E-Bike-Mania


Publiziert von georgb, 6. Juli 2017 um 12:49. Diese Seite wurde 2515 mal angezeigt.

Für alle, die trotz Bergsommer und Gipfelstürmen noch Zeit, Lust und Popcorn ;-) haben, stelle ich ein neues Thema zum Smalltalken vor. Der E-Bike Wahn greift um sich, die Straßen und Wege werden von rasenden Massen unsicher gemacht und die Hütten von untrainierten, grinsenden Gelegenheitsradlern gestürmt. Die Notaufnahmen füllen sich mit Sturzopfern, die ihr motorgetriebenes Rad nicht unter Kontrolle hatten. Hier wagen sich manche schon nicht mehr auf die Radwege, wegen des Verkehrs. Gibts dazu Meinungen oder eigene Erfahrungen!? Oder gar schon einen E-Bike Tourenbericht ;-) Als (noch) E-Bike-Skeptiker freue ich mich auf anregende, auch kontroverse, Beiträge! Grüße Georg

PS.: Muss ich wirklich anfügen, dass dieser Text ironisch gemeint ist?



Kommentare (73)


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yeti11 hat gesagt: Wahn?
Gesendet am 6. Juli 2017 um 16:08
Servus zusammen,
ich finde es wirklich sehr schade, wenn ein Threat zum Thema E-Bike direkt mit Vorurteilen und "Blaming" beginnen muss.
Dies erinnert mich an die Diskussion als damals plötzlich Kletterer mit Reibungskletterschuhen den Weg in die alpinen Wände fanden...
Und ja, ich habe mir in der letzten Woche mit 41 Lebensjahren ein E-Mountainbike gekauft, nachdem ich mir vorher eines für eine Tour geliehen habe....und es.macht richtig Spaß! Warum dürfen denn nur supertrainierte Sportler mit schmerzverzerrtem dunkelroten GeSicht Hütten -Fahrweg hochfahren? Ich bekomme so mehr Zeit und Möglichkeit für T5/T6 Gelände...Ich denke ein bisschen mehr Toleranz und Rücksichtnahme bei allen Bergbesuchern wird wohl möglich sein. Meist ist die negative Emotion Ebikern gegenüber ja dann doch eher neidgetrieben....

maex hat gesagt: RE:Wahn?
Gesendet am 6. Juli 2017 um 16:32
Jawohl, mehr Toleranz und vor allem Rücksichtnahme - dies speziell beim runterblochen !

georgb Pro hat gesagt: Danke yeti
Gesendet am 6. Juli 2017 um 16:32
Das ist ein sehr guter Beitrag, im Ernst. Tschuldige, wenn mein thread ein wenig überspitzt und vorurteilslastig wirkt. Aber mir gings auch gerade darum, Argumente fürs E-Bike zu hören.
Die Popcorn und Cola-Fraktion machts sich derweil schon wieder gemütlich ;-)

iuturna Pro hat gesagt: Vorhang auf!
Gesendet am 6. Juli 2017 um 19:33
"Die Popcorn und Cola-Fraktion machts sich derweil schon wieder gemütlich ;-)"

He, woher hast du das gewusst?
:-)))

georgb Pro hat gesagt: Gute Unterhaltung iuturna
Gesendet am 6. Juli 2017 um 21:05
Ich habe dein genüssliches Grinsen vor Augen, während sich die Geier die Augen auspicken. Besser als jeder Thriller, oder?

georgb Pro hat gesagt:
Gesendet am 6. Juli 2017 um 21:07
Das ;-)))) hast du hoffentlich schon impliziert.

iuturna Pro hat gesagt: RE: Gute Unterhaltung iuturna
Gesendet am 6. Juli 2017 um 21:18
Ja, klar! Grins! :-))
Also, um auch noch was Gescheites beizusteuern:
Das Zauberwort lautet Gelassenheit!
Und gleichzeitig Rücksicht und Vorsicht, auf allen Seiten.

Ich erinnere mich gerne, wie in den 70er und 80er Jahren, als ich ein Kind war, sich am Zürihorn am Zürichsee Kinder, Hunde, Badegäste, Velofahrer/innen zu Hunderten gleichzeitig tummelten und es gab irgendwie keine Probleme.

poudrieres hat gesagt: Popcorn :-)
Gesendet am 20. Juli 2017 um 21:22
Eating popcorn

mong Pro hat gesagt: RE:Wahn?
Gesendet am 21. Juli 2017 um 03:04
Also, lieber yeti11

Sorry, gell

Aber:

Ob ich zu Fuss von Lavertezzo auf den Passo di Bri hinaufsteige,
oder ob ich mit einem Heli von Locarno auf den Passo di Bri hinauffliege -
das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Das ist ungefähr der der gleiche Unterschied wie
zwischen der Entdeckung von Amerika durch Kolumbus
und einer Kreuzfahrt nach Mallorca von Herrn Müller.

Winterbaer Pro hat gesagt: Ich will keins:-)
Gesendet am 6. Juli 2017 um 16:57
Ich habe eigentlich immer schon Sport gemacht. Früher sogar leistungsmäßig. Ich bin es gewohnt, zu trainieren und mich zu plagen. Und ich muss mich auf dem Land (ohne Wasser) immer plagen, oft mehr als andere, weil ich leider keine asketische Marathonfigur habe.
Ich habe früh gelernt, wie gut man sich fühlt, wenn man sich angestrengt hat.
Und wenn ich mich so richtig verausgaben muss, während andere dabei immer noch locker quatschen können, denke ich: Mist, musst einfach mehr trainieren, bist halt nicht fit genug!

Aus diesem Grund, werde ich mir niemals ein E-Bike kaufen. Ich will mich ja anstrengen und mich nicht selbst betrügen. Wenn es zu steil wird, schiebe ich mit gutem Gewissen. Manchmal bin ich am Start zu einer Bergtour nach der steilen MTB-Anfahrt schon fix und fertig. Andere (auch ohne E-Bike) viel weniger, also müsste ich mehr trainieren. Ein E-Bike wäre für mich persönlich mein eigener Betrug.

Und dann kann es schon passieren, dass ich mir beim Anblick der oft grinsenden E-Biker denke: tja, dir würde es auch nicht schaden, dich richtig anzustrengen:-)) Wir sollen uns doch bewegen und dabei schwitzen!?

Ein weiteres Argument für mich gegen ein E-Bike ist das andere Fahrverfalten. Sie sind viel schwerer, wehe wenn der Akku schlapp macht oder man es über ein paar Zäune heben muss. Abfahrten auf steilen, grobkörnigen Schotterstraßen müssen mit dem erhöhten Gewicht noch ekliger sein, als mit einem normalen Rad eh schon. Jedenfalls schmeißt es sie bei uns reihenweise. Ich hätte mit so einem Ding noch viel mehr Angst auf musigem Schotter.

Die Entsorgung der alten Akkus der E-Bikes soll umwelttechnisch auch nicht so ganz ohne Probleme sein.

Fazit: so lange man nicht so krank ist, dass man nicht mehr treten / laufen kann: Treppen steigen statt Fahrstuhl und sich anstrengen beim Bergradln statt E-Bike. Bewegung hat doch noch keinem geschadet, auch nicht im fortgeschrittenen Alter, in dem sich bei uns viele so ein Rad zulegen.

Das ist natürlich ganz alleine meine persönliche (kontroverse?) Meinung. Aber danach hat der Georg ja oben gefragt:-)

eva79 hat gesagt: RE:Ich will keins:-)
Gesendet am 6. Juli 2017 um 17:25
Na ja, etwas Sport macht man ja auch mit E-Bike und wenn dadurch nun Menschen Rad fahren, die das sonst nicht machen würden, ist das besser als wenn sie`s gar nicht tun;-).
Und im Zuge des demographischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung wird das zunehmen.
Ich persönlich könnte mir das momentan nicht vorstellen, muss aber nicht mit dem Finger auf andere zeigen und sagen "pfui, unsportlich."
Manchmal denke ich mir, dass den deutschsprachigen Ländern etwas mehr die französische oder italienische "Leben und leben lassen" Mentalität fehlt;-).

