Schneeschuhe vs. Skitourengänger


Publiziert von rihu, 24. Dezember 2006 um 10:37. Diese Seite wurde 3547 mal angezeigt.

Ein kleines Problem:

Viele Skitourengänger sehen in den Schneeschuhgängern eine ernsthafte Konkurrenz. Sie befürchten nämlich, dass ihre schönen Spuren zerstört werden. Wie verhalte ich mich als Schneeschuhgänger, dass alle Wintersportler möglichst reibungslos aneinander vorbeikommen?

Gerne möchte ich über dieses Thema eine Diskussion eröffnen.




Kommentare (51)


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Stani™ Pro hat gesagt: Andere kleines Problem :))
Gesendet am 26. Dezember 2006 um 18:24
Ich bin interessiert diskutieren, aber ich kann nicht auf Deutsch schreiben. Ist er auf französisch okay?

rihu Pro hat gesagt: RE:Andere kleines Problem :))
Gesendet am 26. Dezember 2006 um 20:45
Mais oui, sûrement.
rihu

Stani™ Pro hat gesagt: RE:Andere kleines Problem :))
Gesendet am 26. Dezember 2006 um 21:47
Merci!

Je ne savais pas qu'il y avait ce problème. Je n'ai pas très bien compris si tu parles des traces de montée ou de descente. En tout cas, mon opinion c'est comme ça:

Si c'est pour la montée, je ne crois pas qu'il y a vraiment un problème, les gens qui font le snowboard montent en raquettes, par le même chemin et souvent ensemble avec les skieurs. Nous avons des photos ici sur hikr qui le prouvent :))

Ou bien c'est pour la descente? C'est possible que les vieilles traces gelées gênent pendant la descente, mais dans ce cas là je ne vois pas la différence entre les vieilles traces de ski et de raquettes. Personnellement, rencontrer les traces de ski me gêne plus car ils occupent toujours plein de place :))

Voilà.

Si c'est pas indiscret, t'as rencontré ce problème à la montagne ou c'est juste une opinion courante?

Alpin_Rise hat gesagt: Schneeschuh vs Skitürerler
Gesendet am 26. Dezember 2006 um 22:53
Salut! Excuse-moi, mais je ne peux pas écrire en français, c'est trop dificile.

Mein erster Beitrag zu einer Community...

Das Problem besteht denk ich vor allem im Aufstieg - und zwar dass Schneeschuhgänger auch die Skiaufstiegsspuren nutzen.
Ich denke, jeder muss für sich einen Weg finden. Persönlich mag ich die reinen Skispuren lieber, gerade bei schwierigen Verhältnissen. Jedoch benutze auch ich eine Schneeschuhspur, ohne selbst zu spuren.
Spure ich selbst, sollten meine Spuren von nachfolgenden Schneeschuhgängern MIT bedacht benutzt werden. Das heisst in langen Traversen eine eignen Spur anlegen (das Skitrassee ist sowieso ungeignet)und nur in unproblematischen Stellen in der Skispur laufen.

Der typische Skifahrer trennt sich auch räumlich vom Schneeschuhgeher, der i.d.R. eher flache, waldige und coupierte Gelände vorzieht. Der Konflikt dürfte v.a. mit den Snowboardern bestehen. Diesen empfehle ich Kurzski oder ein Splitboard. Kraftsparend¨und spurschonend.

Es gibt einen Weg zusammen, die Berge gehören weder den Skifahrern noch den Snowboardern oder Schneeschuhgängern. Toleranz und Verständigung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Fruchtbare Diskussionen wünscht
Alpin_Rise

Stani™ Pro hat gesagt: RE:Schneeschuh vs Skitürerler
Gesendet am 28. Dezember 2006 um 20:02
Kein Problem! Ich verstehe ein bisschen..
C'est seulement que je ne sais pas écrire :(

Merci pour ces explications. Comme je n'ai jamais fait de ski je ne savais pas tout ça, mais je m'en doutais un peu. En fait, je trouve que la trace de ski ce n'est pas du tout confortable pour les raquettes car trop étroite. Personnellement, j'aime beaucoup de faire une trace à moi, même s'il existe déjà une. C'est plus sportif :))

En plus, en raquettes on peut faire de montées plus raides là ou les skieurs doivent traverser. ça c'est un avantage, pourquoi ne pas l'utiliser?

Il reste quand même des passages ou c'est difficile d'avoir deux traces, bon alors il faut cohabiter quoi :))

Voilà. Merci!

Stani™ Pro hat gesagt:
Gesendet am 29. Dezember 2006 um 20:34
Pour info: nous avons vu aujourd'hui sur Munt Müsella les traces de raquettes utilisées par les skieurs!

Zaza hat gesagt:
Gesendet am 8. Januar 2007 um 18:54
Das ist ein Thema, das in Foren in Frankreich jeden Winter intensiv und hitzig diskutiert wird, siehe z.B. auf c2c (skirando.ch).

Tatsächlich ist es oft sinnvoller, mit den Schneeschuhen eine eigene Spur zu legen. Aber im tiefen Pulverschnee ist das manchmal sehr übel. Da habe ich recht gute Erfahrungen gemacht, wenn man die anwesenden Skifahrer fragt, ob es sie stört, wenn man die gleiche Spur benützt. Meistens kein Problem, wenn man die Spur dadurch nicht gerade mit Löchern spickt.

