Bewertung


Publiziert von Cyrill , 9. Januar 2007 um 17:44. Diese Seite wurde 383 mal angezeigt.

War die Bewertung T6 früher nicht BG und teilweise WS? "T6 und T5 Gelände" kann genau so gut "WS-Gelände" sein.

Irreführend kann auch die Bezeichnung Wanderskala sein (siehe auch Kritik vom Tages Anzeiger). Bei T4 / T5 / T6 würde ich persönlich nicht mehr das Wort wandern verwenden, sondern von Bergtouren oder sogar Hochtouren sprechen. Wandern könnte gewisse Menschen auf "Abwege" führen...

Mit der Bewertung und der Schwierigkeitsskala habe ich etwas Mühe. Wann ist etwas ZS+ wann ZS- ? Wann IV+ wann IV-? Meiner Meinung nach ist diese Bewertung sehr subjektiv und individuell. Je nach Autor und Führer gibt es hier Abweichungen und Unterschiede. Wohl auch etwas Spielerei.

Lässt sich die Natur überhaupt bewerten? Lässt Sie sich in ein Schema pressen? Was wenn der Grat vereist ist? Dann kann er gut eine Stufe schwieriger sein. Wenn der Firn geschmolzen ist und geklettert werden muss? Auch dann wird es sofort schwieriger.



Kommentare (2)


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Zaza hat gesagt:
Gesendet am 9. Januar 2007 um 18:19
Je nach Autor des "alten" Führers: Bei den Führern von Maurice Brandt (FR, VD) sind die typischen T6-Routen mit "L" bewertet. In der Regel entspricht T5 und T6 aber schon eher WS bis ZS-.

Natürlich ist die Bewertung immer subjektiv, aber sie hilft doch den Interessenten, um zu beurteilen, ob sie eine Route wagen können oder nicht.

Pavel hat gesagt:
Gesendet am 11. März 2007 um 17:16
Die Bewertungen sind ja ohnehin für ideale Bedingungen gedacht. Der "Normalweg" auf den Niesen (Mülenen-Schwandegg-Glogghore-Kulm) wird wegen einigen Einzelstellen als T3 geführt - bei Normalbedingungen (tagsüber, trocken) problemlos. Die gleiche Tour ist an einem Novemberabend (und somit Strinlampe...) mit gefrorenem Boden, Schneeresten und vereisten Wegstücken etwas völlig anderes und stellt vermutlich die gleichen Anforderungen wie eine T4-Tour.

Die Beschreibungen T4-T6 finde ich an sich sehr ähnlich. Mich erinnert das ganze an die A3-A5 Diskussion vom Technoklettern. A4 ist einfach "mehr" A3, und A5 einfach "noch mehr" A3, dh die Stellen werden nicht mehr technisch anspruchsvoller, sondern länger und objektiv gefährlicher. "Exponiert" und "sehr exponiert" (T5 bzw. T6) kann ich jedenfalls nicht unterschieden.

Umso wichtiger finde ich deshalb die Referenztouren - da kann man sich schon viel mehr drunter vorstellen. Zwischen Ammertenspitz, Simmenfluh (T4, kenne die Touren) und Niesengrat (T6, bis jetzt nur gesehen...) liegen Welten, ausrutschen darf man aber dennoch nirgends.

Ich finde die neue Bewertungsskala besser als die bisherige, weil man eben nach oben hin den Spielraum T5-T6 hat und diese Touren somit deutlicher von den T3+/T4-Touren unterscheiden kann.

Klar sind die Bewertungen subjektiv, aber das ist beim Klettern und bei den Hochtouren dasselbe. Und man ist ja auch nicht jeden Tag gut drauf - einmal stört die Ausgesetztheit überhaupt nicht, an einem anderen Tag gehts plötzlich nicht...


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