In diesem Sinne, Carpe Diem.

Winterbaer Pro hat gesagt: RE:Ich will keins:-)
Gesendet am 6. Juli 2017 um 19:33
> muss aber nicht mit dem Finger auf andere zeigen und sagen "pfui, unsportlich."

Mein Kommentar hieß "ICH will keins" und ich habe erklärt, warum ICH keins möchte. Zum Glück leben wir in einer freien Welt, in der es jeder selbst entscheiden kann, ob er sich eins zulegt oder nicht.
Wer eins möchte, soll sich eins kaufen und es genießen. Kein Problem! Wo ist das Problem?

Übrigens...die italienische Diskussionsmentalität ist auch ganz anders. Da wird über Tod und Teufel die eigene Meinung gesagt, ohne dass sich dauernd einer "betroffen" fühlt. Ich habe nur meine Meinung dargelegt, warum ich kein solches E-Bike möchte. Schlimm?
Bei den Italienern wär das gar nicht schlimm:-)))

eva79 hat gesagt: RE:Ich will keins:-)
Gesendet am 6. Juli 2017 um 19:49
Ähm, sorry, das war gar nicht direkt auf Dich bezogen, hab einfach unter Deinem Post geantwortet;-).
Und nein, natürlich muss nicht jeder so ein Teil haben und natürlich bergen E Bikes neben Chancen (Sportschwelle sinkt) auch Risiken (höheres Tempo, mehr Unfälle, etc.). Ist ähnlich wie die Diskussion um Carvingskier vor ein paar Jahren. Und ich kann mir schon vorstellen, dass ein E MTB Fun macht, man kommt da ja in einen Tempobereich, der sonst weniger möglich ist.
So lange niemand anderes zu Schaden kommt, ist doch alles gut;-).

chaeppi Pro hat gesagt:
Gesendet am 6. Juli 2017 um 17:55
Meine Frau und ich besitzen beide einen PW. Zusätzlich bin ich Inhaber eines GA der SBB da ich ja fast sämtliche Wanderungen mit dem ÖV unternehme. Da ich jedoch 2.7 km und rund 100 HM vom Bahnhof meines Wohnortes entfernt wohne, mag ich nicht zu Fuss in aller Frühe zum Bahnhof laufen und am Abend nach einer Wanderung wieder zurück. Da bin ich auf einen PW angewiesen, obwohl ich seit ich Rentner bin nur noch sehr wenige Kilometer im Jahr fahre.
Deshalb habe ich mir ernsthaft überlegt einen unserer PW's durch ein E-Bike zu ersetzen um zum Bahnhof zu gelangen. Ich muss also nicht krank sein oder nicht mehr treten mögen um mir ein E-Bike anzuschaffen. Nach einer Wanderung und oft stundenlangen Bahnfahrten mag ich einfach nicht mehr bei mir zu Hause den Berg hochlaufen (18% Steigung). Da wäre ein E-Bike sicher bedeutend sinnvoller als zwei PW in der Garage.

maex hat gesagt: RE:
Gesendet am 6. Juli 2017 um 22:48
Genau für solche Routen ist ein E-Bike ideal, aber alles andere - gemeint sind Touren, Wanderwege etc, die bergwärts gehen - soll man doch zu Fuss aus eigener Kraft machen. Sonst ist es Selbstbetrug.

mong Pro hat gesagt:
Gesendet am 6. Juli 2017 um 20:21
> Der E-Bike Wahn greift um sich, die Straßen und Wege werden von rasenden Massen unsicher gemacht und die Hütten von untrainierten, grinsenden Gelegenheitsradlern gestürmt. Die Notaufnahmen füllen sich mit Sturzopfern....

Hahahaa.....;-))))) Danke, georg, ich musste eben laut lachen ;-)) Den Hang zum Übertreiben hast du anscheinend mit mir gemeinsam ;-)))

georgb Pro hat gesagt:
Gesendet am 6. Juli 2017 um 21:12
Du bist anscheinend der erste, der die ironische Überspitzung versteht!
Aber dafür bist du ja auch mong ;-)

roger_h Pro hat gesagt:
Gesendet am 6. Juli 2017 um 20:50
Ich habe ein E-Bike (und dann noch eines der schnellen Kategorie, ganz böse) für den Arbeitsweg, mit 14 Kilometern für einen Weg die ideale Distanz für ein solches Gefährt. Bergfahrten mache ich nach wie vor mit dem rein muskelbetriebenen Mountainbike. Das eine schliesst das andere ja nicht aus.
Der Arbeitsweg wäre zwar auch mit dem Mountainbike machbar, da wir jedoch in der Firma keine Gelegenheit zum Duschen haben, wäre mir das vor allem im Sommer und bei Hitze eher unangenehm.

mong Pro hat gesagt:
Gesendet am 6. Juli 2017 um 21:53
Ich kann mich an eine heftige Diskussion im damaligen "Ziischtigsclub" (Schweizer TV) erinnern. Lange her, weiss auch nicht mehr, wann das war. Es ging um "Mountainbikers gegen Wanderer" (irgend so). Es wurde heftig gestritten. Die Zuschauer hatten wahrscheinlich den Eindruck bekommen, es gäbe einen echten Krieg zwischen Mountainbikers und Wanderern.

Ich war in jenen Jahren oft im Ritomgebiet und auf dem Weg zum Monte Tamaro unterwegs - beliebte Gebiete sowohl für Mountainbikers als auch für Wanderer.

Ich als Wanderer habe nie irgendein Problem gehabt mit den Mountainbikers und habe auch nie irgendeine Auseinandersetzung gesehen zwischen anderen Wanderern und den Mountainbikers.

Heute sind es anscheinend die E-Bikers, nicht mehr die Mountainbikers.

Ich denke, diese "Probleme" werden von den Journalisten hochgeschaukelt. Da gibt es im Prinzip null Probleme.

orome hat gesagt:
Gesendet am 7. Juli 2017 um 05:48
Ich bin mir auch nicht ganz sicher, was von den ebikes zu halten ist, besser gesagt von den efullys, die mittlerweile ausschauen wie eine respektable downhill-Maschine. Wo jetzt das Riesenproblem sein soll, wenn ein paar mehr auf Schotterwegen zu Hütten rauf fahren erschließt sich mir zwar nicht, sobald das aber eben nicht mehr an den Schotterwegen Schluß macht, sondern auf die Wanderwege geht, da liegt doch deutlich mehr Konfliktpotential. Schon jetzt bewegt man sich als MTBler meist illegal auf den Wanderwegen, kommen jetzt immer mehr ebiker dazu, wird es das Ganze nicht einfacher machen. Und mittlerweile geht es ja nicht mehr nur ums runter fahren, "uphill flow" ist schon ein oft benutzter Begriff...! Natürlich hat jeder das gleiche Recht (oder auch nicht) wie ich auf einem Wanderweg zu sein, mit dem ebike ist einfach nur das Potential da, dass es deutlich mehr werden.
Und entgegen der Vermutung von Winterbär gibt das höhere Gewicht eben zusätzliche Sicherheit beim runterfahren. Dadurch und durch Wanderwege rauf fahren dürfte die Erosion der Wege auch zunehmen. Und ist ein ebike jetzt rechtlich ein motorisiertes Gefährt oder nicht? Das ist ja auch nicht geklärt und würde dann einige Nutzungen verändern ...
Langer Rede kurzer Sinn: Aus Egoismus würde ich mir wünschen, wenn die ebikes nur auf asphaltierten Wegen bleiben dürften, objektiv gesehen habe ich natürlich kein Recht auf diese Meinung ;)
Der Kontakt ist eh nur am Rande, bei Touren mit >500hm Radl tragen tut man sich auch mit ebikes schwer. Obwohl, vielleicht könnten die rauf fahren wo ich tragen muss, man wird sehen ...