Mit MSR-Denali Schneeschuhen ist eine Skispur nicht zu schmal - man setzt dann halt einen Fuss vor den anderen (geht mit längeren oder breiteren Modellen schlecht).

...aber am schönsten ist es natürlich trotzdem, in einem "spurlosen" Gebiet unterwegs zu sein!


kobi hat gesagt: Mauliger Skitürler
Gesendet am 28. Februar 2011 um 22:14
Ich wurde von einem Skitürler regelrecht angeschnauzt, weil ich die vorgespurte Spur benutzte. Er meinte ich zerstöre die ganze Spur.Er allerdings benutzte ebenfalls die vorgespurte Spur.
Da fragte ich mich echt, ob ich im falschen Film bin.
Erstens wurde die Spur nicht zerstört, zweitens ist keine Spur reserviert für eine bestimmte Gruppe und drittens gehören die Berge allen, die sie geniessen wollen. Wenn dann solche Konflikte entstehen, sollte man sich schon fragen, ob man nicht auf einsame Touren gehen sollte, wo einem sicher kein Schneeschuhläufer über den Weg stolpert....
Warum ist er dann meiner Spur gefolgt, die ja anscheinend zerstört war? Warum spurt er sich nicht selber eine eigene Spur?
Ich lebe in der Stadt, wenn ich z.b als Fussgänger jeden Velofahrer anschnauze, der nicht auf dem Veloweg fährt, wo kämmen wir dahin??
Solange man zusammen leben kann, ist doch alles in Butter. Etwas mehr Toleranz fände ich schon angebracht.

Sputnik Pro hat gesagt: Wo bleibt die Toleranz?
Gesendet am 1. März 2011 um 05:31
Als Skitourengänger UND Schneeschuhläufer kann ich sicherlich objektiv urteilen.

Wenn ich mit Schneeschuhen unterwegs bin und der Schnee sehr tief ist benutze ich selbstverständlich die Skispur sofern keine Schneeschuhspur vorhanden ist.

Andernseits wenn ich mit den Ski auf Tour bin und eine mit Scheeschuhen zertrampte Spur antreffe regt mich das nicht auf - es ist zwar etwas mühsamer zu gehen aber dennoch weniger anstregend als wenn ich mit Schneeschuhen eine eigene Spur legen müsste.

Reine Skitürler sollten zuerst einmal einen hohen Berg mit Schneeschuhen besteigen und diesen selbst spuren bevor sie über Schneeschuhgänger herziehen welche ihre Spur "zerstören". Nach der langen Schneeschuhtour wären sie wohl viel toleranter wenn ein Schneeschugänger in "ihrer" der Skispur läuft!

Also was soll die ganze Aufregung! Wir sind alle in den Bergen um Freude zu haben - da sind Anfeindungen echt fehl am Platz!


alpstein Pro hat gesagt: Der Schnee gehört allen
Gesendet am 1. März 2011 um 06:40
sagte vor ein paar Wochen ein Skitüürler auf dem Garmil zu diesem Thema. Soll heißen, dass es ihn nicht stört, wenn Schneeschuhgänger in der Skispur gehen.

Bei unserer ersten Schneeschuhtour diesen Winter auf den Kronberg habe ich im Tiefschnee von Rehmen bis oben gespurt und Skitourer hatten auch kein Problem damit, diese Spur hinter uns zu nutzen ,-)

Ein bisschen Toleranz ist gefordert. Allerdings sollten die Schneeschuhgänger sich schon bemühen die Skispur nicht regelrecht zu zertrampeln!

MaeNi hat gesagt: Es geht auch..
Gesendet am 1. März 2011 um 10:41
....auf diese Weise....nämlich nebeneinander...

kobi hat gesagt: RE:Es geht auch..
Gesendet am 1. März 2011 um 13:59
Das ist ja Harmonie pur...

kobi hat gesagt: Mauliger Skitürler
Gesendet am 1. März 2011 um 14:02
übrigens habe ich mein Erlebnis mit dem Skitürler in einem Tourenbericht veröffentlicht.(siehe Schilt/Tristli)
Prompt bekann ich zwei böse Mails, von Skitürlern, die mein Verhalten skandalös fanden.......
Irgendwie schon traurig.
Als gebe es keine andere Probleme!!!!!!

MaeNi hat gesagt: RE:Mauliger Skitürler
Gesendet am 1. März 2011 um 14:22
Nun, wir haben uns auch schon über "Schneeschuhlöcher" in der Skispur geärgert...aber im Gegenzug auch schon mal gerne eine Schneeschuhspur in Anspruch genommen, anstatt selber zu spuren...ging dann doch auch einfacher...ist halt immer eine Frage des Standpunktes....aber deswegen böse Mails verschicken...schade, schade! Schliesslich ist die Natur für alle da...

PStraub hat gesagt: Mauliger Skitürler II
Gesendet am 1. März 2011 um 18:33
Also erstens trampen Schneeschuhläufer sehr wohl Skispuren kaputt.
Wer das nicht glaubt, soll einmal am frühen Morgen (mit Skis!) zB. von Obererbs zum Kärpf aufsteigen, nachdem am Vortag einer Löcher in die Spur getreten hat. Die Ränder sind vereist, die Felle finden keinen Halt mehr, die Spur ist futsch.

Zweitens stimmt die Darstellung von Kobi so nicht. Der Kommentar, den ich in seinem Bericht gesehen hatte, nahm - soweit ich mich erinnere - nicht Bezug auf sein "skandalöses" Verhalten am Berg, sondern auf den Umstand, dass er mit Kritik nicht umgehen kann. Andern teilt er "Engstirnigkeit" aus, selber ist er eine Mimose.

