Günstige Bekleidung in Nepal


Publiziert von Clariden, 20. Dezember 2015 um 11:13. Diese Seite wurde 491 mal angezeigt.

Die Preise der bekannten westlichen Marken werden immer dreister. Regenjacken für 500€ und mehr waren bislang auf Arcteryx und einige wenige beschränkt. im aktuellen Winterkatalog von z.B. Bergzeit bieten jetzt fast alle bekannten Firmen einfache Regenjacken für 500-700€ an.
Für diejenigen, die eine Berg- oder Trekkingtour in Nepal planen lohnt es sich einmal dort rumzustöbern. Ich habe eine Fleecjacke für 3€, eine Softshelljacke für 15 € und eine regendichte Packtasche für auch ca. 15€ in Gebrauch. Die Tasche war nur einmal im Einsatz, ich kann deshalb über deren Qualität wenig sagen. Softshell und Fleece seit Jahren, Qualität ist gut.
Regenjacken bzw. Hardshell können sehr unterschiedliche Qualität gerade bezüglich Wasserdichtigkeit haben, insofern weiß ich bislang nichts über die Qualität nepalesicher Produkte, würde es aber in Anbetracht der Preise ausprobieren, wenn ich wieder mal nach Nepal komme.
Bergschuhe, Steigeisen Pickel bzw. weitere Bergausrüstung wird m.W. in Nepal nicht produziert im Gegensatz zu Bekleidung.
Clariden



Kommentare (4)


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stkatenoqu Pro hat gesagt: Hallo Clariden!
Gesendet am 20. Dezember 2015 um 13:06
Vielen Dank für Deinen Bericht! Bei diesen Preisunterschieden lohnt sich ja schon ein Flug nach Katmandu (momentan um ca CHF 750.--), nur um einzukaufen. Zudem wären es ein paar Tage Ferien. Villleicht würden auf diese Art und Weise auch die Arbeiter, die diese Waren erzeugen, mehr Geld bekommen.

MicheleK hat gesagt: RE:Hallo Clariden!
Gesendet am 21. Dezember 2015 um 08:13
Eher wohl nicht. Es scheint mir wahrscheinlicher dass Arbeiter die einem grossen Label zuliefern Mindestloehne erzielen (bei den Wucherpresien...). Aus eigener Erfahrung vor Ort sind allerdings die (kopierten) Waren aus Nepal top.

schimi hat gesagt: Daunenjacke top!
Gesendet am 20. Dezember 2015 um 21:10
Hallo Leute, meine Frau hat 2009 eine Daunenjacke für 20 Euro in Kathmandu gekauft. Sie ist auch heute noch in höchstem Maße zufrieden damit.

nprace hat gesagt:
Gesendet am 21. Dezember 2015 um 08:35
Danke für diesen wichtigen Beitrag! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass lokal produzierte Waren...so lange sie nicht lediglich zum Abzoken gedacht sind (meine Freundin hat auch diese Erfahrung in Kathmandu gemacht) viele Ansprüche decken können.

!Achtung kleine Abstecher!
Ich glaube zu einem gewissen Grad liegt es daran, dass Industriewelt Bergsteiger zu 90% (nur meiner Meinung) 'über gerüstet' sind und die Funktionen ihren Klammoten nur (sehr) beschränkt ausnutzen. Daher merken sie allfällige 'Schwachstellen' nicht...
!Ende Abstecher!

Ich habe über die Jahre gewisse 'Tests' angewendet um die Qualität und Funktion eines Kleidungsstucks zu prüfen. Die wichtigste Erkenntnisse:
Nähte - Soll einen synthetischen Pfad (robuster, nicht wasseraufnehmend), gedoppelt in kritischen Stellen mit mehr Spannung - Schritt, unter den Ärmen, usw.
Kettverschlusse - So grosse Fläche wie möglich um die Haftigkeit lang zu gewähren.
Reissverschluss, Zuggummis, Verschlusse usw und weitere Bedienelemente soll man mit Handschuhe bedienen können.
Ein einfaches Dichtheitstest im Laden ist etwas Wasser an die Klammotte zu leeren, leicht zu reiben und schaune was auf der anderen Seite passiert.
Ein einfaches Atmungsaktivitäts Test ist das Kleidungsstuck gegen den Mund zu halten und kräftig durch das Kleidungsstuck probieren zu atmen.
Viel Spass und danke noch Mal für den Beitrag.
Gruss
N


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