Winterbaer Pro hat gesagt: RE: Unfälle mit E-Bikes und Pedelecs
Gesendet am 7. Juli 2017 um 11:45
Was die Unfallstatistiken zu Pedelecs und E-Bikes so erzählen, verunglücken wohl hauptsächlich ältere Fahrer damit und wohl überwiegend auf der Ebene, nicht auf richtigen Bergfahrten.
Gründe dafür sind wohl das andere Fahrverhalten der E-Bikes (größerer Kurvenradius?, Bremsverhalten?, ungewohnte Beschleunigung?) und....das Fehlen eines Helmes.
Wenn man mit einem normalen Fahrrad mal 25 km/h erreicht, ist man schon ganz schön flott unterwegs. 45 km/h ist schon sau schnell. Und das ohne Helm???

Ich bin hier bei uns das ganze Jahr mit dem (normalen) Fahrrad unterwegs. Und ich fahre keinen m ohne Helm. Hab ich ihn mal vergessen, fehlt mir sofort was auf dem Kopf.
Gerade die älteren Menschen bei uns sieht man oft ohne jeglichen Schutz auf dem Kopf. Hat`s ja früher auch net gebraucht...:-)

Wer keinen Helm aufsetzen mag, weil er die Frisur versaut oder weil man meint, ich stütz mich schon ab, falls ich mal falle...ist m.E. wirklich selber schuld:-)))

Ansonsten ist so ein E-Bike/Pedelec für Leute wie Chaeppi oder roger_h vielleicht wirklich eine gute Sache, statt Auto! In meinem Kommentar oben dachte ich aber für meine Bedürfnisse hauptsächlich an die richtigen Bergstrecken (Forststraßen und Wanderwege in der Anfahrt zu einer Bergtour).

georgb Pro hat gesagt: Probleme?
Gesendet am 7. Juli 2017 um 08:06
Immer wieder erstaunlich, was man aus einer Aussage alles herauslesen kann. Ich habe nicht von Problemen geschrieben und auch keine persönliche Meinung geäußert. Im Gegenteil, für mich sind E-Bikes eine fantastische technische Neuerung und als Fortbewegungsmittel genial. Allerdings sind sie im Prinzip ein motorgetriebenes Fahrzeug und kein Sportgerät. Noch bewegt man sich damit in einer Grauzone, vermutlich wird bald die Helm- und Versicherungspflicht kommen!?
Ein grinsender E-Biker ist mir auch sympathischer, als ein verbissen und gequält blickender Renner.


tricky Pro hat gesagt: Geniale Sache
Gesendet am 7. Juli 2017 um 13:13
Das mit den e-Biker wird kommen.
Ich selber bin nun vermehrt mit dem Mountain-Pedalec unterwegs. Für Bergtouren genial.
Die meisten Skeptiker haben noch nie ein Pedalec gefahren. Winterbär verwechselt S-Pedalec mit einem Pedalec was auch immer wieder vorkommt. Und ein Helm gibt keine Sicherheit
Weitere Infos unter: Outdoor Blog pedalec

Winterbaer Pro hat gesagt: RE: Pedelec und Helm
Gesendet am 7. Juli 2017 um 13:30
Servus Tricky!:-))
Bei uns heißen die Teile Pedelec.

Ein Helm beim Radln gibt keine Sicherheit? Echt jetzt? Kennst Du nicht den Melonentest:-))? Ja klar, wenn man voll auf`s Kinn oder Gesicht knallt, kann man darüber diskutieren. Aber wenn`s einen richtig auf den Teil des Kopfes knallt (was beim Überschlag ja oft vorkommt), auf dem der (festsitzende!) Helm davor ist, kann ich mir schlecht vorstellen, dass der Helm keine zusätzliche Sicherheit geben sollte....Ich staune:-)

tricky Pro hat gesagt: RE: Pedelec und Helm
Gesendet am 7. Juli 2017 um 13:43
Und schon wieder wird verwechselt zwischen Sicherheit und Schutz. Es gibt keine "halbe"-Sicherheit. Der Helm ist eine Schutzausrüstung. Sicherheit aber ist wenn es Sicher ist. Das ist da ja nicht der Fall. Ein Helm kann dich nicht vor Stürzen Schützen, wohl aber von einem Aufschlag. Das Word "Sicherheit " wird leider immer wieder fälschlicherweise dazu verwendet.

iuturna Pro hat gesagt: RE: Pedelec und Helm
Gesendet am 7. Juli 2017 um 14:55
Velohelme, wie sie heute im Handel sind, können offenbar bei einem Erwachsenen keinen Schädelbruch verhindern, weil das Material die Kraft für so eine Verletzung nicht abbremsen kann. Diese Wucht wird schon erreicht, wenn ein Mensch mit Körpergrösse 1,80 m aus dem Stand auf den Kopf fällt.
Ein Velohelm schützt vor Gehirnerschütterung und Platzwunden. Im schlimmsten Fall kann er einen Genickbruch provozieren, weil der Körper nicht die normale Abrollbewegung machen kann.
Es bräuchte einen Töffhelm, aber der ist zum Velofahren zu schwer. Fürs E-Bike wären schwerere Helme evt. möglich. Doch auch dann wäre nur der Kopf geschützt und z.B. nicht die Wirbelsäule.

georgb Pro hat gesagt:
Gesendet am 7. Juli 2017 um 16:08
Heißt das, für ein E-Bike mit starkem Motor und über 25 km/h Geschwindigkeit, das wie ein Mofa oder Moped eingestuft wird, brauche ich auch einen entsprechenden Helm, d.h. es genügt kein Radhelm mehr?

iuturna Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 7. Juli 2017 um 17:24
Wie gesagt, der Velohelm schützt schon beim Velounfall nicht wirklich. Je höher die Geschwindigkeit, desto stärker der Aufprall. Es ist so wie tricky schreibt.
Und ein Unfall Velo vs Auto darf eh nicht passieren.
Aber ich habe einmal gelesen, die meisten Kopfverletzungen passieren bei Fussgängern. Denen wird auch kein Helm verordnet.
Aufpassen ist die beste Vorsorge.

Winterbaer Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 7. Juli 2017 um 23:56
> Wie gesagt, der Velohelm schützt schon beim Velounfall nicht wirklich.
Bei den vielen, wissenschaftlichen Helm-Crash-Tests, die man im Netz so findet, tu ich mich sehr schwer, das zu glauben!

"Da wird ein wenig von hinten durch die Brust argumentiert, und bei vielen Radfahrern kommt die Botschaft an: Der Helm nützt sowieso nichts. Das aber kann man getrost als Unsinn bezeichnen".

> Aufpassen ist die beste Vorsorge.

Man kann nicht aufpassen, dass man nicht doch einmal vom Radl fliegt, denn das geht im Ernstfall so schnell, dass auch der beste Stuntman nicht mehr reagieren kann, glaube ich und ist auch meine persönliche Erfahrung.

iuturna Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 8. Juli 2017 um 14:01
Mit "Aufpassen" meine ich nur, dass man sich im Sport besser nicht auf die schützende Wirkung von technischen Mitteln (wie einen Helm) verlässt. Sicher kann ein Helm, je nach Situation, vor bestimmten Verletzungen schützen, aber dafür gibt es keine Garantie.
Solche Mittel sind immer ein Kompromiss zwischen Bewegungsfreiheit und schützender Wirkung. (Eine Motorradmontur stört beim Motorrad Fahren weniger als beim Fahren mit dem E-Bike, obwohl ähnliche Geschwindigkeiten erreicht werden.)
Mir scheint das wichtig, damit sich Sportler nicht in falscher Sicherheit wiegen und so zu hohe Risiken eingehen.

orome hat gesagt: RE:
Gesendet am 8. Juli 2017 um 16:51
Eine absurde Diskussion der i tüpfl Reiterei Fraktion, was anderes fällt mir dazu nicht mehr ein. Wer sich auch nur einmal im Leben halbwegs ernsthaft auf ein Fahrrad gesetzt hat, und gesetzt dem Fall, betreffende Person hat sich vorher nicht wochenlang einen Stein auf die nicht behelmte Birne geklopft, dem wird aufgefallen sein, dass es bei einem Sturz durchaus noch andere Körperteile zu verletzen gibt. Sturzvermeidendes verhalten wird dann also auch mit heim wahrscheinlich...
Schutz ungleich Sicherheit, eine absolut notwendige und in kleinster weise überflüssige Diskussion die ob ihrer gesellschaftlichen Tragweite grade bei Dingen wie fahrradhelmen, schienbeinschoner oder Kondomen mit aller Ernsthaftigkeit und Vehemenz geführt werden muss!

iuturna Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 8. Juli 2017 um 18:12
Wow!
Also zurück zu Cola und Popcorn!
:-)))

Winterbaer Pro hat gesagt: RE: E-Bike is out!:-)
Gesendet am 10. Juli 2017 um 01:02
> Eine absurde Diskussion
in der man aber noch schnell und mehrfach auf seine eigene Seite mit allen Angeboten des eigenen Geschäfts hinweisen kann. Echt praktisch und wieder mal die Gelegenheit beim Schopf gepackt. Ganz schön clever, so muss es sein:-))

Allerdings, der "E-Bike-Wahn" hat ein Ende. Schon wieder übeholt, out! Es gibt viel Besseres!