Nur um das klarzustellen: Ich war am fraglichen Tag weder am Schilt noch überhaupt auf den Ski noch habe ich den gelöschten Kommentar geschrieben.

Dieser war nur der Auslöser für meine Frage im HIKR-Meta-Forum, ob man fremde Kommentare löschen (können) soll. - Meine Antwort drauf ist klar: Nie im Leben!

Das Paradoxe daran ist: Hätte er den Kommentar stehen lassen, hätten ihn ein paar Wenige gelesen. Jetzt weiss jeder, wie uncool er auf Kritik reagiert ..

kobi hat gesagt: RE:Mauliger Skitürler II
Gesendet am 1. März 2011 um 23:11
Wie gesagt, Kritik sollte sachlich sein.
Schön, dass jeder jetzt weiss, dass ich eine Mimose und uncool bin.
Genau deshalb sollte man Kommentare löschen können,weil es anscheinend Leute gibt, die nichts anderes zu tun haben, als "Kritik" zu üben.
Aber anscheinend habe ich eine Diskussion losgetreten, und die meisten Kommentare sind durchaus interessant...
Grüsse Kobi

akka hat gesagt: Problemsucher
Gesendet am 1. März 2011 um 19:29
Ich unternehme pro Winter ca. 20-25 Skitouren.

Das Schneeschuhgänger vor mir in der Skispur unterwegs sind, kommt immer häufiger vor. Eine nennenswerte Beeinträchtigung der Spurqualität ist mir dabei bislang nur ganz selten und dann auch nur an kurzen Stellen untergekommen.
Mich dünkt die Aufregung seitens einiger Skitürler reichlich anmassend. Schlechter Schnee, eine ungeschickte Spuranlage, oder durch Skitürler bei der Abfahrt verfahrene Aufstiegsspuren beeinträchtigen einen "bequemen" Aufstieg" sehr viel mehr, als Schneeschuhgänger in der Skispur.

Mein Tip an alle Skitürler, die mit diesen grossen Problem so überfordert sind:
Heliskiing. Da braucht man sich beim Aufstieg nicht mehr anstrengen und ärgern. Trifft`s wahrscheinlich eh.

Mel hat gesagt: RE:Problemsucher
Gesendet am 1. März 2011 um 19:58
eieiei, akka, gleich geht die heliski-diskussion wieder los...
;-)

MunggaLoch hat gesagt: RE:Problemsucher
Gesendet am 2. März 2011 um 07:02
Hab ich auch gerade gedacht!
Aber interessanter Ansatz ;-)

chaeppi Pro hat gesagt:
Gesendet am 1. März 2011 um 20:24
Dieses Thema wurde hier glaube ich schon letztes Jahr diskutiert. Ich glaube nicht dass man gewisse Tourenfahrer und Schneeschuhläufer auf einen gemeinsamen Nenner bringen kann. Als ehemaliger Skitüreler und heute begeisterter Schneeschuhläufer verstehe ich beide Seiten. Vielfach habe ich jedoch mit Schneeschuhen auf meinen Touren schon Spuren angelegt wie ich dies auch mit Skis gemacht hätte. Dies wurde mir vor allem in neu eingeschneitem Gelände, wie bei meiner letzten Tour auf den Cunggel, von nachfolgenden Tourenfahrern bestens verdankt. Ein bisschen Toleranz ist wohl von beiden Seiten gefordert.

mde hat gesagt: Meine Meinung
Gesendet am 2. März 2011 um 15:06
Eigentlich ist die Sache ganz einfach: als Schneeschuhgänger hat man in einer von Skitourengängern angelegten Aufstiegsspur nichts verloren. Punkt. Einzige, aus meiner Sicht akzeptable Ausnahme ist dann, wenn das Gelände nicht zwei parallele oder unabhängige Trassees zulässt.

Wie PStraub richtig schreibt, kann eine Ski-Aufstiegsspur tatsächlich zerstört werden. Ich habe es gerade heute wieder erlebt: gestern ist zuletzt noch einer über die noch pulvrige Aufstiegsspur hinaufgetrampelt. Über Nacht ist der Schnee gefroren, auf der holprigen Spur musste das Auge nun ständig auf den Boden gerichtet werden und Konzentration war nötig, um nicht auszurutschen. Kein Vergleich zum Steigen in einer guten Skispur, wo das Auge herumschweifen kann, die Ski von selbst auf Kurs bleiben und der Aufstieg fast meditative Züge annimmt. Dieses Erlebnis wurde/wird vom Schneeschuhtrampel zerstört! Und dieses rhythmische Steigen ist ein wesentliches Element des Skitourengehens.

Da helfen auch dümmliche Sprüche à la "Heliski" oder "Cross-Trainer" nicht darüber hinweg. Und das Argument, dass ich ja eine neue Spur hätte ziehen können, lasse ich ebenso wenig gelten. Es kann ja nicht sein, dass von den Skitoürelern eine Spur angelegt wird (ich weiss sogar, wer es in diesem spezifischen Fall war!), diese dann von den Schneeschuhgängern in Besitz genommen wird, und danach die Skitourengeher noch eine zweite Spur anlegen müssen.

