digitale Bearbeitung


Written by denali2002, 10 January 2008, 13h56. This page has been displayed 356 times.

Auf Hikr.org werden teils sensationelle Bilder hochgeladen.

Meine Fragen an Euch:

- In welchem Format fotografiert Ihr? (Raw, Tiff, Jpeg)

- wie weit geht Ihr bei der digitalen Fotobearbeitung? (Korrektur der Helligkeit, Schärfe, Kontrast,      Farbsättigung,   Freistellen, Vergrössern etc.)

- ist es ethisch überhaupt vertretbar, Bilder nachträglich zu bearbeiten?




Comments (10)


Post a comment

Anna Pro says:
Sent 10 January 2008, 14h16
1. Ich fotografiere in RAW, finde dieses Format super weil man kann nachträglich das Bild bearbeiten ohne die Qualität verloren. Leider habe ich nicht viele RAW Fotos auf hikr.org, weil ich diese Technik nur in der letzte Zeit gefunden habe. Früher habe ich in jpeg fotografiert, der Unterschied ist sehr gross. Die White Balance kann sehr schnell korrigiert werden und die Fotos sind schärferer als in jpeg. Hier kannst du einen Tutorial über RAW lesen: [www.luminous-landscape.com/tutorials/understanding-series/u-...]

2. Für die meistens Fotos, ich korrigiere nur die Levels und Schärfe, aber manchmal brauche ich auch Curves und Vergrössern

3. Sicher darf/muss man die Bilder nachträglich bearbeiten, das gehört auch zu dem Kunst der digitale Photographie.

ABoehlen Pro says:
Sent 11 January 2008, 12h15
1. Vermutlich bin ich ein ziemlicher Exot hier, denn ich fotografiere analog mit der über 10-jährigen Spiegelreflexkamera Canon EOS500N auf 35mm-Film (200 ASA). Via Fotolabor kann ich mir dann für ein paar Franken zusätzlich zu den Abzügen eine CD anfertigen lassen, womit ich die Bilder ebenfalls digital zur Verfügung habe - leider nur im jpg-Format. Unkomprimiert wäre mir natürlich lieber.

2. Tendenziell sind mir die Bilder auf dieser CD immer eine Spur zu hell, auch wenn die Abzüge vom Licht her stimmen. Deshalb korrigiere ich meist etwas an der Helligkeit (Funktion Gamma-Korrektur in IrfanView oder Curves in GIMP). In gewissen Situationen, wie z.B. Fernsichtaufnahmen, kann man so auch noch mehr Details herausholen. Und manchmal schneide ich auch nur ein Teil eines Bildes heraus.

3. Ich sehe kein Problem darin, Bilder mit diesen Grundfunktionen (Helligkeit, Schärfe, Kontrast, Farbsättigung) zu bearbeiten. Gewisse Details, die man zeigen möchte, kommen halt manchmal erst so überhaupt zur Geltung.


360 Pro says: RE:
Sent 12 January 2008, 10h31
> Vermutlich bin ich ein ziemlicher Exot hier,
> denn ich fotografiere analog mit der über
> 10-jährigen Spiegelreflexkamera Canon EOS500N
> auf 35mm-Film (200 ASA).

Bis vor 1 1/2 Jahren habe ich auch zu den "analog Exoten" gehört, seit ich aber eine digitale Spiegelreflex Kamera habe, bin ich ein regelrechter Fan der digitalen Fotographie geworden. Der grösste Vorteil für mich ist einerseit die Tatsache, dass ich sofort sehen kann, wie in etwa das Bild rausgekommen ist. Andererseits geht es nicht mehr so ins Geld wenn ich 100 Bilder von einem Panorama mache...