Ich hab mich bei meiner gestrigen Bergtour wieder mal brutal anstrengen müssen und geschwitzt wie ein Schwein. Dampfig war es auch noch wie in der Hölle.
Da kam mir plötzlich im Aufstieg im glühend heißen Tal kurz vor meinem persönlichen Kollaps eine tolle Idee! Diese Idee wird eine Revolution sein. Sie wird alle E-MTB am Berg, mit oder ohne Helm!, in die Versenkung befördern, keiner wird sich mehr dafür interessieren.

Ich nehme mir einen Sklaven, der mir für ganz wenig Geld meinen sauschweren Rucksack und die noch viel schwerere Fototasche trägt! Viel billiger als so ein nobles E-MTB! Und dann mache ich einen Thread auf: Leute, probiert es mal aus, Ihr werdet sehen, es macht riesig Spaß! Man kommt vollkommen entspannt am Gipfel an und hat so noch ungeahnte Kräfte übrig für weitere 1000 HM. Probiert es aus, das ist DER neue Trend. Wird auf der nächsten ISPO und auf allen anderen Outdoormessen die Massen begeistern. Und der Name wird sein: „Slave-Hiking“, vergesst das E-Mountainbiking!!!!!
Noch ein Vorteil, die Arbeitslosenquote wird drastisch gesenkt, weil man dazu ganz viele Leute einstellen muss. Für meinen schweren Rucksack könnte ich vielleicht gleich zwei Sklaven mitnehmen. Es wird eine Berg-Sklaven-Agentur geben, bei der man seinen ganz persönlichen, super billigen Sklaven buchen kann. Die Idee ist einfach genial!

So und nun kann man sich über diesen fachlich fundierten Kommentar aufregen. Los geht`s:-)

Vergesst ab und zu den Humor nicht! Allzeit schöne Naturerlebnisse!

tricky Pro hat gesagt: RE: E-Bike is out!:-)
Gesendet am 11. Juli 2017 um 08:29
So was von einem Sinnlosem Kommentar. Lustig soll es wohl sein? leider knapp verpasst. Du siehst Werbung wo?
Du hast sowas von keine Ahnung wenn es um e-Bikes geht.

Winterbaer Pro hat gesagt: RE: E-Bike is out!:-)
Gesendet am 11. Juli 2017 um 12:53
> Du hast sowas von keine Ahnung wenn es um e-Bikes geht

Stimmt, ich will ja auch keins. Wenn ich eins wollte, würde ich mich genauestens darüber informieren. Immerhin weiß ich aber, wie man den Namen schreibt:-)))

Ja wo seh ich die Werbung...ein altes Thema und anscheinend echt sinnlos, mit Dir darüber zu diskutieren:-))
Du verlinkst Deinen Blog..einen Click darauf weiter erscheinen die Preise, was es bei Dir kostet.

"Snowboardcoach...
Was kostet solch ein Kurs?...
Der Preis pro Person für zwei Trainingsstunden Beträgt zwischen 120.- bis 150.- Sfr. (je nach Anzahl Trainingstag)."

Du verlinkst also Dein Geschäft mit Hikr.
Ich weiß aber, dass Du das gaaaaaaaaaaaanz anders siehst. Deshalb lassen wir das, hab keinen Bock auf solche sinnlosen Diskussionen!

tricky Pro hat gesagt: RE: E-Bike is out!:-)
Gesendet am 11. Juli 2017 um 13:09
Hatten wir alles schon mal. Werbung ist überall. Mir erschliesst nur nicht der Zusammenhang zwischen meinem privaten Blog wo ich nichts verkaufe und snowboardcoach wo es um Wintersport geht bei diesem Post über Helm und e-Bike?

Winterbaer Pro hat gesagt: RE: E-Bike is out!:-)
Gesendet am 12. Juli 2017 um 09:20
> Mir erschliesst nur nicht der Zusammenhang zwischen meinem privaten Blog wo ich nichts verkaufe und snowboardcoach wo es um Wintersport geht bei diesem Post über Helm und e-Bike?

Das ist jetzt noch viel einfacher, als der Unterschied zwischen Schutz und Sicherheit:-))
Der Eigentümer der verlinkten Seite ist derselbe, oder? Egal ob Blog oder Angebote direkt daneben, die kostenpflichtig sind! Wird der Leser hier auf Deinen Blog verlinkt, ist er direkt in Deinem Geschäft, egal ob Sommer oder Winter. Was für ein „unglücklicher“ Zufall aber auch:-)))

sven86 hat gesagt: RE: E-Bike is out!:-)
Gesendet am 11. Juli 2017 um 14:32
Der Rucksacktransport ließe sich doch sicherlich auch durch eine Drohne darstellen, am besten noch mit integrierter Espresso-Maschine :)

Winterbaer Pro hat gesagt: RE: E-Bike is out!:-)
Gesendet am 11. Juli 2017 um 15:19
Mensch, das ist ja die allerbeste Idee! Dafür bekommst Du ganz sicher den Innovativbergpreis!!!!
Und gleichzeitig könnte man jeweils noch ein gxxxxx Gipfel-360°-Panorama mit der Drohne schießen.
Und das Tollste: man spart sich die Anstrengung mit den Selfies! Man programmiert die Drohne so, dass sie alle 5 Minuten ein Knallerselfie vom rucksacklosen, immer super aussehenden Speedbergsteiger macht.

Nur muss man wirklich aufpassen, dass sich die Drohne nicht verfliegt und den Rucksack mit der teuren Kameraausrüstung bei irgendjemandem als Amazonbestellung vor der Haustür absetzt:-)

Riebmann hat gesagt: RE: E-Bike is out!:-)
Gesendet am 24. Juli 2017 um 15:56
tricky vs. Winterbear - Episch!

Winterbaer Pro hat gesagt: RE: Pedelec und Helm
Gesendet am 7. Juli 2017 um 15:03
Ui, das ist mir jetzt fast zu hoch:-)
Was ist dann das Ergebnis von
> Und ein Helm gibt keine Sicherheit
> Ein Helm kann dich nicht vor Stürzen Schützen, wohl aber von einem Aufschlag.

Deshalb braucht man keinen Helm beim Radln benutzen? Vollkommene Sicherheit, nicht beim Radln zu stürzen, gäbe es dann, wenn man gar nicht radelt?

Der Sicherheitsgurt im Auto bringt so gesehen auch keine "Sicherheit"? Also braucht man sich nicht anschnallen oder man sollte gar nicht Auto fahren?

Also in meinen Augen ist es so:
Jeder "Schutz" erhöht die Sicherheit. Und eine größere Sicherheit ist gut, oder? Deshalb sollte man die Mittel, die die Sicherheit erhöhen nützen, oder?

Vielleicht sollten wir von der Schadensgröße sprechen? Vom Radl fallen kann man immer. Selbst verschuldet oder durch Einwirkung anderer, aber ohne Helm kann man tot sein oder bleibende Schäden davon tragen. Tot sein kann man auch mit Helm, wenn`s ganz dumm läuft. Aber diese Wahrscheinlichkeit wird durch das Tragen eines Helmes schon gemindert? Also sollte man einen Helm aufsetzen? Oder besser nicht?