Das Anlegen einer neuen, zusätzlichen Spur für seinesgleichen obliegt ganz klar dem ersten Schneeschuhgänger, welcher die Tour unternimmt. Wenn die Kondition dafür nicht ausreicht, so gibt es einige Möglichkeiten: a) einen kleineren Berg suchen, b) mit Ski kommen, c) warten bis ein anderer Schneeschuhgänger gespurt hat, d) Kondition aufbauen, etc. Aber etwas sollte nicht sein, nämlich die Skispur zu benutzen.

Und um allen vorzugreifen, die meinen ich hätte keine Ahnung, was Spuren heisst: aus verschiedenen Gründen bin ich am liebsten da unterwegs, wo noch keine Spur liegt. Pro Jahr spure ich Dutzende von Touren (zumindest teilweise) neu, mit insgesamt sicher mehreren Zehntausend Höhenmetern.

chaeppi Pro hat gesagt: RE:Meine Meinung
Gesendet am 2. März 2011 um 16:45
P. Straub schreibt "eine Skispur, die man nicht selbst erstellt hat" zu zertrampeln. Mit dieser Aussage habe ich etwas Mühe.

Auch der Tourenfahrer benuzt gerne eine nicht selbst erstellte Spur, da es schlichtwegs bedeutend weniger Energie braucht als selbst zu spuren. Der Tourenfahrer soll also das Recht haben, mit möglichst geringem Aufwand sein Gipfelziel zu erreichen, gesteht aber das selbe Recht dem Schneeschuhläufer nicht zu.

Was ich aber noch bedenklicher als eine zertrampelte Spur finde, und ich stelle das immer wieder fest, wie bedenkenlos gute Aufstiegsspuren von Skifahrern während der Abfahrt zerstört werden. Das scheint jedoch bei einigen Tourenfahrern keine Rolle zu spielen. Hauptsache man hat sein Ziel erreicht, und nach mir die Sintflut. Da kümmert sich auch keiner mehr darum ob eventuell nachfolgende Tourengänger die Spur auch noch gerne genuzt hätten.

Am besten würde wohl jeder seine eigene Spur ziehen. Nur so wäre dann die wirkliche Leistung erbracht. Lob verdient eigentlich nur der Anleger einer Spur. Alle Nachkommenden sind Profiteure.

Kopfsalat Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. März 2011 um 15:22
Man könnte mal beim VSS anfragen, vielleicht stellen sie uns eine 120-seitige Norm zusammen, mit Einspur-, Stopp- und Vortrittsschildern etc.

Tef Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. März 2011 um 16:39
Vorab eine kleine Geschichte, die diesen Unsinn verdeutlicht:
Bei einer Tour spurten wir als erste mit unsere Schneeschuhen auf den Gipfel, später kam ein Skitourengeher auf unserer Spur nach. Im Abstieg wurden wir dann von nachkommenden beschimpft, weil wir die Spur kaputt machten...man wollte uns aus "unserer" Spur vertreiben.
- wir haben noch nie einen Skitourengeher getroffen, der neben einer vorhandenen Schneeschuhspur neu spurt, aber andersrum wird es erwartet (und eine Schneeschuhspur wird durchaus von einer Skispur schwerer gangbar)

Es geht hier aber eher um die Einstellung:
Wir gehen in erster Linie in die Berge, um sie zu ersteigen und die Natur zu genießen, sind also Bergsteiger im klassischen Sinn. Die äußeren Bedingungen entscheiden, ob wir zu Fuß gehen oder Material brauchen. Dann erwarten (meist auch erhoffen) wir erstmal ursprüngliches, unpräpariertes Gelände. Ist dann eine Spur vorhanden, nutzen wir sie natürlich, wenn es sinnvoll ist (manchmal ist es bedingt durch das Gelände auch gar nicht anders möglich). Generell gehört ein Spur im Schnee niemanden und kann auch nicht vererbt werden (dann gäbe es bald Wegezoll), d.h. man kann auch nichts in Besitz nehmen (weil sie niemanden gehört, weder dem, der sie gelegt hat, noch einer bestimmten Gruppe) und niemanden obliegt hier irgendwas. Unglaublich wie manche Leute hier Pseudogesetze kreieren wollen, die total einseitig sind, denn alle der sog. Argumente ließen sich auch umgekehrt anwenden.


Und mit allen gleichgesinnten Bergsteigern (mit was auch immer an den Füßen),hatten wir nie Probleme. Ich glaube das liegt daran, daß wir häufig recht einsame Ziele auswählen und dort eher die Menschen zu Hause sind, bei denen der sportliche Aspekt zweitrangig ist

MunggaLoch hat gesagt: Zwei Lager...
Gesendet am 2. März 2011 um 18:05
Ich sehe, es entwickelt sich hier etwas in zwei Lager. Hoffen wir, dass diese Entwicklung nicht ZU EXTREM wird. Denn alles was zu extrem wird, ist nicht gut...

Ich sehe beide Seiten, denke aber genug tolerant zu sein, mein Mit-Berggänger machen zu lassen, was mir nicht schadet!
Falls ich seine Spur (in dem Fall war ER ja vor MIR da) nicht mag, mach ich eine eigene...
Und falls ich keine eigene machen möchte/kann, nehm ich seine und bin froh darüber...

alpstein Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. März 2011 um 18:25
Normalerweise wird darüber gemeckert, wenn die Berge durch allerhand Vorrichtungen leichter besteigbar gemacht werden. Im Winter möchte man es dagegen komfortabel haben und kommt nicht mit einer Schneeschuhspur zurecht, wobei Skitourer sich auch gerne auf eine neu angelegte Schneeschuhspur begeben, als selbst eine neue Spur zu legen.

