht jeder verstehen kann. Ist auch für uns nicht ganz nachvollziehbar, aber wir akzeptieren es so wie es ist.

Was wir erleben, ist einfach die Leidenschaft derer, die auf die Jagd gehen. Was dann aber auch immer hinter dieser Passion steckt, sei mal dahingestellt. Mordlust ist es sich nicht (oder nur in Ausnahmefällen). Für viele ist es auch der Lohn für die Hege und Pflege ausserhalb der Jagdsaison..zack..und schon sind wir beim eigentlichen Thema dieser Diskussion:

Sinn von Wildschutzzonen - so gesehen sind diese nichts anderes als Freiluftställe, in denen Tiere gehalten werden, die dann im Herbst gejagt werden dürfen. Und ob das wirklich Sinn macht..nein, eher weniger.

Aber um nochmals kurz auf Traditionen zurückzukommen - es gibt viele Traditionen, die nicht von allen verstanden werden. Nehmen wir nur mal die Stierkämpfe in Spanien, Hahnen- und Hundekämpfe..

kopfsalat Pro hat gesagt: dann sind wir ja einer meinung
Gesendet am 19. Mai 2010 um 17:03
es ging um nichts anderes, als dass WILDRUHE-zonen und NATURSCHUTZ-gebiete nicht das selbe sind. erstere können (von mir aus) ersatzlos gestrichen werden, letztere nicht.

Freddy hat gesagt: RE:dann sind wir ja einer meinung
Gesendet am 19. Mai 2010 um 19:59
Habt ihr eigentlich alle frei oder Ferien, dass ihr den ganzen Nachmittag über Wildruhezonen und Naturschutzgebiete diskutieren könnt.
Übrigens, meine Meinung deckt sich mit MaeNi und Alpinist.

MaeNi hat gesagt: RE:dann sind wir ja einer meinung
Gesendet am 19. Mai 2010 um 20:20
Ja, das sehen wir dann doch auch so.

Gelöschter Kommentar

MaeNi hat gesagt: RE:traditionen sind etwas sehr wichtiges
Gesendet am 19. Mai 2010 um 20:23
Nicht alle Traditionen sind gut, das ist ganz klar! Die erwähnten Tierkämpfe sind ganz klar eine Riesensauerei!

ABoehlen Pro hat gesagt: RE:Jäger
Gesendet am 19. Mai 2010 um 13:56
> im falle des hasen (2008: 2348 abschüsse) sogar sehr bedenklich, da er mittlerweile in weiten gebieten vom aussterben bedroht ist.

Das ist wirklich bedenklich! Habe diesen Frühling in 4 Tagen Ungarn und Burgenland mehr Hasen gesehen, als all die Jahre zuvor hier in der Schweiz!

Ich esse auch gern mal ein Stück "Wild" im Herbst und bin auch nicht der Meinung, dass man die Jagd verbieten sollte, aber solche bedrohten Tierarten gehören einfach ohne wenn und aber geschützt!

Alpinist hat gesagt: Naturschützer
Gesendet am 19. Mai 2010 um 21:32
Der alles wissende und alles schützen wollende kopfsalat!!
Bei diesen diskussionen ist meiner meinung nach deutlich zu bemerken wer eher stätdisch wohnt und eher ländlich. In den ländlichen aber auch in den städtischen sind Traditionen und Brauchtum gut vertreten.
Du alls perfekter wollender Naturschützer auf hikr, wau auf dich haben wir alle gewartet, willkommen, aber da bist du bei manchen ganz einfach fehl am platz. Überleg doch mal von wo die sachen für deine täglichen aktivitäten kommen. Dies beginnt am Morgen und endet am Abend. Überleg dir mal gründlich was du in diesem Tag alles brauchst. Du möchtest ja fast alles verbieten um den perfekten Naturschutz zu erreichen. Dann fang mal bei dir an. Dein hochgelobtes T-Shirt >>> http://www.hikr.org/gallery/photo194425.html?post_id=17690#1 weisst du wo dieses shirt produziert wird?? Es wird in Norwegen produziert. Wie kommt dieses shirt in die schweiz??? Mal sicher nicht von alleine, es braucht einen Transport, mit Schiff und LKW, die haben bekanntlich abgase, so, nur damit du diese shirt tragen kannst ist es dir als vollkommener naturschützer wert abgase in unsere Luft lassen, super, aber selber der grosse Naturschüttzer sein, also im style von „ich darf“ und wehe wenn du!! Übrigens wird der grösste Teil von den uns allen bekannten Thermo outdoor ausrüster im ausland produziert, auch am kopfsalat seine. Wenn du deine einkäufe für deine Wohnung machst, wo gehst du hin?? In den Supermarkt (viele bekannte). Wie werden wohl diese sachen in den supermarkt kommen??? Auch diese kommen nicht von alleine, die werden Transportiert, auch da achtung abgase in die Luft, nur das unserer guter „kopfsalat“ seine sachen im supermarkt fast um die ecke einkaufen kann. Hey also echt!!! Wenn du den perfekten Naturschützer sein möchtest, dann ziehe in die Berge oder in eine Höhle, erstelle dort selber Werkzeuge für dein Hausbau. Ernähre dich was dir die Natur gibt, „ist übrigens alles bio“ deine Kleider lasse zu Hause, sorge selber für dich wie unsere vorfahren vor vielen tausend Jahren. Mal schauen wie lange es du aushälst?? Evtl würdest du sogar ein Tier schlachten um ein warmes Kleidungsstück zu erhalten, ist für den Winter sehr praktisch. Nur wer sich selber 100%ig von der Natur erhalten kann so einer ist ein Naturschützer!! Alle anderen sind, mhh, sorry nur lachnummern. Das gleiche gilt übrigens auch für alle Naturschützer usw, schützen schützen was das zeug hält, wenn aber mal eine Hochwasser Katastrophe oder ähnliches ist ja dann sind diese Naturschützer nicht bereit ihrer geschützten Natur zur hilfe zu eilen und lassen ihre Natur im stich.