Winterbaer Pro hat gesagt: RE: Pedelec und Helm
Gesendet am 7. Juli 2017 um 15:06
Zusatz: das war die Antwort auf Tricky`s Kommentar oben:-)

tricky Pro hat gesagt: RE: Pedelec und Helm
Gesendet am 11. Juli 2017 um 09:04
Dein Beispiel zum Autofahren passt nicht, denn konsequent müsste man auch im Auto einen Integralhelm tragen. Auch verwechselt du immer wieder Sicherheit mit Schutz. Es gibt kein"grössere Sicherheit". Den dazu müsste es ja eine Richtlinie geben.

Weiter kommt hinzu, dass das Helm tragen nicht wirklich zum gewünschten Effekt führt. Einerseits sinken die Verletzungen nicht zusätzlich zum Helm tragen, anderseits erhöhen sich die Kollisionsunfälle.
„Die Kollisionsunfälle sind jedoch in den letzten drei Jahren kontinuierlich angestiegen und machen 18 Prozent der Sturzursachen aus.“ Quelle (DGOU) e.V. 27.1.2015)

18% mehr Kollisionen seit Einführung des Helmtragens! Ich denke, Du als Sicherheitsfachmann kannst die Rechnung selber machen. Wir schützen einen Körperbereich der 6,6% der Verletzungen ausmacht und gehen dafür ein erhöhtes Risiko von Kollisionen ein, welche mit 18% Zuwachs für Knie- und Schulterverletzungen von 34,7% und 18,7% verantwortlich sind. Ausserdem sind Kollisionen im Gegensatz zu Selbstunfällen bedeutend gefährlicher.

Woher kommt dann das Phänomen Helm tragen? Soziales Umfeld und falsches Sicherheitsdenken. Helm tragen ist eine tolle Sache: der Helm ist gut sichtbar, er lässt sich gut verkaufen und sieht auch noch schick aus. Weiter beruhigt ein Helm: der Käufer hat das Gefühl sicherer zu sein und wird nicht ausgeschlossen, da viele andere auch bereits Helme tragen. Nur ist der Schutzmechanismuss-Nettowert leider „negativ"!

Damit nochmals klar ist, ich bin nicht gegen Helmtragen, mache ich beim Klettern und Biken ja auch, aber besser sich Gedanken machen mit Risikomanagement als um Schutzausrüstung.

Schneemann hat gesagt: RE: Pedelec und Helm
Gesendet am 11. Juli 2017 um 10:16
...du hast eine sehr ungewöhnliche Begriffsverwendung von Sicherheit. Üblicherweise spricht man durchaus von "mehr Sicherheit" und "weniger Sicherheit" wenn man Schutzkleidung verwendet oder weglässt. Sicherheit ist nicht binär; es gibt also auch Zwischenstufen zwischen absoluter Sicherheit und gar keiner Sicherheit. Nicht ohne Grund redet man auch von Sicherheitsgraden.

Was den Nutzen von Helmen angeht hast du auch nur teilweise recht. Sicherlich gibt's Leute, die sich mit Helm sicherer fühlen und dann mehr Risiko eingehen. Das mag den Gewinn des Kopfschutzes wieder zunichte machen. Aehnlich wie es Leute gibt, die dank dem Sicherheitsgurt im Auto eben noch mehr aufs Gas drücken als ohne. Aber das gilt nicht für Jedermann und wer gleich riskant fährt wie ohne Helm, der hat offensichtlich einen Netto-Gewinn an Schutz.

Ansonsten bin ich aber durchaus auch skeptisch was die Velo-Helme angeht. Vor allem nervt es mich wenn man mich verpflichten will solche Helme zu tragen und wenn man Fahrer ohne Helm irgendwie als unverantwortlich bezeichnet. Letztlich lauern überall Gefahren und man muss sinnvolles Risikomanagement betreiben - und wenn ich zB mit dem MTB den Berg wie eine Schnecke hinaufschleiche, dann ist die Kopfverletzung kein signifikantes Risiko. Daher seh ich auch nicht ein, dass ich da einen stickig-heissen Helm tragen muss. Es kann ja jeder halten wie er will - nur würde ich die Entscheidung gerne selber fällen ob ich mich hier versichern muss oder nicht...sonst dürfen wir irgendwann alle nur noch mit Vollschutz, Rückenprotektor und Helm auf die Strasse gehn.

Winterbaer Pro hat gesagt: RE: Pedelec und Helm
Gesendet am 11. Juli 2017 um 12:30
> wenn ich zB mit dem MTB den Berg wie eine Schnecke hinaufschleiche, dann ist die Kopfverletzung kein signifikantes Risiko.

Genau, dann nehm auch ich den Helm ab, weil es darunter so wahnsinnig heiß ist.
Da es mich in der Abfahrt aber schon zweimal geschmissen hat, fahr ich nicht ohne Helm runter.
Bei uns in der Stadt, wo von allen Seiten plötzlich vernebelte Smartphone-Benutzer ohne Schauen vor mir über die Straße gehen, Autos herausschießen, plötzlich die Tür öffnen, ohne vorher umzuschauen, einem ein Hund o.a. vor`s Radl rennt ... fahr ich nicht mehr ohne Helm!

Meinen ersten heftigen Vollüberschlag hab ich übrigens ohne Fremdeinwirkung voll auf die Rübe hingelegt, weil ich mit dem Rad an den Rinnstein gekommen bin. Das geht so schnell, da kann man nicht nur „aufpassen“!

Auf unseren „Bamperlskitouren“ fahre ich nach vor ohne Helm. Nach meinem Gefühl kann ich bei meiner Abfahrtsgeschwindigkeit die plötzliche Kollision z.B. mit einem Baum viel besser abschätzen, als auf dem Radl bei uns in der Stadt die ungewollten Kontakte mit der Straße, Autos oder Menschen. Und auf der Piste mit vielen Menschen fahr ich nicht mehr. Skitour ohne Helm kann natürlich auch unverantwortlich sein, ich weiß:-)

georgb Pro hat gesagt: Alternativlos
Gesendet am 11. Juli 2017 um 16:21
Ich habe mich vor vielen Jahren widerwillig überreden lassen, einen Helm aufzusetzen beim Mountainbiken. Bei einer harmlosen sehr langsamen Abfahrt bin ich mit dem Vorderrad steckengeblieben und habe in Zeitlupe einen Überschlag gemacht. Mit dem Kopf bin ich direkt auf einen Stein gelandet. Ohne Helm hätte ich ein Loch im Kopf gehabt. Seitdem trage ich den Helm sehr sehr gerne. Außer beim Spaghettikochen ;-)))))
Wer einmal mit dem Kopf beim Skifahren gegen einen Baum gerummst ist, wird ihn nie wieder weglassen, vorausgesetzt, er hat es überlebt!

tricky Pro hat gesagt: RE: Pedelec und Helm
Gesendet am 11. Juli 2017 um 13:21
Danke für deinen Beitrag.