Auch wenn die Skitourer vor uns Schneeschuhgänger da waren, sollten sie ein wenig Toleranz üben. Von den Schneeschuhgängern ist allerdings auch zu fordern, dass sie eine Skispur nicht regelrecht zertrampeln.

Bis in ein paar Jahren wird sich vermutlich kaum noch jemand über so was aufregen.

Alpin_Rise hat gesagt:
Gesendet am 2. März 2011 um 21:46
Heute durfte ich auf einer Modetour in einer guten unzertrampelten Skispur laufen - ein selten gewordenes Erlebnis, dafür umso schöner.
Auf langen, anspruchsvollen Touren sind Schneeschuhgänger zum Glück immer noch die Ausnahme, die Konflikte bestehen auf Modetouren, wo eben auch viele SS-Gänger erste Versuche machen und entsprechend nicht sensibilisiert sind.

Meist ist es so, dass die Schneeschuhgänger von den Skitouristen profitieren und nicht umgekehrt - und dass eine zertrampelte Spur für Ski sehr viel mühsamer ist als eine Skiplanierte Spur für Schneeschuhe, ist auch Fakt. Von dem her ist das Problem nicht ganz symmetrisch.

Nach Möglichkeit sollen zwei Spuren angelegt werden, die Bedürfnisse in der Spuranlage sind ziemlich verschieden. Wobei meist den Schneeschuhgängern oder SS-Snowboardern schlicht die Kondition fehlt für eine eigene Spur (es gibt da Ausnahmen... Fakt bleibt, dass SS viel anstrengender sind). Da helfen sicher die Tipps a-d von mde weiter. Nebenbei macht es auch mehr Spass selbst zu spuren, eine eigene Linie mit Kreativität zu legen...

Meinem Eindruck nach sind es nicht die Schneeschuhtourengänger, die Spuren in meinem bevorzugten Gelände zertrampeln, sondern die Snowboarder, welche noch nicht die Vorzüge von Kurzski oder Splitboard erlickt haben - die richtige Ausrüstung macht das Touren schöner!
Ganz unschön wirds dann, wenns mehrere Spuren hat und alle sind von Schneeschuhgängern zertrampelt...

G, Rise

chaeppi Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 2. März 2011 um 23:51
Wie ist dann deine Meinung über die Spurzerstörer in der Abfahrt?

lg, chaeppi

Alpin_Rise hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. März 2011 um 09:35
Ciao chaeppi,

Das Problem stellt sich wieder nur auf viel begangenen Touren. Ein erfahrener Skitourist schont die Aufstiegsspur, wobei das in Engpässen nicht immer möglich ist.
Ich fahre wenn immer möglich nicht der Aufstiegsspur entlang ab und bin morgens (ÖV) kaum der erste, welcher eine verfahrene Spur wieder aufwertet. Das Problem beschäftigt mich also persönlich kaum. Richtig mühsam wirds eigentlich nur im Frühling, wenn gefrorene Abfahrsspuren durchstiegen werden müssen.

Zudem: eine gut angelegte Aufstiegsspur nimmt auch Rücksicht auf mögliche Abfahrtslinien.

Steigen SS-Gänger immer in der Aufstiegsspur ab? Meines Wissens zerstören diese auch die Aufstiegsspur im Abstieg? Obwohl, sie brauchen naturgemäss weniger Platz.
G, Rise

chaeppi Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. März 2011 um 10:35
Als notorischer Einzelgänger kann ich natürlich nicht für andere SS-Gänger sprechen. Da ich ja fast nur Wochentags unterwegs bin, treffe ich auch höchst selten auf andere SS-Gänger.

Beim Abstieg gilt für mich dass ich in schwierigem Gelände meist wieder meiner Aufstiegsspur folge. Sobald das Gelände einfacher wird, suche ich mir natürlich wenn möglich eine direktere Linie.

Tatsache bleibt aber das leider viele Aufstiegsspuren von Turenfahrern während der Abfahrt wieder zerstört werden.

Gruess, chaeppi

Tef Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. März 2011 um 10:40
Davon auszugehen, dass Schneeschuhgeher weniger Kondition und weniger
Erfahrung haben ist eine höchstproblematische und auch fragwürdige Annahme. Es ist nicht
haltbar, die Art der Ausrüstung mit den Fähigkeiten des Bergsteigers
gleichzusetzen, das hat einfach keine argumentative Basis. Wenn man sowas von sich gibt, sollte man es auch belegen können, ansonsten ist es nichts weiter als ein unseriöses, arrogantes Vorurteil

Alpin_Rise hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. März 2011 um 11:10
Ciao Tef,

ich wollte hier niemandem ans Bein pissen, es sind einfach meine Erfahrungen mit SS-Gängern. Meine Aussage hat zwar keine statistische Basis, wohl denn eine Argumentative:

- SS ist eine krasse Trendsportart, vor 10 Jahren habe ich noch kaum welche gesehen, die meisten sind also Einsteiger, haben wenig(er) Erfahrung auf ihrem Schneesportgerät, es hat sich noch kein "Knigge" entwickelt, wie wir hier sehen.
- ich kenne persönlich wenig leistungsfähige Alpinisten, die auf SS unterwegs sind. Mal auf harten, lange Touren (> 2000hm > 15km Distanz). Schlicht zu anstrengend.
- kennst du viele SS-Gänger, die > 25 Jahre Erfahrung auf Wintertouren haben? (abgesehen von älteren Umsteigern, welche das Skifahren aufgegeben haben, meist aber aus Gesundheitlichen Gründen)
- Die Motivation vieler SS-Gänger, einfach mal draussen zu sein und zu geniessen, vielfach im voralpinen Gelände, spricht auch nicht für einen hohen Ehrgeeiz/Trainingsbereitschaft bzw. Leistungsfähigkeit - und falls sie diese hätten, könnten sie ja auch eine eigene, für SS passende Spur legen.