360 Pro says:
Sent 12 January 2008, 10h23
Ich nehme meine Fotos fast ausschliesslich im jpg Format auf, denn meine Kamera (Canon EOS 30D) produziert so qualitativ ausgezeichnete Bilder. Ich habe gelegentlich auch schon Bilder im raw Format aufgenommen und sie nachträglich bearbeitet, generell ist mir aber der Aufwand die Bilder nachzubearbeiten zu gross und für mich lohnt sich der enorme Zeitaufwand nicht wirklich. Zudem passen raw höchstens 1/3 der Anzahl Bilder auf meine Speicherkarte als im jpg Format und generell sind für mich die Datenmengen die beim Schiessen von raw anfallen zu gross.

In Bezug auf Helligkeit, Schärfe, Kontrast und Farbsättigung mache ich nur ganz selten Nachbearbeitungen. Hingegen kommt es öfters vor, dass ich nur bestimmte Ausschnitte der effektiven Bilder weiterverwende (bei >8 Megapixel staune ich immer wieder, welche Details da manchmal zu finden sind).

Wie wohl die eine oder der andere schon bemerkt hat, bin ich Fan von Panoramas, insbesondere 360º. Um diese zu erstellen muss ich zwingendermassen die Fotos nachbearbeiten. Beim Zusammenfügen dieser Panoramas muss ich oft auch so genannte "exposure matchings" machen, denn insbesondere bei 360º Aufnahmen ist es schwierig die Belichtungszeit für alle Einzelbilder so einzustellen, dass man sowohl im Schatten, wie auch gegen die Sonne gute Resultate erzielen kann. Dabei kommt es auch vor, dass ich das gesamte Panorama am Schluss noch aufhelle oder dunkler mache.

Ob es vertretbar ist die Bilder nachträglich zu bearbeiten ist wohl eher eine Gewissensfrage und diese muss jede/r für sich beantworten. Was mich anbetrifft, finde ich es in Ordnung Bilder nachzuschärfen und die Helligkeit anzupassen, es kann ja passieren, dass man nicht ganz am richtigen Ort fokussiert hat, oder die Aufnahme auf Grund einer falschen Belichtungszeit etwas zu dunkel oder zu hell geraten ist und man da etwas nachhelfen kann.

Mit dem nachträglichen Bearbeiten der Farbsättigung bin ich hingegen eher zurückhaltend, denn damit ändere ich die Farben in der Aufnahme ja so, wie ich sie nicht angetroffen habe. Ich verwende aus diesem Grund auch keine Filter mit meinen Objektiven. Es ist aber allemal fraglich, inwiefern ein Bild, welches man mit einer Kamera gemacht hat, sei dies nun digital oder analog, die Farben so wiedergibt, wie man sie auch angetroffen hat. Was ich nicht OK finde, ist irgendwelche "störende" Dinge aus meinen Bildern auszuschneiden oder „fehlende“ Sachen nachträglich einzufügen.

Fenek Pro says: meine Fotos
Sent 12 January 2008, 11h47
Fotografieren ist eines meiner Hobbys. Ich habe auch schon Kurse besucht. Früher war ich up to Date mit meiner Canon EOS 1000F. Die Zeit hat mich längst überholt.

Im Moment habe ich eine einfache Sony Cybershot DSC-W55 Camera. Der Vorteil ist, dass sie klein, handlich, leicht und fast immer griffbereit ist.
Meine Bilder bearbeite ich selten nachträglich, es kommt aber vor, dass sie mir nicht ganz gefallen von der Helligkeit und dann korrigiere ich das nach.
Das nachträgliche Bearbeiten finde ich ok, gerade was Helligkeit und Unschärfe betrifft.

Ich sehe, dass es verschiedene Geschmäcker gibt über die Farbsättigung. Fotos mit derart satten Farben sind zwar schön, aber wohl eher nicht der Wirklichkeit entsprechend. Das ist wohl eine philosophische Frage und jedem selbst überlassen.

Generell gefallen mir die Bilder auf hikr. gut. Man merkt, dass sich die meisten viel Mühe geben.

Ich würde gerne mal mal das RAW Format ausprobieren, habe aber nicht herausgefunden, ob meine Camera das kann.