Dennoch... Sicherheit ist eben doch binär, oder wenigstens eine subjektive Auslegung. Es gibt nicht DIE Sicherheit. Ein "bisschen" Sicherheit gibt es auch nicht. Sicherheit bezeichnet einen Zustand, der frei von unvertretbaren Risiken ist oder als gefahrenfrei angesehen wird. Relativen Sicherheit, oder noch besser; Unsicherheitsfaktoren wäre besser. Im Bergsport wird genau mit diesem Faktor Gearbeitet.

georgb Pro hat gesagt:
Gesendet am 7. Juli 2017 um 14:05
Bin erstaunt, dass es inzwischen relativ exakte gesetzliche Bestimmungen und Einstufungen gibt. Dass zwischen E-Bike, Pedelec und Pedalec ;-) unterschieden wird, war mir unbekannt. Ehrlich gesagt, hätte mich ein Voll-E-Bike intressiert als Zufahrtsmöglichkeit zu den Bergtouren. Aber dafür brauchts Versicherung und Kennzeichen, außerdem darf ich anscheinend damit auch nur auf den offiziellen Straßen fahren. Ein pedelec gefällt mir nicht. Entweder ich will fahren oder treten!? Wird wohl doch nichts, mit mir und dem E-Bike.
Endlich kann ich mich mit meinem Popcorn zurücklehnen und entspannt den Ausführungen lauschen ;-)

chrs hat gesagt: RE:
Gesendet am 21. Juli 2017 um 10:24
Die schnelleren E Bikes sind ja nicht auf 25 km/h gedrosselt, sondern fahren erheblich schneller, somit find ich's nur folgerichtig, dass sie mit 50er Rollern (Vespas etc.) gleichgestellt werden. Damit sind sie für Bergfahrten offiziell verboten und brauchen auch so ein Nummernschild (zumindest in D-Land, wie's in Ö-reich, Italien etc. ausschaut weiss ich nicht) . Wahrscheinlich wird ein Förster momentan aber nicht gleich den Unterschied erkennen, während an einem Vespa Roller im Gebirge wohl (falls er vom Förster gesehen wird) ziemlich sicher ein Strafzettel klebt.

georgb Pro hat gesagt:
Gesendet am 21. Juli 2017 um 10:42
Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die E-Bikes für mich nicht taugen. Ich werde mir ein altes Armeerad kaufen ohne Gangschaltung und dann mit mit meinen Zwiegenähten aus der Zeit fallen ;-)))

rascr hat gesagt:
Gesendet am 8. Juli 2017 um 21:47
pedelec ist ein begriff für alle, das führt in die Irre. Versuche es mal mit einem "normalen" e-mtb z.B. mit dem Bosch Performance Motor, das reicht dicke und rockt für Zufahrten.

Im übrigen bin ich seit langem der Meinung dass Fahrräder auf dem Berg nichts verloren haben, egal ob mit oder ohne Motor.
Und hatte auch heute wieder mein unmotorisieres mtb unter dem popo um mir einen 12km Talhatscher zu verkürzen. War genauso toll :-)

georgb Pro hat gesagt: Vorsicht, möglicherweise Satire
Gesendet am 10. Juli 2017 um 09:03
Hei rascr, du wiedersprichst dir ja selbst. Sollte das etwa ironisch gemeint sein ;-))))

rascr hat gesagt: RE:Vorsicht, möglicherweise Satire
Gesendet am 10. Juli 2017 um 10:27
Hi Georg, das sieht nur auf den ersten Blick so aus ;-)

Im Wesentlichen wollte ich dir nur den Tip geben einen Selbstversuch zu starten.

Im übrigen bin ich nach wie vor der Meinung dass ein Radl nicht auf den Berg gehört.

Zum Thema "Mania": kommen mir letztens drei leicht übergewichtige Herren E-MTB schiebend (!) auf einem einsamen, alpinen Wanderweg entgegen. Sind Fix und Foxi. Fragen "ob es noch weit ist". (Keine Ahnung wohin, es hat diverse Ziele). Ich gestehe, ihnen versichert zu haben dass es nicht mehr weit sei und zwar im Bewusstsein dass etwa hundert hm weiter eine seilversicherte Passage kommen würde die sie nie und nimmer bewältigen konnten.

Das ist was die E-Bikes weiter befördern und kritisch hinterfragt werden muss: Dass weitgehend natürliche Lebensräume noch mehr zugänglich und damit eingeengt werden und zwar für Leute die weder die Fähigkeit noch die Ausbildung haben sich darin adäquat zu bewegen und zu verhalten.
Das ist natürlich nur meine subjektive und menschenfeindliche Sicht (Achtung: hier darf Ironie verortet werden!).

Vielhygler Pro hat gesagt: Wer darf sich ohne Fähigkeiten...
Gesendet am 12. Juli 2017 um 00:24
...oder Ausbildung wohin adäquat bewegen? Natürlich jeder: überallhin.

Die "natürlichen Lebensräume" sind sowieso nicht geschützt, vor allem nicht vor der Erschließung durch die maschinelle Holzernte. Die Forststraßen werden überall massiv zu Forstautobahnen ausgebaut und die "natürlichen Lebensräume" werden immer leichter erreichbar. E-Bikes sind insofern nur die maschinelle Antwort der privaten Wanderer auf die industrialisierte Wald- und Weidewirtschaft.

Ich glaube nun allerdings gar nicht, daß besonders "einsame Gebiete" sich nun auf einmal durch E-Bikes mit Wanderern bevölkern. Solange Gastwirtschaften fehlen...

Aber, und ich sage das als Pilzfreund: für den Pilzbestand in unseren Voralpen sind E-Bikes gefährlich. Ich habe in den Ammergauern letztes Jahr e -bikende, dicke, gemütliche Rentner erlebt, die sackweise Reherl und Steinpilze abgeerntet haben. Sie kommen jeden Tag wieder und verkaufen ihre Ernte an Gasthäuser, wie lange wird das gutgehen?




rascr hat gesagt: RE:Wer darf sich ohne Fähigkeiten...
Gesendet am 14. Juli 2017 um 18:39
Gut dass es den Pilzen egal ist von wem sie gefressen werden. Aber wenn sie die Wahl hätten, wer weiß ...?

mb4 hat gesagt: Es ist...
Gesendet am 18. Juli 2017 um 23:06
Es ist doch eigentlich ganz einfach.
Ein Fahrrad mit Motor ist ein Motorrad.
In der Schweiz sagen wir ihm Töff.
Und jetzt stellt sich bloss die Frage: "Wollen wir Töffs auf den Bergen?"
Ob er vor Ort stinkt und lärmt oder irgendwo sonst auf der Welt, ist ja wohl nur ein Detail.

mb4 hat gesagt: A propos Rollator
Gesendet am 20. Juli 2017 um 11:34
Ein gern genanntes Argument ist: "Mit dem E-Mountain Bike komme ich an Ziele, die ohne nicht (mehr) erreichbar wären.
Es ist leider so im Leben. Wir alle werden älter. Das hat zwar viele schöne Seiten, doch eben auch einige mühsame.
Statt dem Rock wirft sich die Haut in Falten. Der Busen ist nur noch in der Liegestütze schön anzusehen. Aber die geht auch nicht mehr so locker, wie früher.
Der Gurt schrumpft von Jahr zu Jahr. Und bald hat Mann nur noch Spiegeleier.
Touren, die man doch schon oft gegangen ist, werden immer länger und anstrengender.
Es ist nicht einfach alt zu werden...
Vielleicht wäre es günstiger, in einen Psychologen zu investieren, statt in die Hautstraffung oder ein E-Mountain Bike.
Aber eben. Manchmal ist es einfacher, die Umstände zu ändern als seine Einstellung.

Winterbaer Pro hat gesagt: RE:A propos E-MTB
Gesendet am 20. Juli 2017 um 14:28
Ich bin bisher mit meinem 20 kg Citybike vom Discounter A... die Anmarschwege im Gebirg (Forststraßen) hoch gefahren und geschoben. Das Radl ist super stabil und trotzt allen Jahreszeiten ohne irgendwelche Probleme. 7-Gang-Nabenschaltung, sehr pflegeleicht! Aber die Reifen sind recht schmal und ich hab immer Schiss auf dem Schotter der Forststraßen.