kopfsalat Pro hat gesagt: @alpinist
Gesendet am 19. Mai 2010 um 22:23
wo pflückst du diese pilze? scheinen ja eine tolle wirkung zu haben.

Berglurch hat gesagt: Think global...
Gesendet am 22. Mai 2010 um 19:23
... act local. Sollte die Devise für uns alle heissen, denke ich...

Hitsch hat gesagt: Wildschutzzonen ja aber....
Gesendet am 22. Mai 2010 um 22:53
Ich finde Wildschutzzonen haben durchaus seine berechtigung. Aber trotzdem muss ich mich manchmal fragen, was die Typen auf dem Amt studieren.
Zum Beispiel auf der Lenzereide; da gibts zwischen dem Tal und den Skiliften überall Wildruhezonen, aber einhalten tut sie niemand wirklich. Aber Abseits gibt es nichts. Es wäre doch viel Sinnvoller die Wildruhezonen dort anzulegen, wo nicht so viel "Verkehr" ist, sondern an Orten die nicht, an Anstiegsrouten auf die Berge, nicht im direkten Einflussbreich eines Skigebiets sind.

Und zum Thema Jagt und Wildschutzzonen. Mein Vater geht ja auf die Jagt, daher kann ich aus Erfahrung sagen, dass viele Tiere nach dem ersten Schuss in der Hochjagt in die Wildschutzzonen verschwinden. Und da dort keine Tiere geschossen werden dürfen haben die Tiere dort ihre "ruhe". Ich bin überzeugt, dass die Tiere spüren wo Wildschutzzonen sind, und dass sie sich auch dorthin begeben, wenn sie sich gestört fühlen.
Zum Thema Jagt oder nicht. Ich glaube mit der Jagt verhällt es sich wie mit der Fasnacht, entweder man wächst damit auf, oder man wird es wahrscheinlich das Leben lang schlecht heissen.

Nochmals Ontopic: Ich glaube es fällt leichter Rücksicht zu nehmen, wenn man merkt dass auf einen selber Rücksicht genommen wird. Das soll heissen, wenn Wildschutzzonen nicht wahllos angelegt werden, sind auch die meisten Outdoor aktivisten bereit diese Zonen auch zu akzeptieren. Aber es kann nicht gehen, dass in einer gut Frequentieren Region einfach wahllos (so scheint es manchmal) Wildzonen reingesetzt werden.


Zaza hat gesagt: Wildschongebiete
Gesendet am 2. Dezember 2010 um 10:40
Inzwischen haben immerhin schon 6 Kantone die Karten online gestellt. Diese Infos werden von Mountainwilderness gebündelt, eine gute Sache!
Klick

@Rise: Könntest du diesen Link auf der Startseite der Community verlinken? Wäre leichter auffindbar...

Gruess, zaza

laponia41 Pro hat gesagt: Menu der Community
Gesendet am 2. Dezember 2010 um 15:48
Das "Menu der Community" (Home / Forum / Journal / Galerie) sollte um einen Bereich "Dokumentationen / Infos" ergänzt werden. Es ist mühsam, wichtige Infos im Forum zu suchen und zu finden. Stani und Anna haben auf eine Anregung meinerseits nicht reagiert.

Stani™ Pro hat gesagt: RE:Menu der Community
Gesendet am 2. Dezember 2010 um 17:01
Hi laponia!

You can use the community description and put the links into there. Look for example on this page, on the right side there is a "menu" Tools, and as I see Alpin_Rise already added the link.

Moreover, you can use the "Text" module and put additional description on the community homepage, example T6 homepage

Hope that helps!
S.


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