Natürlich paart sich Erfahrung und Respekt nicht immer, je mehr man aber gesehen hat und weiss, desto eher sollte man sich Konflikten bewust sein und sich entsprechend verhalten - für mich heisst das, eine eigene Spur zu treten.

G und gut Spur,
Rise

A propos Ausrüstung und Erfahrung: ich hoffe, der Anteil der SS-Gänger mit LVS ist gleich hoch wie derjenige der Skitouristen, was ich aber bezweifle...

Kopfsalat Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. März 2011 um 11:31
naja, Schneeschuh-Gehen ist per se anstrengender als Skitouren-Fahren.

Es gibt nicht nur keine Abfahrten, auch die Gleitphase in der Ebene entfällt und muss durch reine Muskelkraft überwunden werden.

Daraus schliessen zu wollen, dass Schneeschuhgänger weniger Leistungsfähiger sein sollen, ist schlichtweg vermessen oder zeugt von völliger Unkenntnis.

Eher das Gegenteil dürfte zutreffen, während die Skitourer vom Gipfel gemütlich ins Tal gleiten können, wartet auf den Ss-Gänger eine wesentlich anstrengendere Abstiegsarbeit.

Das dürfte wohl auch der Grund sein, weshalb es -zumindest auf Eintagestouren - schwierig sein dürfte, mit Ss die inneralpinen Gipfel zu erklimmen und wieder rechtzeitig im Tal zu sein.

Alpin_Rise hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. März 2011 um 11:57
Genau meine Grundaussage:
> Wobei meist den Schneeschuhgängern oder SS-Snowboardern schlicht die Kondition fehlt für eine eigene Spur

das liegt eben genau daran, dass es anstrengender ist. Ich brächte eine eigene SS-Spur in vielen Fällen nicht fertig, vom Willen wieder hinunterzulaufen ganz zu schweigen. U.A. darum fahr ich ja auch Ski.

Aber das ein grosser Anteil an SS-Gängern den alpinen Touren nicht mit grossen Reserven gewachsen ist, stimmt wohl trotzdem... ob es jetzt die körperlichen Voraussetzungen sind oder das Sportgerät sei dahingestellt.

Wenn alle SS-Gänger sich eine eigene Spur teilen würden, gäbs kaum Probleme.

G, Rise

Kopfsalat Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. März 2011 um 12:02
>Aber das ein grosser Anteil an SS-Gängern den alpinen Touren nicht mit grossen Reserven gewachsen ist, stimmt wohl trotzdem

Gegen Vorurteile und vorgefasste Meinungen ist kein Kraut gewachsen, da erübrigt sich eigentlich jede Diskussion.

In diesem Sinne,

händs no schön.

Kopfsalat Pro hat gesagt:
Gesendet am 3. März 2011 um 06:54
die lösung der probleme ist eigentlich augenfällig: man meidet die modetouren, -routen und -berge.

Alpin_Rise hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. März 2011 um 09:23
Modetouren sind nicht umsonst viel begangen: sie sind meist attraktiv, gut erreichbar, manchmal lawinensicher.
Gerade bei "erheblich" und mit ÖV drängen sich solche Routen manchmal auf.

Unter der Woche sind mir diese Touren auch willkommen, am Wochenende die Hölle. Auszuprobieren nächstes WE am Glatten, Rosstock, Schilt, Rauflihorn, Chaiserstuel...
G, Rise

Kopfsalat Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. März 2011 um 09:41
> Modetouren sind nicht umsonst viel begangen: sie sind meist attraktiv, gut erreichbar, manchmal lawinensicher.

also all das, was ein hikr im allgemeinen kalt lässt.

ist das hikr motto doch: "to boldly go, where no man has gone before!"

;-)

kobi hat gesagt: Schneeschuhe und Ski
Gesendet am 3. März 2011 um 08:20
Gibt es ein Copyright auf eine Spur ? Eigentlich nein. Dürfen Schneeschuhwanderer in den Spuren der Skiwanderer gehen ?
Eigentlich ja. Diese Fragen sind gipfelwärts manchmal Gegenstand von Auseinandersetzungen. Wir legen uns nicht fest.
Selbstbewusste Gänger-innen gehen den optimalsten Weg, auch wenn dieser bereits gespurt ist, wer Beschimpfungen aus dem Weg gehen will, der ziehe seine eigene Spur.

Gelesen im Schneeschuhtourenführer der SAC Zentralschweiz !!!!