Deshalb hab ich mir vor ein paar Jahren ein 29“ MTB gekauft. Auch nicht ultraleicht, weil mit Packlträger und Seitentaschen:-)
Aber mit dem Rad fahr ich die Strecken, die ich mit dem Citybike mühevoll pumpen oder schon schieben musste, vollkommen ohne Anstrengung hoch. Was für eine tolle Sache, so ein schönes MTB! Es läuft so gut, wenn`s zu steil wird, schieb ich. Ein Motor hat mir noch kein bisschen gefehlt! Mein Motor ist für mich ja schon das MTB im Vergleich zu meinem schweren Citybike:-)))

Früher sind die Leute mit einem alten 3-Gang-Radl (oder ganz ohne Schaltung!) in die Berge gefahren. Alles eine Frage der Sichtweise? Ich glaube, die E-Bikes sind eine Entwicklung der Luxusgesellschaft. Wenn man schon alles hat, dann muss man sich was einfallen lassen, was man noch verkaufen könnte...?? Es schneidet ja auch kaum einer mehr das Gras in seinem Garten von Hand, auch nicht das Bisschen an den Kanten. Statt Rechen und Besen gibt es Laubbläser mit großem Getöse. Alles geht heute laut und mit Motor, damit der Mensch sich ja nicht mehr anstrengen muss. Energie von außen, statt aus dem Menschen....muss das immer sein? Und ist das befriedigend?

georgb Pro hat gesagt:
Gesendet am 20. Juli 2017 um 15:30
Es gibt ja das ewige Argument, dass mit den E-Bikes auch schwächere und weniger Fitte zum Radfahren animiert werden. Die Frage ist aber genau: Warum sind die weniger fit? Möglicherweise, weil sie nie gelernt haben, dass man sich auch mit der eigenen Kraft bewegen kann und dass es ein beglückendes Gefühl sein kann. Mit einem E-Bike wird man das nie lernen und wer einmal motorunterstützt unterwegs war, wird nie mehr auf Muskelkraft umstellen und so auch nie fitter werden!?

Winterbaer Pro hat gesagt: RE: Muskelkraft
Gesendet am 20. Juli 2017 um 15:56
Dazu fällt mir ein, was ich mir beim letzten Hochschieben mit Bergschuhen und dem schweren Rucksack auf dem Buckel auf einer Forststraße gedacht habe:
was für ein tolles Ganzkörpertraining ist das doch! Man beansprucht Arm-, Schulter-, Rücken-, Bauch- und Beinmuskulatur und das noch in schöner Berglandschaft mit wunderschönen Regentröpfchen links und rechts auf den Pflanzen und... man pustet die Lunge mit frischer Bergluft durch. Welches Fitnessstudio kann einem das für viel Geld bieten?

Aber dazu wäre vielleicht die Meinung eines Fachmannes wichtig, bzgl. der Schädlichkeit, sein Radl mit Rucksack den Berg hochzuschieben und dabei zu schwitzen. Ich denke da jetzt z.B. an einen Arzt oder Physiotherapeuten, der das wirklich beurteilen kann. Weil ich hab ja keine Ahnung:-)))

georgb Pro hat gesagt:
Gesendet am 20. Juli 2017 um 16:13
fürs Fahrrad ist es jedenfalls gesünder ;-)))

mb4 hat gesagt: RE:A propos Rollator
Gesendet am 21. Juli 2017 um 00:20
Wohin ist denn der Rollator-Kommentar von heute verschwunden?
Gleichgewicht verloren?
Akku leer?

yeti11 hat gesagt: Für nichts zu schade
Gesendet am 21. Juli 2017 um 02:44
Es ist wirklich traurig, wie hier ein Innovation einfach nur abgewertet wird. Und die Menschen, die es nenutzen gleich mit. Super Leistung....Respekt an die ganze Silberücken/Best-ager Fraktion. Aber zieht ruhig weiter Eure Zwiegenähten an, benutzt das Schweizer Armeefahrrad für Zustiege, benutzt Hanfseile beim Klettern und Holzlatten beim Skitourengehen. Wenn Ihr dann von jemand fröhlich pfeifend vor Spass überholt werded, könnte ich das sein. Merkt ihr eigentlich noch, wie ihr langsam aus der Zeit fallt?! Der Besuch am Berg sollte den Menschen Spaß bereiten, Ihnen Ruhe geben und Sie näher an die Tatsächlichkeit führen....das muss man sich aber nicht über Plagen erkaufen, zum Glück sind die Zeiten des heroischen Alpinismus lange vorbei. Das Bergsteigen ist und bleibt die Eroberung des Unnützen.

georgb Pro hat gesagt: aus der Zeit fallen
Gesendet am 21. Juli 2017 um 08:00
Ich bezweifle, dass alle E-Biker fröhlich pfeifend unterwegs sind. Im Gegenteil, sie beneiden alle anderen, die fitter sind. Das Glücksgefühl nach einer Anstrengung und körperlichen Leistung kann man sich nicht mit einem Elektromotor erkaufen, aus der Zeit fällt nur, wer das Gefühl für seinen Körper verliert. Mir schmeckt das Weißbier jedenfalls viel besser, wenn ich vorher geschwitzt habe ;-)

Winterbaer Pro hat gesagt: RE: Nimm`s locker:-)
Gesendet am 21. Juli 2017 um 10:51
Lieber yeti11, nimm doch nicht alles so ernst!
Bird Poop

Wir diskutieren hier und jeder kann seine Meinung sagen, entsprechend seiner Einstellung und persönlichen Erfahrung. Niemand muss dabei andere angreifen und niemand muss sich angegriffen fühlen, oder?!

Wenn Du gerne mit einem E-MTB auf den Forststraßen im Gebirge radeln möchtest, tu es und viel Spaß dabei. Wer es nicht möchte, soll sich plagen, wenn es ihm gefällt. Ich erzähle hier nur, wie es mir taugt, ganz ohne Aggressionen gegen Dich oder andere. Brauchst also auch nicht so böse werden!
No Not Me

orome hat gesagt: RE:Für nichts zu schade
Gesendet am 21. Juli 2017 um 11:11
Also einmal ganz unpolemisch, aber die Argumentation, heute braucht alles einen Motor, keiner mag sich mehr anstrengen, früher ging es auch mit der Narbenschaltung usw führt doch in letzter Konsequenz einfach dazu, dass wir keine Technologie brauchen, weil vor jeder Neuerung haben die Menschen ja auch schon gelebt. Dass euer Leben ohne das Durchsetzen von Technologie gegen den Widerstand der "Alten" so nicht möglich wäre, wird dann immer schön ausgeblendet in der Nostalgie. Diese reicht dann grade soweit um die eigene Meinung zu untermauern aber nicht weit genug vom selbst Einschränkungen in kauf zu nehmen. Oder wieso fahrt ihr Auto und reitet nicht zu Berge?
Wenns auf alte Väter Art auch geht, wieso kauft man sich dann ein leichteres Radl mit Kettenschaltung? Doch nicht am Ende weils angenehmer ist?! Frevelhaft!
Und abwertende Untertöne kommen auch aus einer anderen Richtung. Oder wieso fühle ich mich einem ebiker überlegen (der btw. eben AUCH treten muss, sonst tut sich nix) nur weil ich mich mehr anstrenge. Achtung Überheblichkeit: Aus Erfahrung mit ebikenden Freunden kann ich sagen, dass die auf gewissen Runden mit ihrem ebike mehr schwitzen als ich mit meinem normalen Radl. Das dürfte eben auch meiner unwahrscheinlichen Fitness geschuldet sein. Aber jetzt sind wir im Dilemma, welche Betätigung war die bessere, die ehrenvollere, die wahrhaftigere? Die des mehr schwitzenden ebikers oder die des überheblichen, gelangweilten Normalbikers?

Winterbaer Pro hat gesagt: RE:Für nichts zu schade
Gesendet am 21. Juli 2017 um 11:57
> Oder wieso fahrt ihr Auto und reitet nicht zu Berge?

Unser Mini-Garten ist zu klein für den Pferdestall, sonst hätt ich ja schon lange einen Esel! Wirklich!Laughing Hard

> dass wir keine Technologie brauchen, weil vor jeder Neuerung haben die Menschen ja auch schon gelebt

Natürlich brauchen wir neue Technologien, aber nicht überall, meine ich. Dass heute alles ohne Anstrengung mit Motor ("externer Energie") möglich sein muss, war ja auch allgemein gemeint. Diese ekelhaften elektrischen Kantenschneider in den Gärten z.B., die den Igeln unter den Hecken die Füße abschneiden, sie aber nicht mal töten und die nervigen Laubsauger/-bläser braucht wirklich keiner! Würden sich die Leute dabei bücken und das Gras von Hand wegschneiden, hätten sie sich schon wieder mal gedehnt und sparten sich den Besuch beim Physiotherapeuten!

> Wenns auf alte Väter Art auch geht, wieso kauft man sich dann ein leichteres Radl mit Kettenschaltung?