Alpin_Rise Pro says: Bilder korrigieren
Sent 16 January 2008, 17h45
Gehöre auch zu den Exoten, bis vor 2 Jahren hatte ich noch keine Digicam. Meine Analoge, obwohl kompakt, kam selten mit in die Berge (was ich heute ein wenig bereue...).

Ich fotografiere im wenigsten komprimierten JPG. Auch wenn ich damit einen Tick weniger Möglichkeiten in der Nachbearbeitung habe, genügt es für meine Ansprüche bis jetzt. Auch schreckt mich der hohe Nachbearbeitungsaufwand und die Datenmenge beim RAW ab.

Anfangs hab ich meine digitalen Aufnahmen überehaupt nicht nachbearbeitet.
Mittlerweile erstreckt sich mein Repertoire auf Ausschneiden/Helligkeit/Gamma/Kontrast/Schärfe. Eine schlechtere Aufnahme lässt sich so oft noch einigermassen retten, während wirklich gute Aufnahmen aus meiner Sicht kaum Nachbearbeitung brauchen. Mit den Farben bin ich zurückhaltend. Schnee muss ja auch nicht immer schäfchenweiss sein.
Grobe Retouchen wie Ausschneiden/Einfügen von Objekten mache ich nicht. Ein Bergfoto soll für mich vor allem die Realität abbilden. Das sieht natürlich im künstlerischen Bereich anders aus; schwierig da eine Grenze zu ziehen.

Mir ist wichtiger, dass ein Bild eine bestimmte Stimmung wiedergibt - da beurteilt man als Fotograf manchmal anders als der reine Betrachter. Unter diesem Gesichtspunkt sind manchmal auch weniger gelungene Fotos ganz reizvoll.

360 Pro says: zu viel bearbeitet?
Sent 31 January 2008, 13h46
Hier zwei aktuelle Beispiele, bei denen ich finde, dass die nachträgliche Bearbeitung der Bilder zu weit gegangen ist.
www.hikr.org/gallery/photo38579.html
www.hikr.org/gallery/photo38585.html

Zwar wirken die Bilder beim ersten Anblick beeindruckend und der "wow-Effekt" ist definitiv vorhanden, aber beim zweiten Hinschauen sieht man, dass vorallem mit der Farbsättigung für meinen Geschmack zu viel "gespielt" wurde. Die verschwommenen Konturen zwisch Bergen und Himmel "verraten" die extreme Nachbearbeitung der Bilder und das Blau in diesen Bildern ist einfach zu blau und wirkt zu kuenstlich, als dass es effektiv hätte so aussehen können.

Wie gesagt, ich möchte hiermit nicht sagen, dass solches Nachbearbeiten verboten ist, aber irgendwie ist dies "too much" für meinen Geschmack.

Stani™ Pro says: RE:zu viel bearbeitet?
Sent 31 January 2008, 19h28
There are huge "jpeg-artifacts" all over the picture, especially the first one, however the photo is about 200K ... strange! Looks like it was first compressed to something like 20K, then re-opened and re-saved with little compression.

Anna Pro says: RE:zu viel bearbeitet?
Sent 31 January 2008, 21h21
Ich bin mit dir einverstanden.

In my opinion, it's not enough to work a lot on a photo to obtain a good and artistic result. One should also know how to use different filters and tools offered by various programs. This demands a lot of readings, looking of good pictures and exercise.

For the pictures above, they are, "für meinen Geschmack", nice compositions, but, unfortunately, technically very badly reworked. Probally the original pictures were better.

purgitrang says: Nur leichte Veraenderungen
Sent 8 June 2008, 22h09
Hallo, Ich denke es ist OK wenn man ein wenig an seinen Bildern arbeitet. Sicher eine Frage von Kunst vs. Kitch. Ich nutze eigentlich nur den Picture Manager von Microsoft um die Mittel Toene etwas anzupassen. Hab mit 14 angefangen zu fotografieren und finde, es ist schon ein tolles Hobby. Noch eine Frage: Wie kann ich Fotos "posten" welche nicht notwendigerweise mit Touren zu tun habe aber doch Natur pur darstellen?


Post a comment»