Grüsse Kobi

everest hat gesagt: RE:Schneeschuhe und Ski
Gesendet am 4. März 2011 um 13:34
Ja genau. Ich bin immer wieder überrascht, wie ambitioniert und möglichst schnell auf einer bestehenden Spur "hochgerannt" wird, zig Läufer einer hinter dem anderen. Diese Leute sollten Ihre Kräfte vermehrt für eine eigene neue Spur einsetzen. Die wahre Kunst des Skitourenlaufens ist die Anlegung einer möglichst flachen und gleichmässigen Spur. Eine Kunst, die leider immer mehr und mehr in Vergessenheit gerät (es muss ja möglichst steil sein).
Zieht eine zweite oder dritte Spur, dann kann man auch schön miteinander pläudern und feilt somit zusätzlich an seiner Kondition.

romanh hat gesagt: RE:Schneeschuhe und Ski
Gesendet am 21. März 2011 um 15:12
Nun ja, insbesondere in steileren Passagen und bei Querungen ist es nicht immer möglich, eine seperate Spur anzuordnen.

Zum Thema

Als junger Berggänger, der auch ab und zu (aber eher weniger) mit den Schneeschuhen unterwegs ist, sieht's für mich so aus:

Grundsätzlich lege ich ganz klar meine eigene Spur mit Schneeschuhen, da ich es persönlich etwas "mühsam" finde, wenn ich in einer Spur mit den Ski's laufen muss, wenn's etliche löcher hat.

Wenn ich aber mit den Schneeschuhen (aus was für Gründen immer) eine Skitourenspur benütze, achte ich auf deren allgemeinen Zustand. Zusätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein kurzes "Exgüsi, weg dä Spur" bei den nachfolgenden Skitourern vieles lindern kann.

Folglich ist mit Tolleranz, Aktzeptanz und Einsicht sehr viel möglich, damit alle ein schönes Bergerlebnis erleben können.

oli.m hat gesagt: Eine eigene Erfahrung
Gesendet am 22. Juli 2011 um 09:15
Im Bericht http://www.hikr.org/tour/post20606.html
habe ich im letzten Absatz ebenfalls von einer Erfahrung mit Skitourern berichtet.

Das aber nur mal EINE Erfahrung, genausogut könnte ich über viele angenehme Begegnungen berichten.

Gruß

Oli

oli.m hat gesagt: RE:Eine eigene Erfahrung
Gesendet am 22. Juli 2011 um 09:22
Wer nicht den ganzen Bericht lesen mag, hier ein Auszug:

>
>
>Unser Abstieg zur Buchel Alpe führte uns durch den Wald immer weiteren Tourengehern entgegen. An einem sehr schmalen Wegstück, gerade über eine Skispur querend, trafen wir dann noch einen, von uns bereits erwarteten Skitourer-Besserwisser in Gestalt eines Bergführers, der wohl die Gegend und die Alpen für sich gepachtet hat. Nach einer kurzen, selbstherrlichen "Moralpredigt" über die unerlaubte Nutzung "seiner" Skispur durch Schneeschuhgänger, stiegen wir weiter ab. Irgendwie hörten wir seinen Frust heraus, Skitourenanfänger auf das Wertacher Hörnle führen zu müssen. Für uns ist ein Abstieg durch einen Pulverhang auch um ein vielfaches angenehmer und erlebnisreicher als den viel zu schmalen, ausgetretenen Skispuren zu folgen. Wo es möglich, naturverträglich sowie ohne Gefahr ist werden wir weiterhin unsere eigene Spur legen. Am liebsten hätte ich noch gesagt, dass er vom Gipfel weg bleiben soll, denn das war ja "unsere Spur"! War mir dann aber zu blöd mich auf sein Diskussions-Niveau einzulassen. Wir müssen uns eben gegenseitig akzeptieren! Zum Glück gehören die Alpen jedem der hier naturverträglich unterwegs ist. <<<

Gruß

Oli

quacamozza hat gesagt: RE:Eine eigene Erfahrung
Gesendet am 22. Juli 2011 um 20:26
Ein Dauerbrenner, diese Meinungsverschiedenheiten...ich habe auch schon genau das erlebt, was Dir und tef passiert ist...

Als Skitourer UND Schneeschuhgänger, mit zunehmendem Alter aber lieber mit Schneeschuhen, können mich sämtliche oberlehrerhaften Belehrungen nur aufregen.

Es gibt keinen Anspruch von Skitourern, vorhandene Skispuren ausschließlich mit Ski benutzen zu dürfen. Und umgekehrt genauso...Meistens, so mein vorwiegender Eindruck, werden Spuren, wenn sie länger existieren, ohnehin von beiden benutzt, und zusätzlich noch von Wanderern mit schweren Bergstiefeln. Auch das muss ich, so schwer es mir aus der jeweiligen Sichtweise auch fällt, akzeptieren. Und meistens ist es so, dass man selber auch irgendwann mal dran ist mit Spuren, egal mit welchem Sportgerät unter den Füßen. Da kann ich mich dann genauso drüber aufregen (wenn unbedingt mein Blutdruck hochgehen soll), dass ich selber 4 Stunden brauchte, und der, der erstmal ausgeschlafen hat, braucht nur noch gut 2 Stunden. Also alles in allem eine fruchtlose Diskussion...

Diesen Winter habe ich mit einigen Bergsteigern vor Ort über diese Problematik diskutiert, IMMER mit positivem Verlauf. Vielleicht gewöhnen sich Skitourer langsam an die Schneeschuhgänger?

Und in der Tat ist es ein Problem, wenn rücksichtslos abgefahren wird, dann aufgrund der Schwünge neben Blankeispassagen hohe Schneeaufhäufungen entstehen und ein Auf- und Abstieg in diesem Gelände mühsam bis heikel wird. Aber es gibt eben überall Asoziale....