Steht oben: weil es breitere Reifen hat für den Schotter:-))

Technologien, damit man überleben kann: ja! Aber nicht, dass man sich nirgends mehr anstrengen muss.

Meine Meinung, muss nicht Eure sein, schon klar:-)




orome hat gesagt: RE:Für nichts zu schade
Gesendet am 21. Juli 2017 um 12:11
Also der zu kleine Garten ist jetzt wirklich mehr als nur eine schlechte Ausrede, das ist dir aber eh kalr ... Wer legt denn fest, was eine sinnvolle Neuerung ist und was nicht? Wer kann überblicken, was für Vorteile oder Nachteile neue Technologie für die Zukunft bringt? Deine Reifen sind jetzt breiter weil sich technisch einiges getan hat, die Räder sind viel leichter, das Material viel besser und dadurch lässt sich mehr Stabilität und Komfort bei geringerem Gewicht ermöglichen. Bin zu faul zu schauen, wo Carbon als Baustoff genau herkommt, aber ich denke mal das Raumfahrt nicht ganz unwahrscheinlich ist. Und diese halten viele ja auch für unnötig ... Jetzt ist es ein Baustoff für Räder, die durch das Ersparnis beim Rahmen eben breitere Reifen haben können.
Mich wundert immer nur, wieso man nicht etwas weiter schauen möchte. Jede Neuerung hat sicher eine unmittelbaren (Un)Nutzen aber eben auch meistens viel wichtigere Weitreichende Nutzen. Mittlerweile wird nachgedacht in Ballungsräumen sogenannte ebike-Autobahnen zu bauen, die den Menschen ermöglicht weitere Strecken eben ohne Auto zur Arbeit zu pendeln. Bestenfalls mit grün erzeugtem Strom. Wie kommt man nur dazu, mit der Keule "früher ging es ja auch" überall da drauf zu hauen, wos einem grade passt. Wie "die Jugende von heute ..." Dieses Gerede wird die Menschheit whs bis zum Untergang verfolgen als Reflex auf das eigene Altern.

georgb Pro hat gesagt: pervers
Gesendet am 21. Juli 2017 um 12:59
Fortschritt ist unvermeidlich und nützlich, aber wer kann mir erklären, warum über E- bike-Autobahnen nachgedacht wird, während die Autos immer noch 10 Liter Benzin verblasen?

orome hat gesagt: RE:pervers
Gesendet am 21. Juli 2017 um 13:16
Hmm vielleicht weil bei Distanzen von 50km als einfacher Arbeitsweg und Gewicht des fahrbaren Untersatz von 18kg für die Reichweite nicht sooo das Problem darstellen wie für ein Auto auf der Bergtourfahrt...

mb4 hat gesagt: Innovation
Gesendet am 21. Juli 2017 um 22:15
Ich glaube, ich habe da was verpasst.
Doch finde ich die Innovation nicht, wenn mit Motorrädern in den Bergen rumgefahren wird.
Aber ich bin neugierig!

Riebmann hat gesagt: Fahrtechnik Fahrtechnik, und nochmal Fahrtechnik!
Gesendet am 24. Juli 2017 um 16:36
So Freunde,

Ich bin leidenschaftlicher bergsteigender Mountainbiker und E-Biker auf Bergwegen und Trails regen mich höllisch auf! Das ist mein eigenes Problem und damit muss ich selbst fertig werden.
Wer sich jetzt unbedingt über mich aufregen möchte, reduziere meinen Post auf diesen oberen Satz, wer mich verstehen möchte, möge weiterlesen ;-)
Meine Devise:
Fahrtechnik, Fahrtechnik und nochmals Fahrtechnik. Verbieten, Regulieren, Normen, Bestrafen... macht alles keinen Sinn. Wie auch bei den großen politischen Problemen unserer Zeit steckt meiner Ansicht nach die Antwort in der (Aus)bildung.
Dass man für alpine Mehrseillängen, Hochtouren, oder das Kajakfahren Kurse, Techniktrainings und Übungen braucht, leuchtet den meisten ein, beim MTB Fahren sieht das anders aus. "Ist ja Radlfahren, mach ich seit ich 5 bin!". Hier sollte man ansetzen. Wer mit einem MTB ins Gelände geht, sollte vorher einfach 'mal ein paar Sachen gehört haben. Abfahrtsposition, Notabstieg, Kurvenfahrt, Springen, Bremstechnik, Pannen beheben,... Die meisten AV-Sektionen bieten sowas an, warum nicht 'mal hingehen.
Das Problem an der E-Bike "Mania" ist m.E. dasselbe, wie die ewige Klettersteig-Diskussion. Industrie, Medien und das eigene Umfeld suggerieren: „Das ist geil, das kann jeder! Kauf unseren heißen Scheiß und schon bist du der größte Abenteurer der Welt!“ Und da stehen sie dann am Einstieg vom „Adrenalin-Maximum-Kill-with-power-Klettersteig E/F+“ und fragen ganz beiläufig, wie rum der Gurt jetzt gehört. Gespiegelt auf’s E-Bike das gleiche. Ohne große Anstrengung gleich nach dem Kauf 1500 hm den Berg hinauf und bei der Abfahrt kracht’s. Und dabei reichen Forststraßen völlig aus. Weideroste, Regenrinnen, Auto-Fahrspuren, oder scharfe Kurven müssen halt einfach gekonnt werden. Das ist plakativ und kann natürlich auch jedem Muskel-betriebenen Biker passieren, aber das boomt halt nicht, sondern das E-Biken!
Also einfach ein Appell (da ich wie oben erwähnt nix von Zwängen halte) an alle, die das so wunderbar finden, ohne Anstrenung mit einem MTB rumzusausen... Besucht einen Fahrtechnikkurs, beschäftigt euch mit eurem Gerät und lasst euch zeigen, wie man heil den Berg rauf- und wieder runter kommt. Dann wird auch die Akzeptanz steigen.
Denn das E-Biken jetzt noch versuchen zu verhindern, ist einfach ein Wunschtraum, den man getrost in die Tonne hauen kann.
In diesem Sinne, passt auf euch (und auf die anderen) auf, lasst’s langsam angehen und macht was ihr meint, was euch Spaß macht. Ich mach das ja auch und mir macht’s halt nur Spaß, wenn ich weiß, dass ich die 1500hm selbst rauf gekurbelt bin, ansonsten fehlt mir was ;)
Servus aus der Oberpfalz!

Kommunist hat gesagt: Pro E-Bike contra Auto!!!
Gesendet am 1. August 2017 um 21:29
Ich bin ein guter trainierter Mountainbiker und fahre sehr viel ohne Motor. Trotzdem besitze ich ein E-Bike und bin von dieser Form der Mobilität sehr überzeugt. Warum? Ich wohne in einem touristisch stark frequentierten Gebiet. Bei uns kommt es regelmäßig zu extremen Stausituationen, wo nichts mehr geht. Dann bin ich sehr froh, mit meinem E-Bike in die Berge oder an den See radeln zu können (bis max. 40 km Anreiseweg). Was mich sehr stört sind die extremen Regulierungen, die ich mit meinem E-Bike erfahren muss - es wirklich grausam mit 25 km/h über einsame, übersichtliche Strecken trödeln zu müssen. Wenn ich mein Bike tune, dann stehe ich mit einem Bein im Gefängnis und bin meinen Führerschein los. Wenn es mir ums Bergsteigen geht, dann besteige alle Gipfel immer ehrlich, ohne Höhenmeter mit dem E-Bike zu tricksen. Wenn es mir ums Sportklettern geht (in meiner Heimat liegen einige Kletterfels äußerst abgelegen), dann bin ich sehr froh mich mit meinem E-Bike dorthin bewegen zu können. Wie soll ich sonst eine Kletterroute im 10.Grad klettern, wenn ich völlig verschwitzt mit 15 kg Gepäcke nach der Arbeit erst bei Einbruch der Dunkelheit im Klettergarten ankomme? Was ich an meinem E-Bike noch besonders schätze ist, dass ich es umweltreundlich mit Solarstrom vom eigenen Dach aufladen kann.


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