Ich bin übrigens auch deswegen jetzt mehr mit Schneeschuhen unterwegs, weil es 1. umweltfreundlicher ist (wenn man mal sieht, was die scharfen Kanten der Skier etwa im jungen Wald oder in der offenen Vegetation anrichten, oder die Begünstigung der Erosion von Hängen - gerade in den letzten schneearmen Wintern habe ich Skitourer gesehen, die noch abfahren mussten, obwohl die Grashalme schon aus dem Schnee rausschauten) und 2. weil man viel flexibler ist mit der Tourenplanung. Wenn ich schon höre: Skigipfel...

Als Skifahrer interessierte mich immer nur die Abfahrt und die Schneequalität, nicht der Gipfel (viele gehen ja nur bis zum Skidepot - auch so ein Unwort), nicht das Bergerlebnis als solches und schon gar keine langen Gratübergänge im Winter, sondern eher, dass man möglichst mittags im Tal ist und da ne warme Suppe löffelt...

Sportliche Schneeschuh- und Skifahrer-Grüße von Ulf


alpstein Pro hat gesagt: RE:Eine eigene Erfahrung
Gesendet am 22. Juli 2011 um 23:01
"Der Schnee gehört allen" hat mir mal ein Skitourer auf dem Garmil gesagt. Diese Toleranz geht noch vielen Skitourern ab. Ich erinnere mich noch an unsere erste Schneeschuhtour im letzen Winter auf den Kronberg, wo sich zwei Skitourer nicht gescheut haben, unsere in den Tiefschnee getrampelte Spur zu benutzen;-)


quacamozza hat gesagt: RE:Eine eigene Erfahrung
Gesendet am 22. Juli 2011 um 23:48
Hallo Hp,

genau das ist das Diskussionsergebnis: Der Schnee gehört allen (oder niemandem).

Den Kronberg kenne ich nur vom Sommer, aber es gibt Berge, wie schon oben erwähnt das Wertacher Hörnle (dort standen wir mal mit 55 Leuten inklusive der Nachbarn oben) oder der Ponten, da ist wirklich Hopfen und Malz verloren - so viel Action am Wochenende, dass Zoff vorprogrammiert ist. Skihänge ohne Skilift, zerfahren, Spaßfaktor Null. Diese Gipfel sollte man also als vom daily business gestresster Bergsteiger meiden.

Übrigens: Warum geht hier eigentlich diese Winterdebatte im Sommerloch weiter? Ist es in den Bergen doch schon so kalt? Bzw. wird jetzt die überschüssige Energie für Threads eingesetzt, wenn schon tourenmäßig nichts geht????

Sportliche Grüße von Ulf

alpstein Pro hat gesagt: RE:Eine eigene Erfahrung
Gesendet am 23. Juli 2011 um 08:43
>Übrigens: Warum geht hier eigentlich diese Winterdebatte im Sommerloch weiter? Ist es in den Bergen doch schon so kalt?

Das muss mit dem Wetter zusammenhängen. Ich habe gestern schon wieder Berichte über Schneeschuhtouren studiert ;-)

Dass der Winter vor der Tür stehen muss, habe ich neulich schon beim Anblick von diesem fetten Murmeltier gedacht.

Grüße vom Bodensee
Hp


silberhorn Pro hat gesagt: RE:ist es in den Bergen schon so kalt
Gesendet am 23. Juli 2011 um 09:03
ja, ist es. Wenn Du bei www.bergportal.ch die Newsletter abonnierst bekommst Du regelmässig Wetter- Schnee- und Lawinenberichte.

Gruess silberhorn

CarpeDiem hat gesagt: RE:Warum geht hier eigentlich diese Winterdebatte im Sommerloch weiter? Ist es in den Bergen doch sc
Gesendet am 23. Juli 2011 um 13:18
Wohl weil ich gestern Abend vom SLF, per SMS, ein neues Lawinenbulletin bekam ;-))))

Gruss, Anne-Catherine

silberhorn Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. Juli 2011 um 14:55
Eure Meinungen habe ich mit Interesse gelesen.

Eine meiner Töchter kaufte mal ganz billige Schneeschuhe um auszuprobieren ob sie daran gefallen finden würde. Diese SS lehnte ich mir aus. Mit ihnen unterwegs zu sein könnte mir gefallen. Werde zuerst welche mieten. Um im Voraus etwas informiert zu sein erwarb ich das Büchlein: "Schneeschuhgehen - Bruckmann Basic". Darin wird empfohlen: "Bei den meisten Schneeschuh-Routen, die über die Baumgrenze führen, bewegt man sich zumindest abschnittsweise im Bereich von Skirouten. Hier empfiehlt es sich zur Erleichterung des kräftezehrenden Spurens, Abfahrtsspuren für den Aufstieg zu nutzen - was besonders gut mit schmaleren Schneeschuhen geht (ideal MSR Denali). Die Nutzung einer Ski-Aufstiegsspur gäbe oft berechtigten Ärger wegen Spur(zer)störung - wehalb man sie allenfals in schwierigenSituationen, wie problematischen Querungen oder uferlosem Pulverschnee verwenden sollte."

laponia41 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 23. Juli 2011 um 19:26
Ich halte es mit carpediem - was soll dieses dämliche Thema mitten im Sommer? Ich bin begeisterter Skitourenfahrer und aus bestimmten Gründen auch Schneeschuhläufer. Zum Thema kann ich nur sagen: ein klassischer Irrläufer. Viel heisse Luft - und sonst gar nichts.


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